Campeche: Maya-Stätten, Mangroven und Natur
Unterkünfte in Campeche
Campeche verbindet Maya-Architektur, eine historische befestigte Stadt und ausgedehnte Naturgebiete. Für Ihre Reiseplanung stellt sich damit eine inhaltliche Frage: Möchten Sie vor allem archäologische Anlagen kennenlernen, Landschaften und Tierwelt in den Mittelpunkt stellen oder beides verbinden? Calakmul, Chicanná und weitere Maya-Stätten bieten sehr unterschiedliche architektonische Details; die Biosphärenreservate Calakmul und Los Petenes prägen den Naturcharakter des Reiseziels.
Archäologische Anlagen mit eigenständigem Charakter
Die archäologische Zone von Calakmul erstreckt sich über 70 km² und umfasst fünf große Komplexe. Alte Sacbés, also Dammwege, verbinden sie mit der zentralen Großen Plaza. So lässt sich die Anlage nicht nur über einzelne Bauwerke, sondern auch über ihre räumliche Gliederung erschließen. Calakmul ist die Maya-Stadt mit den meisten Stelen; dort sind 120 Stelen dokumentiert. Wer sich für Maya-Geschichte und Monumente interessiert, findet hier mehrere konkrete Aspekte, auf die sich der Blick richten kann.
Chicanná war eine prähispanische Siedlung und ein Vorort von Becán. Einige ihrer wichtigsten Bauwerke waren reich mit großen zoomorphen Darstellungen von Itzamná geschmückt. Bei den Gebäuden II und XX bilden geöffnete Mäuler die Eingänge. Diese ungewöhnliche Gestaltung gibt den Bauwerken ein markantes architektonisches Motiv. In der zentralen Gruppe von Balamkú befindet sich ein modellierter und polychrom bemalter Stuckfries, der als einzigartig im Maya-Gebiet gilt. Balamkú umfasst insgesamt drei architektonische Hauptgruppen.
Auch die weiteren Stätten setzen eigene Schwerpunkte: Santa Rosa Xtampak war 850 Jahre lang eine Maya-Hauptstadt von Los Chenes. Der Palast dort gilt aufgrund seiner Dimensionen und Komplexität als einzigartig. In Hochob bildet ein riesiges zoomorphes Maskenbild des Gottes Itzamná die zentrale Fassade. Edzná wurde zwischen 400 und 1000 zu einer mächtigen regionalen Hauptstadt im westlichen Teil der Halbinsel. Der Templo de los Mascarones enthält modellierte Stuckdarstellungen, die die Sonnengottheit auf ihrem täglichen Weg über den Himmel zeigen.
Naturgebiete und regionale Vielfalt
Calakmul ist auch für seine Tierwelt bemerkenswert: Das Gebiet umfasst mehr als 350 Vogelarten und fast 100 Säugetierarten. Zu den dortigen Arten zählen Jaguare, Pumas, Mittelamerikanische Tapire, Weißbartpekaris, Königsgeier und Ocellated Truthähne. Das archäologische Kulturerbe von Calakmul ist innerhalb des 1989 eingerichteten Biosphärenreservats als Naturschutzgebiet geschützt. Natur und archäologische Geschichte begegnen Ihnen hier also in einem gemeinsamen Schutzgebiet.
Einen anderen Landschaftstyp kennzeichnet die Biosphärenreserve Los Petenes: Sie bildet einen fast 300.000 Hektar großen Küstenfeuchtgebietskorridor mit von Mangroven geprägten Inseln und Inselchen. Wer Naturgebiete und Maya-Architektur gleichermaßen in die Reise einbeziehen möchte, kann diese unterschiedlichen thematischen Schwerpunkte bei der Wahl der besuchten Regionen berücksichtigen.
Die Ruta Natural: Ríos y Lagunas verbindet Ciudad del Carmen mit Palizada und führt durch die Laguna de Términos und den Río Palizada. Sie erstreckt sich über 14 Gemeinden in den Munizipien Carmen und Palizada und bietet Besuchern die Möglichkeit, die natürliche und kulturelle Vielfalt der Region zu erleben. Damit ist sie eine weitere Option für Reisende, die ihre Aufmerksamkeit auf Flüsse, Lagunen und regionale Kultur richten möchten.
Stadtgeschichte und Anreisewege
Die historische befestigte Stadt Campeche unterscheidet sich durch ihren schachbrettartigen Grundriss und den Befestigungsgürtel, der die Stadt umgibt. Dessen Mauern umschließen ein unregelmäßiges Sechseck. Wer neben den Maya-Stätten auch historische Stadtarchitektur einplanen möchte, findet hier einen eigenen Schwerpunkt innerhalb der Reise.
Für die Anreise nach Xpuhil führt der Weg von der Hauptstadt Campeche über die Bundesstraße 180 in Richtung Champotón und anschließend über die Bundesstraße 186. Hochob erreichen Sie von Campeche aus über eine Staatsstraße; nach Chenkó führt ein vier Kilometer langer Abzweig weiter. Diese Wegangaben helfen Ihnen, die genannten Ziele in Ihrer Routenplanung auseinanderzuhalten, ohne die unterschiedlichen Strecken gleichzusetzen.
Weitere Unterregionen von Campeche entdecken Sie hier: Campeche, Chicanná, Ciudad Del Carmen, Robles, Champotón, Seybaplaya, Isla Aguada, Santo Domingo Keste, Escárcega und Tenabo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mexiko.