Kusatsu: Auf den Spuren der Tōkaidō-Poststation
Unterkünfte in Kusatsu
Kusatsu erzählt von einem historischen Verkehrsknotenpunkt: In der Gemeinde trafen und trennten sich bei Kusatsu-juku Tōkaidō und Nakasendō. Als 52. Poststation der Tōkaidō-Gaststättenserie war Kusatsu-juku Teil einer langen Folge von Reiseorten; auf den Straßen sind noch Spuren der früheren Poststation zu erkennen. Wer eine Ferienwohnung in Kusatsu sucht, kann den Ort nach dem eigenen Interesse an Geschichte und Kultur auswählen. Baugeschichte, ein historisches Modell und traditionelle darstellende Kunst eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Thema Reisen in der Edo-Zeit.
Das Honjin und seine Geschichte
Im Kusatsu-juku Honjin wird deutlich, wie genau die frühere Rast- und Übernachtungsfunktion geregelt war. In der Edo-Zeit durften dort nur Daimyō, Hofadlige, Beamte des Shogunats und andere privilegierte Personen übernachten oder rasten. Das Gebäude bewahrt seine historische Gestalt und zählt zu den größten erhaltenen Honjin-Gebäuden Japans. Architektur und Nutzung lassen sich hier zusammen betrachten: Einerseits steht die erhaltene Bauform, andererseits die klar begrenzte Gruppe der damaligen Gäste. Zur Geschichte des Honjin gehört auch die Familie Tanaka Shichizaemon. Er soll 1635 das Amt des Honjin-Vorstehers erhalten haben; seine Familie übte es über Generationen bis zur Abschaffung des Honjin-Systems im Jahr 1870 aus. Damit verbindet das Honjin eine erhaltene Bauform mit einer über Generationen tradierten Amtsgeschichte.
Einblicke und Erlebnisse aus der Edo-Zeit
Eine andere Perspektive bietet das Kusatsu-juku Kaido Exchange Museum. Im zweiten Obergeschoss ist ein Modell im Maßstab 1:200 zu sehen, das Kusatsu-juku in der Edo-Zeit darstellt. Der Maßstab macht die Darstellung anschaulich; einzelne Präsentationen können sich ändern, daher lohnt es sich, vor dem Besuch die aktuellen Ausstellungsdetails zu prüfen. Im Bereich 旅体験コーナー können Besucher traditionelle Reisekleidung anlegen und eine Sänfte tragen, um eine Reise der Edo-Zeit nachzuerleben. Wenn Sie dieses Mitmachangebot einplanen möchten, prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Details zur Durchführung.
Auch das Programm Honjin Rakuzaza findet im Kusatsu-juku Honjin statt: Am ersten Samstag jedes Monats wird traditionelle darstellende Kunst geboten. Es bietet einen anderen Zugang als das Mitmachangebot im Museum: Hier steht die Aufführung im Mittelpunkt, dort das Nachvollziehen einer Edo-Reise durch Kleidung und Sänfte. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Veranstaltungsdetails.
Schrein, Wegweiser und Naturdenkmal
Der Tachiki-Schrein steht am ehemaligen Tōkaidō und blickt auf eine mehr als 1.200-jährige Geschichte zurück. Auf seinem Gelände befindet sich ein steinerner alter Wegweiser. Seine Inschrift nennt November 1680 als Errichtungszeit; er gilt als ältester steinerner alter Wegweiser in der Präfektur Shiga. Ebenfalls auf dem Gelände steht eine Ubajirogashi, ein als Naturdenkmal der Präfektur ausgewiesener Großbaum mit einem geschätzten Alter von 400 Jahren. Geschichte lässt sich hier an verschiedenen Dingen festmachen: an der langen Geschichte des Schreins, an der datierten Inschrift und am alten Baum.
Orientierung während des Aufenthalts
Kusatsu Yume Honjin verfügt über eine Touristeninformation, einen Ruhebereich, einen Tatami-Raum, einen Stillbereich und einen Community-FM-Sender. Ehrenamtliche Fremdenführer sind dort stationiert. Für Familien mit Säuglingen ist der Stillbereich ein konkret hilfreicher Orientierungspunkt; Ruhebereich und Tatami-Raum ergänzen die genannten Einrichtungen. Wer Kusatsu als Reiseziel in Betracht zieht, kann so zwischen historischen Bauwerken, Ausstellungs- und Mitmachangeboten sowie kulturellen Veranstaltungen wählen und die eigenen Interessen in die Planung der Unterkunft einbeziehen.
Weitere Reiseziele entdecken
Takashima, Maibara, Konan, Higashiōmi, Ritto, Hikone, Ōtsu und Ōmihachiman.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Shiga.