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Ogimachi in Shirakawa-go ist Japans größtes Dorfensemble mit Gassho-zukuri-Häusern. Die charakteristischen Gebäude stehen dort in Gruppen und an ihren ursprünglichen Standorten; gemeinsam gehört das Dorf zum UNESCO-Welterbe Historische Dörfer von Shirakawa-go und Gokayama. Wer sich für Architektur und Dorfgeschichte interessiert, findet hier nicht nur einzelne Häuser, sondern ein erhaltenes Ensemble, das den Ort prägt.
Gassho-zukuri: Bauweise und Dorfgeschichte
Die Gassho-zukuri-Häuser in Ogimachi stehen seit dem 19. Jahrhundert. Ihre Balken greifen ineinander, Nägel werden beim Bau nicht verwendet. An der Konstruktion lässt sich eine besondere Bauweise nachvollziehen, während die erhaltenen Häuser zugleich Einblicke in die Geschichte der Region, ihre Architektur und wichtige Wirtschaftszweige Shirakawa-gos geben. Einige dienen als Museen und verbinden so das Gebäude selbst mit den Themen, die darin vermittelt werden.
Ein markantes Beispiel ist das Ogimachi-Wada-Haus. Es ist als nationales wichtiges Kulturgut ausgewiesen und gilt als größtes Haus dieses Stils in Shirakawa-go. Seine Größe und sein geschützter Status machen es zu einem besonderen Bezugspunkt, wenn Sie die Gassho-zukuri-Architektur näher betrachten möchten. Beim Kanda-Haus wird das Alter vorsichtig auf vermutlich mehr als 150 Jahre geschätzt. Im Nagase-Haus sind medizinische Geräte aus der Edo-Zeit, 1603–1867, ausgestellt. Die Häuser setzen damit unterschiedliche Akzente: Hier stehen Bauform und Größe im Mittelpunkt, dort ein geschätztes Alter oder eine historische Sammlung.
Ein Freilichtmuseum und besondere Einblicke
Das Freilichtmuseum Gassho-zukuri Minkaen entstand, indem nicht mehr genutzte Gassho-Häuser aus dem Dorf Shirakawa verlagert und erhalten wurden. Ziel war es, die traditionelle Lebensweise nachzubilden. Zum Museum gehören 25 Gassho-Häuser und ein Furusato-Erlebniszentrum. Die Zahl der Häuser und der eigene Erlebnisbereich geben dem Besuch einen anderen Schwerpunkt als der Blick auf das gewachsene Ensemble in Ogimachi: Im Minkaen steht die bewahrte und nachgebildete Lebensweise im Vordergrund.
Festtradition im Jahreslauf
Das Doburoku-Fest in Shirakawa-go findet jedes Jahr von Ende September bis in den Oktober statt. Es dient dem Gebet für eine reiche Ernte, die Sicherheit der Familien und den Frieden im Dorf. Doburoku wird dabei als ritueller Sake verwendet und den Menschen ausgeschenkt. Das Fest verbindet damit einen klar umrissenen Zeitraum mit den Anliegen, für die gebetet wird. Wenn Sie Ihre Reisezeit auch nach kulturellen Traditionen auswählen, ist dieser jährlich wiederkehrende Anlass ein besonderer Aspekt des Ortslebens.
Aussicht, Anreise und Wahl des Reiseinteresses
Vom Shirayama-Aussichtspunkt können Besucher auf das Gassho-zukuri-Dorf blicken; der Aussichtspunkt ist über einen Aufstieg erreichbar. Der Busbahnhof Shirakawa-go liegt neben der Kreuzung Ogimachi an der Nationalstraße 156, auf der Nordseite des Welterbegebiets. Am 1. Oktober 2016 wurde er als Haltestelle einer öffentlichen Buslinie in Betrieb genommen. Er erleichtert den Zugang zum Wada-Haus und zum Shiroyama-Aussichtspunkt.
Auch die Hakusan-Shirakawa-go-White-Road kann für Ihre Reiseplanung interessant sein: Diese Bergstraße verbindet Shirakawa-go mit dem Kaga-Onsen-Gebiet und bietet Naturlandschaften sowie weite Ausblicke. So stehen unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: das historische Dorfensemble, Museen und Sammlungen, das Doburoku-Fest oder eine landschaftlich geprägte Bergstraße. Für die Wahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses in Shirakawa können Sie zuerst überlegen, welcher dieser Aspekte Ihren Aufenthalt bestimmen soll.
Weitere Orte: Kani, Tarui, Kaizu, Takayama, Yoro, Ōgaki, Hatotani und Yamagata.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Gifu.