Chihuahua: Höhlenarchitektur, Wasserfälle und Bergbaugeschichte
Unterkünfte in Chihuahua
Chihuahua verbindet außergewöhnliche Höhlenarchitektur mit tiefen Schluchten, Wasserfällen und einer vielschichtigen Geschichte. Die Reise kann zu prähispanischen Wohnanlagen und Museen führen, aber auch zu Waldlandschaften, Aussichtspunkten und Orten, an denen Bergbaugeschichte greifbar wird. Für die Wahl einer Ferienwohnung lohnt es sich, zuerst die Erlebnisse zu ordnen, die Sie interessieren: Die archäologischen Stätten, die Naturziele und die historischen Orte bilden unterschiedliche Schwerpunkte.
Lehmbauten und Höhlensiedlungen
Paquimé ist für seine Lehmbauten und T-förmigen Türen bekannt und wurde 1998 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Das Museo de las Culturas del Norte ergänzt den Blick auf die Stätte mit drei Ausstellungssälen, die jeweils einem Innenhof unterschiedlicher Form zugeordnet sind. So stehen Architektur und ihre räumliche Anordnung im Mittelpunkt – ein interessanter Kontrast zu den Wohnanlagen, die in natürlichen Höhlen entstanden.
Zu Cuarenta Casas gehören 19 Höhlen, die als Wohnstrukturen bekannt sind. Cueva de las Ventanas zeichnet sich durch ihre Größe und strategische Lage aus; dort befindet sich der größte architektonische Komplex. Zum Ort zählen außerdem Cueva de las Ventanas, Cueva del Puente, Cueva del Gato und Cueva de las Ratas. Wer sich für die Form und Anordnung der Anlagen interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Beispiele statt nur eines einzelnen Höhlenraums.
Auch Huapoca umfasst mehrere Komplexe: Cueva Nido del Águila, Cueva de la Serpiente, Cueva del Mirador und La Atalaya. Die Wohnkomplexe sind nahezu unbeschädigt erhalten, weil die Geografie des Ortes den Zugang erschwerte. Es wird angenommen, dass die Siedlungen auf Nord-Süd-Wanderungen von Gruppen der Mogollón-Kultur zurückgehen, die nach und nach große Teile der Sierra de Chihuahua einschließlich des heutigen Gemeindegebiets Madera besiedelten.
Cueva Grande ist eine etwa acht Jahrhunderte alte archäologische Stätte. Sie liegt in einer von einem Wasserfall bedeckten Ecke des Berges und umfasst mindestens neun Räume, die um einen kleinen Platz angeordnet sind. Spuren eines Wachpostens verbinden sie mit dem bedeutenden Ort Huápoca. Eine weitere bemerkenswerte Anlage ist die Cueva de la Olla: Sie bewahrt einen großen gemeinschaftlichen, vasenförmigen Speicher aus verdrehten trockenen Blättern, die mit Lehm bedeckt sind. Die Cueva de la Olla gehört zu einer kleinen archäologischen Gruppe im Valle de las Cuevas, etwa 47 Kilometer südwestlich von Paquimé und der heutigen Ortschaft Casas Grandes.
Schluchten, Wasserfälle und Lebensräume
Die Barranca de Candameña liegt im Parque Nacional Cascada de Basaseachi. Ihre Wasserfälle setzen zwei sehr unterschiedliche Höhenmarken: Piedra Volada misst 453 Meter, Basaseachi 246 Meter. Zu den Attraktionen des Parque Nacional Cascada de Bassaseachic gehören außerdem das Monolith El Gigante sowie die Wasserfälle Basaseachi und Piedra Volada. Der Vergleich macht die Größenordnung der Landschaft greifbar, ohne dass man die beiden Wasserfälle mit denselben Maßen verbinden müsste.
Andere Naturgebiete zeigen eine andere Seite Chihuahuas. Der Parque Nacional Cumbres de Majalca schützt Kiefern- und Eichenwälder, Piñon-Kiefernwälder und Zacatonales. Das Área de Protección de Flora y Fauna Cañón de Santa Elena ist ein grenznahes Schutzgebiet im Bundesstaat Chihuahua; der Cañón zählt zu den Orten mit besonders hoher Konzentration an Steinadlern. Die verschiedenen Landschaften geben Anlass, bei der Reiseplanung zwischen Wald, Schlucht und archäologischen Zielen abzuwägen.
Aktive Tage und historische Orte
Am Cerro Mohinora führt ein interpretativer Weg zum Gipfel. Der Río Urique kann mit Flößen befahren werden, sofern die Teilnehmenden Spezialisten in dieser Sportart sind. In Batopilas gehören Wandern, Campen am Río Batopilas und Vogelbeobachtung zu den möglichen Aktivitäten. Diese Unterschiede helfen bei der Schwerpunktsetzung: Hier steht ein Weg zum Gipfel, dort eine ausdrücklich an Spezialisten gebundene Flussfahrt oder die Kombination aus Wandern, Camping und Naturbeobachtung.
Hidalgo del Parral wird „La Capital del Mundo“ genannt und ist als Ort bekannt, an dem General Francisco Villa ermordet wurde. Das Museo Francisco Villa liegt direkt gegenüber dem Ort, an dem Villa 1923 überfallen wurde, und erzählt von seinem Leben und seinen letzten Momenten. Auch der Bergbau prägt die Geschichte der Stadt. Der Palacio Alvarado gehörte dem Bergbauunternehmer Pedro Alvarado; seine eklektische Architektur und originale Ausstattung stehen für den Luxus des frühen 20. Jahrhunderts. Bei einem Besuch der Mina La Prieta können Gäste in die Ebenen hinabsteigen und die historische Silbergewinnung kennenlernen, die der Region über Jahrhunderte ihren Lebensunterhalt sicherte. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Besuchsinformationen.
Eine Unterkunft ist damit nicht automatisch für alle Ausflüge gleich passend; entscheidend ist, welche Orte Sie tatsächlich einplanen.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Chihuahua, Cerocahuí, Juarez, Creel, Café, Urique, San Juanito, Los Plátanos, El Gallego, Camargo, Juan Aldama, El Divisadero, Meoqui, Mesa Colorada, Las Galeras, Beatriz, Ojinaga, Concepción, Chihuahua, Municipaltiy of Riva Palacio, Parral, Batopilas, Santa Bárbara, Guerrero und Juárez Municipality.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mexiko.