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Tarnowitz: Bergbaugeschichte und unterirdische Wege

Unterkünfte in Tarnowitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Tarnowitz verbindet eine eindrucksvolle Bergbaugeschichte mit unterirdischen Besucherwegen, die Sie teilweise mit dem Boot erleben können. Auch oberirdisch gibt es viel zu entdecken: Renaissance-Architektur, Sammlungen zur Stadtgeschichte und eine Parklandschaft auf ehemaligem Bergbaugelände setzen eigene Akzente. Für die Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie sich daran orientieren, ob Sie vor allem die Bergbauwelt oder lieber Architektur, Museum und Landschaft in den Mittelpunkt Ihrer Reise stellen möchten.

Historisches Silberbergwerk von Tarnowskie Góry Das historische Silberbergwerk macht die Bergbaugeschichte von Tarnowskie Góry erlebbar. Foto: Wojt ek via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Bergbaugeschichte unter Tage

Die Sztolnia Czarnego Pstrąga bietet eine 600 Meter lange unterirdische Bootsfahrt und ist als Kulturerbestätte in das UNESCO-Welterbe eingeschrieben. Der Stollenschacht Nr. 13, Ewa, ist der Zugang zu dieser unterirdischen Besucherroute. Damit wird der Bergbau nicht nur über Ausstellungsstücke, sondern auch auf einem Weg unter Tage erfahrbar. Eine weitere unterirdische Besucherroute mit Bootsfahrt gehört zur Zabytkowa Kopalnia Srebra, die ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes ist.

Die Kopalnia Zabytkowa Rud Srebronośnych ist eine 1.700 Meter lange unterirdische Besucherroute. Auf einem 270 Meter langen Abschnitt fahren Boote. Die konkreten Streckenangaben geben dieser Bergbauerfahrung einen eigenen Maßstab: Die Bootsfahrt in der Sztolnia Czarnego Pstrąga ist mit 600 Metern benannt, während bei der Kopalnia Zabytkowa Rud Srebronośnych die Länge des gesamten Besucherwegs und seines Bootsabschnitts angegeben sind. Wer sich für die Geschichte des Bergbaus interessiert, findet damit mehrere unterschiedliche Zugänge zum Thema unter Tage.

Architektur, Sammlungen und Stadtgeschichte

Das Wirtshausgebäude Sedlaczek gilt als das am besten erhaltene Beispiel historischer weltlicher Architektur der Stadt. Renaissance-Decken, Portale und Gewölbe prägen das Gebäude. Einen anderen Blick auf die Vergangenheit bietet das Muzeum w Tarnowskich Górach: Es zeigt Erinnerungsstücke zur Stadtgeschichte sowie eine Sammlung frühneuzeitlicher westeuropäischer Malerei.

Auch die Kirche der Heiligen Apostel Peter und Paul ist durch Bauwerk und Ausstattung bemerkenswert. Ihr Turm aus dem 16. Jahrhundert ist fast 60 Meter hoch. Im Inneren sind Grabplatten, eine Buntglasgruppe und mehrere qualitätvolle Gemälde erhalten. Auf dem Plac Gwarków steht die Dzwonnica Gwarków, die 1955 dorthin versetzt wurde. Diese Orte ergänzen das Bild der Stadt um religiöse Kunst, historische Architektur und einzelne Zeugnisse ihrer Entwicklung. Das Skansen Maszyn Parowych umfasst ein etwa ein Hektar großes Gelände mit industrieller Landschaft und außergewöhnlichen technischen Erfindungen. Der Gwarki-Pochód gehört zur Nationalen Liste des immateriellen Kulturerbes.

Parklandschaft und Wege

Der Park Miejski wird als der am besten erhaltene, ausgedehnteste und vielfältigste unter den auf ehemaligen Bergbauflächen angelegten Parks beschrieben. Seine Entstehung auf früherem Bergbaugelände macht ihn zu einem anderen Kapitel der regionalen Geschichte als die unterirdischen Besucherwege: Hier steht die umgestaltete Landschaft im Vordergrund. Durch Tarnowskie Góry verläuft außerdem eine Schmalspurbahn.

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Für aktive Entdeckungen bietet das Radwegenetz in Tarnowskie Góry mehr als 30 Kilometer an Radwegen, kombinierten Fuß- und Radwegen sowie Radfahrstreifen auf Fahrbahnen. Hinzu kommen der Szlak Donnesmarcków, der Szlak Gwarków und der Szlak UNESCO. Eine offizielle Eisenbahn- und Fahrradroute führt zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch Tarnowskie Góry und den Park Repecki und anschließend entlang der Drama in Richtung Zbrosławice. So können Sie für Ihre Reise zwischen Themen wie Industriekultur, Stadtgeschichte und Bewegung im Freien gewichten, ohne dass daraus eine gemeinsame Strecke für alle genannten Wege folgt.

Kulinarische und weitere regionale Einblicke

Ein konkreter kulinarischer Anlass war das XVIII. Festiwal Śląskie Smaki auf dem Marktplatz von Tarnowskie Góry: Es fand am 2. Juni 2024 statt. Das seit 2006 organisierte Festival bietet regionale Gerichte und kulinarische Vorführungen. Für einen weiteren kulturellen Schwerpunkt führt der Blick nach Radzionków: Das Muzeum Chleba, Szkoły i Ciekawostek besitzt mehrere tausend Exponate zu Backhandwerk, Brotgeschichte und Produktionstechnik. Ebenfalls durch Radzionków verläuft die Droga Św. Jakuba „Via Regia“. Der Pilgerweg ist für Einzelpilger oder kleine Gruppen unabhängig von Konfession und Nationalität vorgesehen und führt zur Kathedrale in Santiago de Compostela in Spanien.

Weitere Ortsseiten zur Orientierung: Tarnowskie Góry, Radzionków, Kalety, Wieszowa, Pyrzowice, Miasteczko Śląskie, Nowe Chechło, Ziętek, Boniowice, Świerklaniec, Nowa Wieś Tworoska, Tąpkowice, Krupski Młyn, Księży Las und Szałsza.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schlesien.

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