Kinsarvik: Wasserfälle, Wanderwege und Geschichte
Unterkünfte in Kinsarvik
In Kinsarvik treffen eindrucksvolle Wanderwege auf eine vielschichtige Geschichte. Im Husedalen prägen ein Flusslauf und vier Wasserfälle das Naturerlebnis; in Ålmerket erzählen eine mittelalterliche Kirche, sichtbare Ruinen und die Geschichte des örtlichen Handwerks von der Vergangenheit des Ortes. Diese unterschiedlichen Schwerpunkte geben Ihnen eine konkrete Grundlage, um Kinsarvik als Urlaubsort nach Ihren Interessen auszuwählen.
Wanderwege im Husedalen
Der Abschnitt Fossastien der Husedalen-Wanderroute beginnt im Zentrum Kinsarviks und führt flussaufwärts am Fluss entlang. Im Husedalen liegen entlang des Wanderwegs in Richtung Hardangervidda vier Wasserfälle. So verbindet sich die Orientierung am Fluss mit markanten Naturmotiven, die den Charakter dieser Wanderregion ausmachen.
Ein markierter Wanderweg des Norwegischen Wandervereins führt von Kinsarvik durch Husedalen nach Stavali in der Hardangervidda. Eine weitere beschriebene Wanderung führt von Kinsarvik nach Søtefossen: Sie ist ungefähr 15 Kilometer lang; für Hin- und Rückweg sind üblicherweise fünf bis sechs Stunden angegeben. Die ungefähre Streckenlänge und die übliche Dauer helfen Ihnen, diese Tour zeitlich einzuordnen. Wer bei der Ferienplanung gern aktive Tage mit kulturellen Entdeckungen verbindet, findet in Kinsarvik beide Themen wieder.
Kirche, Ruinen und Handwerk in Ålmerket
Die Kinsarvik kirke ist die älteste Steinkirche der Gemeinde Ullensvang und wurde um 1150 fertiggestellt. Sie ist als Kulturdenkmal geschützt. In der Kirche befindet sich ein Wandgemälde mit einer ungewöhnlichen Szene: Der Erzengel Michael wiegt Seelen auf einer Waage, während kleine Teufel versuchen, sie zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Die Kirche verbindet damit ihre mittelalterliche Geschichte mit einem anschaulichen Bildmotiv.
Neben der mittelalterlichen Kirche bei Ålmerket sind die Überreste von Skiparstod noch deutlich in der Landschaft sichtbar. Die Ruine stammt von einer Bootsanlegestelle beziehungsweise Bootshausanlage, die von etwa 900 bis 1350 für das Leidang-Schiff des Kinsarvik skipreide genutzt wurde. Kirche und Ruinen stehen für unterschiedliche historische Spuren: hier ein sakraler Bau, dort eine Anlage mit Bezug zur Schifffahrt und zum Leidang.
Auch die Handwerksgeschichte des Ortes ist mit Ålmerket verbunden. Trond Larsson Hus (1806–1878) betrieb in seinem Wohnhaus dort über viele Jahre einen florierenden Handel. Er gehörte zu den führenden Herstellern von rosemaleda Sòlekisten in Ullensvang; die Kisten wurden für den Verkauf in der Stadt bemalt. Lars Kinsarvik (1846–1925) wurde ebenfalls im handwerklichen Umfeld von Ålmerket geprägt. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte er sich zu einem der führenden Vertreter der nationalen norwegischen Holzschnitzkunst im Akanthus-Stil und übernahm später in Kinsarvik die Werkstatt seines Vaters.
Anreise und Wahl des Urlaubsortes
Für die Orientierung bei der Anreise ist die Fährverbindung Kinsarvik–Utne–Kvanndal ein wichtiger Teil des Verkehrsnetzes. Westwärts verbindet sie Kinsarvik mit dem Verkehrsweg Richtung Bergen über die fylkesveier 79 und 49; ostwärts besteht eine Verbindung nach Geilo über die riksveier 13 und 7. Außerdem führt eine Verbindung nach Voss über die riksvei 13. Diese Richtungen können bei der Entscheidung mitwirken, ob Kinsarvik zu Ihrer geplanten Reise durch die Region passt.
In Kinsarvik liegt auch der Familienpark Hardangertun. Für die Wahl einer Ferienwohnung können Sie daher überlegen, welche Mischung aus Wanderungen, historischen Orten und diesem ausdrücklich als Familienpark bezeichneten Ziel zu Ihren Reiseinteressen passt. Die Wanderoptionen unterscheiden sich dabei durch ihre beschriebenen Strecken und Ziele; die Kulturgeschichte setzt einen eigenen Akzent neben den Naturerlebnissen.
Für weitere Ortsideen können Sie auch Vallavik, Vikebygd, Ullensvang, Grimo, Utne, Nå und Lofthus entdecken.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ullensvang.