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Pinchollo – Geysirlandschaft und Colca-Kultur

Unterkünfte in Pinchollo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Pinchollo verbindet eine hochgelegene Landschaft mit markanten Naturerscheinungen und lebendigen Traditionen. Der Géiser de Pinchollo stößt ständig Dampf aus; in Pinchollo prägen außerdem Stickerei und religiöse Feste die lokale Kultur. Wer eine Reise in den Colca-Raum plant, findet hier Anknüpfungspunkte für ganz unterschiedliche Interessen – von Geologie und Landschaft bis zu Handwerk und Geschichte.

Géiser de Pinchollo: Dampf in der Puna

Der Géiser de Pinchollo liegt auf 4.375 Metern Höhe in der gleichnamigen Schlucht, am Nordhang des Vulkans Hualca Hualca und innerhalb der Lipayoc-Caldera. Die kleine Schlucht ist hufeisenförmig; der Geysir befindet sich am Fuß des Hualca Hualca und stößt ständig Dampf aus. So steht bei diesem Naturerlebnis eine geothermisch geprägte Erscheinung im Mittelpunkt. Der Géiser ist Teil des Geoparks Colca und Vulkane von Andagua.

Von der Plaza de Pinchollo führt ein historischer Saumpfad zum Géiser. Der Fußweg ist 9 Kilometer lang und dauert etwa drei Stunden. Diese Angaben geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte für die eigene Tagesplanung: Der Weg ist eine längere Unternehmung und nicht bloß ein kurzer Abstecher. Wer die Reise nach Pinchollo vorbereitet, kann diesen Weg als eigenen Schwerpunkt betrachten und daneben Zeit für Kultur und weitere Eindrücke im Colca-Gebiet vorsehen.

Colca-Canyon und Aussicht auf die Felswände

Der Cañón del Colca erstreckt sich von Pinchollo auf 2.800 Metern Höhe bis zum Sektor Andamayo auf 920 Metern Höhe über ungefähr 93 Kilometer. Die unterschiedlichen Höhenangaben und die große Ausdehnung machen deutlich, dass der Canyon ein landschaftlich weitreichendes Thema für eine Reise in diesem Gebiet ist. Der Cañón del Colca gehört zu einem Gebiet, das 2019 zusammen mit dem Tal der Vulkane als UNESCO Global Geopark anerkannt wurde. Außerdem wird der Canyon als Geosit der IUGS und als Teil der „Second 100 Geosites of the Geological World Heritage“ bezeichnet.

Vom Mirador de Cruz del Cóndor blicken Sie auf Canyonwände zwischen Pinchollo und Cabanaconde, die durch erkaltete Lavaströme geformt wurden. Der Mirador umfasst einen Hauptaussichtspunkt und sieben Neben-Aussichtspunkte; zwei davon gehören zum Bereich Mirador de la Cruz del Cura. Er gilt als besonders geeigneter Ort, um Andenkondore aus kurzer Entfernung zu beobachten. Zur dortigen Vogelwelt gehören unter anderem der Andenkondor, die Andenschwalbe, der Riesenkolibri und der Rotrückenbussard.

Natur und Orientierung am Mirador

Am Mirador de Cruz del Cóndor sind auch Chilcas, Säulenkakteen, Lupinen, Vicia und Cantuta zu sehen. Das kalte, trockene Klima bringt starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht mit sich; von Dezember bis März treten häufig starke Regenfälle auf. Diese Bedingungen unterscheiden sich je nach Tages- und Jahreszeit und sind bei der Planung eines Besuchs am Aussichtspunkt zu berücksichtigen.

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Zu den Einrichtungen am Mirador gehören interne Besucherwege, Parkplätze, Toiletten und Verkaufsstellen für Kunsthandwerk. Die Wege und Verkaufsstellen gehören zum Besucherbereich des Aussichtspunkts; sie sind ein eigener Aspekt neben dem Blick auf die Canyonwände und der Möglichkeit, Vögel und Pflanzen wahrzunehmen. So lässt sich ein Interesse an Landschaft mit einem Blick auf lokales Kunsthandwerk verbinden.

Stickerei, Fest und Baukunst in Pinchollo

Die traditionelle Handstickerei in Pinchollo gilt als generationenübergreifendes Symbol lokaler Identität und wird von einer Generation an die nächste weitergegeben. Zum Wissen, Können und zu den Praktiken rund um Stickerei im Colca-Tal gehört Kulturerbe, das als Kulturerbe der Nation Peru anerkannt ist. Zur Stickereitradition in Pinchollo zählen Polleras, Mäntel und traditionelle Trachten. Sie werden bei Patronatsfesten, Tänzen und Feiern wie dem traditionellen Wititi getragen.

Auch der Templo de San Sebastian de Pinchollo zeigt konkrete bauliche Details: Das schlichte Hauptportal ist mit Reliefs und Wandmalereien versehen; außerdem gibt es ein Fenster zum oberen Chor. Sichtbare Steinpfeiler verstärken die Mauern, und in einem Winkel des Atriums befindet sich eine Capilla Miserere. Das wichtigste religiöse Fest in Pinchollo findet am 23. Januar zu Ehren des heiligen Sebastian statt. Wer sich besonders für lokale Traditionen interessiert, kann diese kulturellen Aspekte neben der geothermischen Landschaft als eigenen Schwerpunkt der Reise betrachten.

Bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Pinchollo können Sie überlegen, ob für Ihre Reise vor allem der Géiser und der historische Saumpfad, die Traditionen des Ortes oder auch Landschaftseindrücke im weiteren Colca-Gebiet im Vordergrund stehen. Die unterschiedlichen Themen bieten Gesprächsstoff für Reisende mit verschiedenen Interessen, ohne dass sich daraus eine bestimmte Reihenfolge der Erlebnisse ergibt.

Weitere Reiseziele: Yanahuara District, Paucarpata, Camana, Cerro Colorado District, Yura District, Yanque, Chala und Coporaque.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arequipa.

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