Santa María del Tule und der Árbol del Tule
Unterkünfte in Santa María del Tule
Der Árbol del Tule prägt das Bild von Santa María del Tule; religiöse Überlieferungen und die historische Siedlungsanlage ergänzen den Blick auf den Ort. Im Bundesstaat Oaxaca kommen weitere archäologische und städtische Geschichtsthemen hinzu.
Der Árbol del Tule und die Landschaft
Der Ahuehuete, auch Sabino genannt, steht im Atrium der Kirche von Santa María del Tule. Er ist mehr als 2.000 Jahre alt, etwa 40 Meter hoch, hat einen Umfang von 45 Metern und wiegt ungefähr 636 Tonnen. Alter, Höhe, Umfang und Gewicht machen unterschiedliche Dimensionen des Baums greifbar; Maßangaben können je nach Messweise variieren.
Santa María del Tule liegt im vom Río Salado bewässerten Valle de Tlacolula. Südöstlich der Stadt Oaxaca befindet sich der Ort etwa zehn Kilometer an der Panamericana entlang. Der Árbol del Tule steht an der Straße nach Mitla, etwa zwölf Kilometer von Oaxaca de Juárez entfernt. Beide Entfernungen sind Näherungswerte; prüfen Sie für die konkrete Fahrt die aktuellen Straßenverhältnisse.
Im Gemeindegebiet gibt es fünf weitere, etwas jüngere Ahuehuetes, die als Los Cinco Sabinos bezeichnet werden. Damit gehören neben dem alten Sabino im Kirchenatrium auch weitere Bäume zum örtlichen Naturthema, ohne dass sie mit ihm verwechselt werden sollten.
Geschichte, religiöse Tradition und Feste
Nördlich der Panamericana in Richtung Mitla befindet sich auf einem Hügel ein kleines Ensemble vorspanischer Hügel- beziehungsweise Erdbauten. Auch die Siedlungsanlage erzählt von der Geschichte des Ortes: Sie wurde nördlich des Camino Real nach Tlacolula nach den Planungsnormen der Gesetze von Indien angelegt, die in der Mitte des 16. Jahrhunderts galten. Die Straßen wurden schnurgerade ausgerichtet.
Im Templo de Santa María del Tule befindet sich die bekleidete Skulptur Niño Dormido, die das schlafende Göttliche Kind darstellt. Gesicht, Füße und Hände sind detailreich gestaltet. Ihre Herkunft ist unbekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schenkte eine Privatperson aus Mexiko-Stadt die Skulptur dem Tempel; dort ist sie seither geblieben. Sie wird von Einwohnern der Gemeinde, Gläubigen aus anderen Orten sowie Besuchern und Touristen verehrt, die zum Árbol del Tule kommen.
Ältere Einwohner erinnern sich an eine Weihnachtsfeier für Niño Dormido: Mädchen verkleideten sich als Engel, während Frauen das Kind wiegten. Diese Erinnerung gehört zur überlieferten Geschichte des Ortes. Die Fiestas del Árbol del Tule finden am zweiten Montag im Oktober statt; prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Veranstaltungskalender.
Weitere Kulturthemen im Bundesstaat Oaxaca
Im Bundesstaat Oaxaca eröffnen archäologische Orte einen weiteren historischen Rahmen. Monte Albán wurde 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Mitla wird durch fünf monumentale Architekturgruppen repräsentiert: die Grupo del Norte, die Grupo de las Columnas, die Grupo del Arroyo, die Grupo del Adobe beziehungsweise del Calvario und die Grupo del Sur. Nach dem Niedergang von Monte Albán im 9. Jahrhundert gewann Mitla an Bedeutung, erreichte um das Jahr 1200 seine Blütezeit und behielt bis zur spanischen Eroberung seine Vorrangstellung im Tal von Tlacolula.
Auch das historische Zentrum der Stadt Oaxaca bietet einen anderen Schwerpunkt: Es bewahrt prägende Architektur und Gebäude aus einer mehr als vier Jahrhunderte umfassenden Kunst- und Geschichtstradition; insgesamt wurden dort 1.000 historische Denkmäler inventarisiert und erfasst. So lässt sich der lokale Blick auf den alten Ahuehuete und die Überlieferungen von Santa María del Tule gedanklich um archäologische und städtische Geschichte im Bundesstaat ergänzen.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung hilft die Frage, welchen Themenrahmen Sie für Ihren Aufenthalt bevorzugen: den klaren Ortsfokus auf Árbol del Tule, Niño Dormido und Siedlungsgeschichte oder eine breiter angelegte Beschäftigung mit Kulturorten im Bundesstaat Oaxaca.
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