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Eivindvik

Unterkünfte in Eivindvik

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Eivindvik verbindet eindrucksvolle Kulturgeschichte mit besonderen steinernen Zeugnissen. Die Gulen-Kirche auf der Anhöhe im Ortszentrum eröffnet den Blick über den Gulafjord; zwei unterschiedliche Steinkreuze und Erinnerungsstätten erzählen weitere Kapitel des Ortes. Wer für die Reise einen kulturellen Schwerpunkt sucht, findet hier Anknüpfungspunkte von mittelalterlicher Geschichte bis zu den Wegen nach Flolid.

Kirche, Fjordblick und Pfarrhofgeschichte

Die hölzerne Gulen-Kirche ist eine Langkirche mit 700 Sitzplätzen. Propst Thomas Eriksen weihte sie am 13. Dezember 1863. Ihre Lage auf einer Anhöhe im Zentrum von Eivindvik verbindet den Kirchenbau mit einem eindrucksvollen Blick über den Gulafjord. In der Kirche befindet sich außerdem ein steinernes Taufbecken mit kubischer Form. Es ist 60 Zentimeter hoch und stammt vermutlich aus der Zeit um das Jahr 1000.

Unterhalb der Kirche steht Herresalen, ein weißes Haus im Empirestil. Dahl erbaute es 1819; es war das Hauptgebäude des Pfarrhofs. Eine Führung durch Eivindvik behandelt Propst Niels Griis Alstrup Dahl, den sogenannten „Kartoffelpfarrer“, und seine reformerische Lebensarbeit in Gulen. Sie berichtet auch von Henrik Wergelands Besuch bei Dahl im Sommer 1832 und dem Gedicht „Eivindvig“, das daraus hervorging. So führt die Ortsgeschichte über die Gebäude hinaus zu Personen und kulturellen Erinnerungen.

Steinkreuze und Gedenkorte

Am Friedhofstor steht ein keltisches Steinkreuz, 2,85 Meter hoch und 1,15 Meter breit. Es gehört zur kleinen Gruppe der norwegisch-keltischen Steinkreuze. Ein weiteres Kreuz in Eivindvik zeichnet sich durch seine anglische Form aus: Unter den 60 Steinkreuzen Norwegens ist es in dieser Hinsicht einzigartig. Die unterschiedlichen Bezeichnungen machen deutlich, dass die Kreuze nicht einfach gleichartige Denkmäler sind.

Krossteigen bezeichnet den Bereich zwischen der Kirche von Eivindvik und dem Kreuz hinter dem Gemeindehaus. Das älteste Gulatinget befand sich vermutlich bei der mittelalterlichen Kirchenstätte, im Bereich zwischen den beiden Steinkreuzen. Für die Geschichte des Gulatinget bietet Eivindvik damit einen eigenen Ortsbezug; die Millenniumstätte Gulatinget liegt dagegen in Flolid, vier Kilometer östlich des Ortes.

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Zwei Gedenksteine erinnern an unterschiedliche Gruppen und Ereignisse. Der Gedenkstein für die Gefallenen in Eivindvik trägt 16 Namen von Menschen aus der damaligen Gemeinde Gulen, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. Auf dem Friedhof erinnert ein weiterer Gedenkstein an 16 englische Marinesoldaten, die im Dezember 1917 ums Leben kamen. Die Gedenkorte ergänzen die Kirchen- und Kreuzgeschichte um konkrete Erinnerungen an Verluste.

Kulturwege zwischen Eivindvik und Flolid

Ein historischer Kulturspaziergang in Eivindvik führt an den Steinkreuzen, der Kirche und dem Ortszentrum vorbei. Zusätzlich sind in Eivindvik und in Flolid Kulturwanderwege eingerichtet, die sich per Mobilgerät oder iPad verfolgen lassen. Wer sich lieber auf dem Fahrrad mit der Kulturgeschichte beschäftigt, kann die Route von Sollibotn über Eivindvik zum Millenniumpark in Flolid einordnen.

Die Millenniumstätte Gulatinget in Flolid umfasst monumentale Kunstwerke von Bård Breivik. Führungen dort vermitteln die Geschichte des Gulatinget, des Gulatingsgesetzes und der Leidang sowie die Kunstwerke. Von Sollibotn aus ist die Stätte zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus erreichbar; die beschriebene Wanderung führt über Eivindvik. Damit lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen: der historische Spaziergang im Ort, die Fahrradroute oder der Besuch der Stätte in Flolid. Eivindvik gilt wegen seines besonderen historischen, traditionellen und kulturellen Werts als wichtiger Ort am Küstenpilgerweg.

Wenn Sie weitere Orte entdecken möchten: Gulen, Byrknesøy, Ånneland, Åsheim, Dalsöyra, Byrknes, Mjømna, Brekke.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gulen.