Votua: Kuta-Weberei und Handwerk aus Kiefernnadeln
Unterkünfte in Votua
Votua in Bua verbindet kulturelle Handwerksgeschichten mit Landschafts- und Schutzthemen. Als Dorf im Distrikt Lekutu liegt Votua an einer Straße. Zu den örtlichen Themen zählen Kuta-Weberei, Gegenstände aus Kiefernnadeln, ein Küstenmangrovengebiet und forstlich geschützte Flächen. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus eine Frage: Möchten Sie Votua vor allem über seine Handwerksgeschichten kennenlernen oder interessiert Sie besonders die landschaftliche Seite? Diese Unterscheidung kann auch bei der Suche nach einer Ferienwohnung in Votua helfen, weil sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts bestimmt.
Mangroven und eine historische Schutzregel
Bei Votua Village, zwischen dem Lekutu River und Nukudamu, erstreckt sich ein 0,5 km² großes Küstenmangrovengebiet. Vom 26. August 2016 bis 2019 war es als Tabu-Gebiet geschützt. Während dieser damaligen Regelung war es nur geöffnet, wenn ein Häuptling starb, eine traditionelle Distriktversammlung stattfand oder innerhalb der Tabacakacaka eine religiöse Zeremonie abgehalten wurde. Lage und Fläche geben dem Mangrovengebiet einen konkreten Platz in der Landschaft; die zeitlich begrenzte Tabu-Regel verbindet es zudem mit lokalen Anlässen. So wird Votuas Naturthema nicht nur über die Küstenlandschaft, sondern auch über ein genau benanntes Gebiet und seine frühere Schutzregel greifbar.
Kuta-Weberei und die Weitergabe einer Technik
Eine andere Facette ist die Kuta-Weberei. Nach dem erneuten Wachstum von Kuta im Jahr 2012 nahmen Frauen in Votua das Weben von Matten, Hochzeitskleidung und weiteren Gegenständen wieder auf. Kuta-Matten werden mit Bua in Verbindung gebracht. Ein Bericht aus dem Jahr 2015 schildert, dass eine Frau Jugendlichen im Dorf die Technik des Kuta-Webens vermittelte. Die zeitliche Abfolge führt von der Wiederaufnahme des Webens zur Weitergabe der Technik an jüngere Menschen. Matten, Hochzeitskleidung und weitere Gegenstände zeigen unterschiedliche Formen dieser Handarbeit; die Vermittlung ergänzt die gefertigten Stücke um den Aspekt, wie das Können weitergegeben wurde.
Kiefernnadeln als Material für Handarbeiten
Karalaini Sali war 2008 67 Jahre alt und arbeitete in Votua mit Kiefernnadeln. Sie sammelte abgefallene Kiefernnadeln in den Kiefernwäldern von Bua und flocht die braunen Nadeln in Votua zu Blumenvasen und weiteren bestellten Gegenständen. Außerdem stellte sie Tee- und Speisetabletts, Hüte, Platzsets und andere Stücke her. Die fertigen Produkte lackierte sie vor dem Versand an ihre Kunden. So wird eine konkrete Folge der Arbeit sichtbar: Rohmaterial sammeln, zu Gegenständen verarbeiten, lackieren und verschicken. Während Kuta mit Matten und Hochzeitskleidung verbunden ist, zeigt das Porträt von Sali die Arbeit einer einzelnen Handwerkerin und eine auf Kundenbestellungen bezogene Produktion.
Forstliche Schutzthemen in Votua
Auch die forstlich geprägten Landschaftsthemen sind konkret benannt. In Votua, Bua, wird ein Wassereinzugsgebiet mit einem vorhandenen Brandschutzstreifen und einem 10 m breiten Puffer als vorbeugende Schutzmaßnahme gesichert. Das Gebiet Koro-ni-Valu Delai_Drana in Votua, Bua, wird aufgrund seiner Höhenlage und seines Geländes als gut geschützt und ungestört beschrieben. Für eine zweite Aufforstungsrotation ist dort ein 10 m breiter Puffer vorgesehen. Die beiden 10-m-Angaben stehen für unterschiedliche Schutzbezüge: Der vorhandene Puffer gehört zum Schutz des Wassereinzugsgebiets; der weitere Puffer ist für die zweite Aufforstungsrotation im Gebiet Koro-ni-Valu Delai_Drana vorgesehen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Leketu.