Pfaffenhofen: Kultur und Wege zwischen Inn und Hocheder
Unterkünfte in Pfaffenhofen
Pfaffenhofen verbindet eindrucksvolle Spuren der Vergangenheit mit einer Landschaft, die vom Inntal bis in die Berge reicht. Der Ort erstreckt sich vom Dorfkern südlich des Inns bis zum 2.797 m hohen Hocheder, seiner höchsten Erhebung. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus eine interessante Wahl: Möchten Sie sich vor allem mit Kirchen- und Burggeschichte beschäftigen, Radtouren am Talboden unternehmen oder Wege in die höher gelegenen Landschaften kennenlernen?
Kirchengeschichte und historische Schauplätze
Im Mittelpunkt der Ortsgeschichte steht die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Archäologische Grabungen aus den Jahren 1961 und 1997 weisen nach, dass an ihrem Standort bereits im 5. Jahrhundert eine Kirche stand. Das Gotteshaus ist diesem Patrozinium geweiht; die erste erhaltene Weiheurkunde stammt aus dem Jahr 1310. Möglicherweise diente die Kirche während der Völkerwanderungszeit vorübergehend als Sitz eines Wanderbischofs. Wer sich für die Entwicklung sakraler Orte und ihre lange Geschichte interessiert, findet hier einen besonders vielschichtigen Anknüpfungspunkt.
Auch rund um Hörtenberg lassen sich verschiedene Zeitschichten entdecken. Bei der heutigen Ruine bestand bereits seit 800 v. Chr. eine große eisenzeitliche Siedlung mit Kultplatz. Am Abhang erstreckte sich die größte eisenzeitliche Siedlung Nordtirols. Im Mittelalter wurde in der Ruine Hörtenberg Gericht gehalten, bevor die Gerichtsbarkeit später nach Telfs verlegt wurde. Wichtig für den Besuch ist die aktuelle Besichtigungsmöglichkeit: Die Ruine Hörtenberg kann nur von außen besichtigt werden.
Eine weitere historische Episode betrifft das Schloss. 1706 entzündete ein Blitzeinschlag einen auf der Burg gelagerten Pulvervorrat von 1.500 Zentnern. Die daraus entstandene gewaltige Explosion zerstörte das Schloss. Ergänzt wird das Bild durch kleinere denkmalgeschützte Bauwerke: Die Aue-Kapelle, auch Kranewitter-Kapelle genannt, steht westlich von Pfaffenhofen, die Hofkapelle Hörtenberg liegt bei Pfaffenhofen. Das Kloster der Armen Schulschwestern, ehemals Zechschlössl, ist ebenfalls in Pfaffenhofen als Denkmal geschützt.
Radwege, Inntal-Terrassen und Berglandschaft
Für aktive Tage bieten sich unterschiedliche Landschaftsräume an. Der etwa 25 km lange Mieminger Radweg zweigt am Nordufer des Inns nahe Pfaffenhofen vom Innradweg ab und führt nach Westen weiter. Der Innradweg Tiroler Oberland verläuft am Talboden bei Pfaffenhofen durch Bereiche mit schönen Auen und eignet sich dort auch zum Inlineskaten. Diese beiden Angaben helfen Ihnen, zwischen einer längeren Verbindung nach Westen und einer Strecke durch die Auenlandschaft zu unterscheiden.
Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den Peter-Anich-Weg über die Inntal-Terrassen in die Planung aufnehmen. Die Wanderung zur Widdersberger Alm, auch Pfaffenhofer Alm genannt, ist mit Pfaffenhofen sowie dem Weg zum Schlosshof/Schennach und der Abzweigung des Forstwegs zur Pfaffenhofer Alm verbunden. Die Alm liegt auf fast 1.700 m Höhe am Beginn einer kleinen Talmulde im Herzen der Nördlichen Sellrainer Berge, die von Wiesen und Wald gesäumt ist.
Welcher Standort passt zu Ihrer Reise?
Bei der Suche nach einer Unterkunft in Pfaffenhofen lohnt es sich, den Schwerpunkt Ihrer Tage festzulegen. Kulturinteressierte können die historischen Schauplätze und denkmalgeschützten Gebäude zum roten Faden machen. Für Radfahrer und Inlineskater sind die beschriebenen Wege am Inn und durch die Auenlandschaft entscheidend. Wer Berglandschaft sucht, richtet den Blick auf die Inntal-Terrassen und die Widdersberger Alm. So lässt sich die Wahl Ihrer Ferienwohnung an den Erlebnissen ausrichten, die Sie im Urlaub tatsächlich unternehmen möchten.
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