Mestrino entdecken: Kirchen, Villen und Flusswege
Unterkünfte in Mestrino
Mestrino verbindet römische Spuren, sakrale Kunst, historische Villen und Wege durch die Landschaft. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Mestrino auswählen, finden Sie hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für kulturelle Entdeckungen, gemeinsame Ausflüge und Tage mit dem Rad oder zu Fuß. Besonders interessant sind die Ortsteile Arlesega und Lissaro sowie das historische Zentrum.
Römische Spuren zwischen Mestrino und Arlesega
Die Strada Mestrina, die heutige SS 11, verläuft auf der Trasse der römischen Straße Patavium–Vicetia. In Arlesega befand sich an der römischen Straße zwischen Padua und Vicenza die römische Straßenstation Statio Ad Finem. Sie bot Reisenden dort historisch Verpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten. Die Verbindung von Verkehrsweg und früher Raststation gibt der Gegend einen klaren historischen Bezug, ohne dass heutige Funktionen daraus abgeleitet werden können.
Auch andere Funde führen weit zurück: Im Gemeindegebiet von Mestrino wurden häufig römische Weinamphoren gefunden. In der Fraktion Lissaro kam außerdem eine neolithische Speerspitze aus rötlichem Feuerstein zutage. 1812 wurde an der Straße nach Vicenza an einem nicht näher bestimmten Ort eine Grabstele aus der römischen Kaiserzeit für C. Acilius gefunden.
Kirchen mit venezianischer und lokaler Kunst
In der Kirche San Bartolomeo stammt der Hauptaltar aus San Francesco della Vigna in Venedig. Sein Paliotto wird Baldassare Longhena zugeschrieben; die Figurengruppe der Verkündigung stammt von Pietro Baratta. An der Decke des Kirchenschiffs befinden sich zwei Ölgemälde auf Holz mit dem Martyrium und der Verherrlichung des heiligen Bartholomäus von Silvio Travaglia und Antonio Soranzo. Die Hospitalkirche Santa Maria del Zocco in Arlesega bestand bereits 1252.
In Lissaro wurde die Pfarrkirche durch einen einschiffigen Neubau nach einem Entwurf des Architekten Antonio Diedo ersetzt und am 27. August 1910 geweiht. Ihr Hauptaltar enthält ein Gemälde der Taufe Jesu von Gerolamo Tessari, auch als del Santo bekannt, aus dem Jahr 1532. Außerdem befindet sich dort ein Altarbild von 1545 mit der thronenden Madonna zwischen den Heiligen Giustina, Petrus, Paulus und Helena, das Stefano dell’Arzere zugeschrieben wird. Die Kirche San Michele Arcangelo wurde 1907 zur eigenständigen Pfarrei; zuvor war sie 1297 der Pieve di Lissaro untergeordnet.
Villen, Gärten und erhaltene Ruinen
Villa Contarini Raffaella ist ein Komplex aus dem 16. Jahrhundert mit Barchessen aus dem 18. Jahrhundert, den Resten eines Stalls aus dem 16. Jahrhundert und einem italienischen Garten. An der Hauptfassade sind Fresken erhalten, die einem Anhänger von Zelotti zugeschrieben werden. Im südöstlichen Winkel des Gartens steht am Ceresone eine Kapelle, die seit 1605 nachweisbar ist. Auf dem Gelände befindet sich außerdem am nördlichen Ende des durch das Anwesen führenden Weges ein Taubenturm.
Villa Maschio ist ein Komplex aus dem 13. Jahrhundert mit einem Turm in einer weitläufigen grünen Umgebung. Von der Burg von Arlesega sind heute nur wenige Ruinen erhalten. Zusammen mit den Kirchen und den archäologischen Funden ergeben sich so mehrere historische Themen, die sich in Mestrino und seinen Ortsteilen direkt an konkreten Bauwerken, Kunstwerken und Fundstücken nachvollziehen lassen.
Landschaft und Wege am Wasser
Der westliche Teil von Mestrino einschließlich Arlesega gehört zum Landschaftsraum Pianura tra Padova e Vicenza; der übrige Teil gehört zum Landschaftsraum Pianura Agropolitana Centrale. Ein ausgestattetes Areal ist Parco Bapi an der Via Calatafimi in Mestrino.
Für aktive Tage bietet der Percorso dell’Asino eine klar beschriebene Orientierung: Er verläuft an den Uferdämmen der Flüsse Ceresone und Tesina und verbindet Arlesega di Mestrino mit Veggiano. Der Weg beginnt in der Via Kennedy in Arlesega und umfasst eine 6-Kilometer- sowie eine 15-Kilometer-Strecke. Außerdem ist der Percorso dell’Asino mit dem Radweg am Bacchiglione verbunden. Die unterschiedlichen Streckenlängen helfen Ihnen, die eigene Planung an der gewünschten Tagesintensität auszurichten.
Tradition, Dorfleben und historische Einkehr
Der Palio dell’Asino di Lissaro ist eine traditionelle Eselinnen-Rennveranstaltung der acht Contraden von Lissaro. Sie findet während des Dorffests zum Patronatsfest des heiligen Johannes des Täufers statt. Nach fünfzehn Jahren erhielt der Palio den Status einer anerkannten regionalen historischen Lokalveranstaltung.
Im historischen Zentrum von Mestrino liegt die Osteria dei fratelli Beggio, eine seltene historische Gaststätte des 17. bis 18. Jahrhunderts. Zu ihr gehören ehemalige Stallungen und weitläufige Portiken, die einst den vorbeiziehenden Reisenden dienten. Für die Wahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses in Mestrino können Sie daher überlegen, ob bei Ihrem Aufenthalt eher Kirchen und historische Bauwerke, die Landschaft von Arlesega, der Weg am Wasser oder das traditionelle Geschehen in Lissaro im Mittelpunkt stehen soll.
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