Zum Inhalt

Naguszewo: Archäologische Spuren und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Naguszewo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Naguszewo verbindet archäologische Spuren und eine vielschichtige Ortsgeschichte mit Kirchenzeugnissen im nahen Rumian.

Archäologische Spuren und Kirchenkunst

Mit Naguszewo verbunden sind der archäologische Grabhügel „Kurhan Naguszewo“ und eine archäologische Siedlungsspur, Fundstelle 1. Sie stehen für zwei unterschiedliche Arten archäologischer Zeugnisse: einen Grabhügel und Hinweise auf eine Siedlung. Zusammen geben sie Naguszewo einen konkreten historischen Bezug, der sich von den kirchlichen Sehenswürdigkeiten im nahen Rumian unterscheidet.

In Rumian steht die 1714 errichtete barocke Holzkirche St. Barbara, die als Denkmal geschützt ist. Zu ihrer Ausstattung gehören drei Altäre: ein spätrenaissancezeitlicher Heilig-Kreuz-Altar, ein barocker Altar und ein Hauptaltar aus dem 18. Jahrhundert. Die verschiedenen Stil- und Zeitangaben lassen sich innerhalb eines Kirchenbaus einordnen. Eine weitere historische Schicht bildet die Orgel: Paul B. Voelkner baute sie 1909; ihre äußere Gestaltung ist neobarock.

Auch die Umgebung der Kirche hat eigene Merkmale. Alte Winterlinden umgeben den Bau und gelten als Naturdenkmale. Der größte Baum weist einen Stammumfang von 423 cm auf. So stehen in Rumian neben der Kirchenarchitektur auch die alten Bäume als eigene Naturzeugnisse im Blick.

Ortsgeschichte über mehrere Jahrhunderte

Die Verbindung zwischen Naguszewo und der Pfarrkirche in Rumian reicht historisch weit zurück. Eine bischöfliche Visitation von 1706 verzeichnete mehrere Personen aus Naguszewo, die zwischen 10 und 50 Floren für den Bau der Pfarrkirche in Rumian zugesagt hatten. Eine historische Darstellung nennt außerdem die Zugehörigkeit Naguszewos zur Pfarrei in Rumian seit 1850. Die beiden Angaben geben dem kirchlichen Bezug unterschiedliche zeitliche Anker.

Eine lokale historische Darstellung berichtet, dass Naguszewo im Dreizehnjährigen Krieg von 1454 bis 1466 zum Königreich Polen kam, während das nahe Groszki im Deutschordensstaat verblieb. Die Grenze zwischen den beiden heutigen Dörfern war damit eine Staatsgrenze. Diese Geschichte macht die Lage zwischen den Orten zu einem eigenen Thema, das sich von der Bau- und Kirchengeschichte Rumians abhebt.

Anzeige

Auch zur Landverleihung gibt es eine überlieferte historische Darstellung: Am 9. Januar 1609 bestätigte Bischof Wawrzyniec Gembicki in Lubawa die Erneuerung der Landverleihung für Naguszewo als Lokationsurkunde. Im Zusammenhang damit wurden der Familie Nagoszewskich 30 włóki erblich bewirtschaftbaren Landes verliehen. Zur Verleihung gehörte außerdem ein Fischereirecht am Rumiańskie-See. Diese Angaben ergänzen die Ortsgeschichte um Landnutzung und historische Rechte.

Aktivität und Wahl des Aufenthaltsorts

Neben den historischen Themen gibt es auch jüngere Anlagen im Ort. Im Jahr 2022 wurde in Naguszewo eine offene Aktivitätszone mit Geräten für eine Outdoor-Fitnessanlage, einem Ruhebereich und gestalteten Grünflächen errichtet. Ebenfalls 2022 gab es in Naguszewo einen Naturrasen-Sportplatz. Die Angaben zeigen unterschiedliche Ortsaspekte: historische Spuren und jüngere Aktivitätsangebote stehen nebeneinander, ohne dass sie denselben Schwerpunkt setzen.

Die Kreisstraße 185039N verbindet Naguszewo und Rumian. Bei der Wahl einer Ferienwohnung können Sie deshalb überlegen, ob Sie den Aufenthalt auf die archäologischen Bezüge in Naguszewo ausrichten oder auch die Kirche und die Naturdenkmale im nahen Rumian einbeziehen möchten. Die Verbindung der Orte und ihre verschiedenen historischen Themen bieten dafür eine konkrete Orientierung.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Działdowo, Uzdowo, Rybno, Murawki, Grądy, Kopaniarze, Nowa Wies, Lidzbark.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Soldau.