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Lilienfeld entdecken: Stift, Bergwege und Natur

Unterkünfte in Lilienfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lilienfeld verbindet eindrucksvolle Klostergeschichte mit Bergwegen, Waldlandschaften und besonderen Einblicken in die Entwicklung des Wintersports. Wer eine Ferienwohnung für einen abwechslungsreichen Aufenthalt sucht, kann hier kulturelle Entdeckungen, aussichtsreiche Wege und familienfreundliche Erlebnisse miteinander verbinden. Je nach gewünschtem Reisetag stehen kurze Spaziergänge, längere Rundwege, Museumsbesuche oder ein Badetag zur Auswahl.

Stift, Museum und lebendige Geschichte

Das Zisterzienserstift Lilienfeld wurde 1202 vom Babenbergerherzog Leopold VI., dem Glorreichen, gegründet. Auch ein Siegel auf der Urkunde, mit der Herzog Friedrich II. der Streitbare die Gründung bestätigte, ist historisch bemerkenswert: Es zeigt erstmals den Bindenschild, das Wappen Österreichs. Im Stiftspark erwarten Sie eine Parklandschaft mit exotischen Bäumen, verschlungenen Wegen, Bächen und kleinen Teichen. Am höchsten Punkt des Parks steht der sogenannte „Chineser“, eine pagodenartige Aussichtswarte.

Das Museum Lilienfeld widmet sich der Geschichte des Bezirks. Zu den Themen gehören der Silber- und Kohlebergbau, die Wallfahrtsstraße nach Mariazell sowie Industrie- und Naturgeschichte. Gezeigt werden unter anderem Mineralien und Fossilien. Auch die Entwicklung des Wintersports lässt sich dort anhand sehenswerter Geräte aus früheren Zeiten nachvollziehen. Am Muckenkogel veranstaltete Mathias Zdarsky am 19. März 1905 den ersten Torlauf der alpinen Skigeschichte. Ein jährlich im März stattfindendes Nostalgieschirennen erinnert an die Wintersporttradition; es startet bei der Hütte.

Wege für unterschiedliche Tagespläne

Für eine kürzere Tour bietet sich der Pater Exinger Weg an. Er führt von der Kreuzung Friedhofsgasse/Höhenstraße zum Stillen Tal und ist ungefähr 2 km lang; die Gehzeit beträgt 40 bis 50 Minuten. Der Wasserfallsteig beginnt an der Talstation des Sessellifts Lilienfeld und führt zur Lilienfelderhütte am Gschwendt. Für die ungefähr 1,5 km lange Strecke beträgt die Gehzeit etwa 1,5 Stunden.

Der Muckenkogel lässt sich zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem urigen Einer-Sessellift erreichen. Dort gibt es gut markierte Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Besonders für Anfänger eignet sich der Mathias Zdarsky-Erfinderweg. Ein 2,5-stündiger Rundweg führt von der Bergstation über den Muckenkogel und die Hinteralm sowie über die Klosteralm zurück. Der Muckenkogel ist außerdem bei Skitourengehern beliebt. Wer eine längere Unternehmung plant, kann den Streckencharakter und die ungefähren Gehzeiten bei der Wahl des Tagesprogramms berücksichtigen.

Wald, Orchideenberge und weite Ausblicke

Die Gipfel von Lilienfeld gelten sogar bei Botanikern als Orchideenberge. Die Orchideenroute verläuft auf halber Höhe entlang des steilen Bergmassivs. Der Bezirk ist zu drei Vierteln mit Wald bedeckt und gilt deshalb als die „Grüne Lunge“ Niederösterreichs. Die 1.313 Meter hohe Hinteralm ist der höchste Punkt von Lilienfeld. Von dort reicht der Blick nach Norden über das Donautal und nach Süden weit in die Alpen.

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Eine weitere Aussicht bietet die Aussichtswarte auf dem 587 m hohen Parapluie. Sie steht auf einer Felskanzel und eröffnet einen Blick auf das Stift Lilienfeld und den Spitzbrand.

Familienerlebnisse und regionale Wege

Für warme Tage bietet das Freibad Lilienfeld ein beheiztes Becken, ein Plantschi-Land für Kleinkinder, einen Spielbach und eine großzügige Liegewiese inmitten erholsamer Natur. In der Schreibstube des Stifts können Kinder das mittelalterliche Schreiben mit Feder und Tinte ausprobieren. Eine jährlich zu Mariä Geburt stattfindende traditionelle Almmesse bei der Klosteralm gehört zu den besonderen Terminen im Jahreslauf. In der Lilienfelder Hütte gibt es auf 956 m bodenständige Küche mit Schmankerln von umliegenden Bauernhöfen sowie kuschelige Lager zur Übernachtung.

Auch Radfahrer finden eine klar beschriebene Möglichkeit: Der Traisental-Radweg ist ein Familien- und Pilgerradweg von Traismauer über St. Pölten, Lilienfeld und St. Aegyd am Neuwalde bis nach Mariazell. Auf dem Abschnitt über Wilhelmsburg nach Lilienfeld verläuft er über asphaltierte Uferwege und ruhige Nebenstraßen; dort gibt es keine gröberen Steigungen. Damit lässt sich Lilienfeld je nach Interesse als Ausgangspunkt für Kultur, Bergwege, Naturbeobachtung, Familienzeit oder eine längere Radtour planen.

Für die weitere regionale Orientierung können Sie auch Lilienfeld, Erlaufboden, Mitterbach Am Erlaufsee, Hohenberg, Annaberg Bei Mariazell, Kaumberg, Türnitz, Ramsau Bei Hainfeld, Wienerbruck, Oberried, Sankt Aegyd Am Neuwalde, Traisen, Sankt Veit An Der Gölsen, Eschenau An Der Traisen, Kleinzell und Rohrbach an der Gölsen ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niederösterreich.

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