Carbonia: Archäologie, Bergbaugeschichte und moderne Stadtarchitektur
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Carbonia zwischen Archäologie und Bergbaugeschichte
Carbonia verbindet Archäologie, Bergbaugeschichte und rationalistische Architektur zu einem vielseitigen kulturellen Reiseziel. Der Parco Archeologico del Monte Sirai, das Museo del Carbone, CIAM und die Piazza Roma setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Themen reichen von der vollständig erhaltenen Siedlung auf Monte Sirai über die unterirdische Galerie in Serbariu bis zu Plätzen, Türmen und Kirchen im Stadtbild.
Monte Sirai: Archäologie auf dem Plateau
Im Parco Archeologico del Monte Sirai bewahrt Carbonia eine vollständig erhaltene phönizische und anschließend punische Siedlung ohne Bau- oder Restaurierungsphasen aus späteren historischen Epochen. Der Parco liegt auf einem Plateau, das die Küste des Sulcis sowie den Archipel von Sant’Antioco und San Pietro überblickt. Neben der archäologischen Besichtigung werden Archäologie-Wanderungen sowie pädagogische und animierende Aktivitäten angeboten. Die Archäologie-Wanderungen ergänzen die Besichtigung, während pädagogische und animierende Aktivitäten einen eigenen Schwerpunkt setzen.
Serbariu und die Geschichte der Kohle
In der Lampisteria des Museo del Carbone befindet sich eine Dauerausstellung über die Geschichte der Kohle, des Bergwerks und der Stadt Carbonia. Die unterirdische Galerie zeigt die Entwicklung der in Serbariu von den 1930er-Jahren bis zur Einstellung des Betriebs eingesetzten Techniken des Kohleabbaus. Der Standort des Museo del Carbone in Serbariu wurde für museale und didaktische Zwecke restauriert und umgenutzt. Ausstellung und Galerie setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: auf die Geschichte der Stadt und des Bergwerks sowie auf die Entwicklung konkreter Abbautechniken.
CIAM und rationalistische Stadtarchitektur
CIAM, Carbonia Itinerari di Architettura Moderna, ist ein städtischer Rundgang, der Carbonia in ein weitläufiges Freilichtmuseum verwandelt und charakteristische, mit der Gründung der Stadt verbundene Gebäude miteinander verknüpft. Dabei steht nicht nur ein einzelnes Bauwerk, sondern das Stadtbild als zusammenhängender Rundgang im Vordergrund.
Die Torre Civica trägt auch die Bezeichnung Torre Littoria, ist 28 Meter hoch und hat fünf Stockwerke. Die Piazza Roma ist ein typisches Beispiel rationalistischer Architektur und gilt als soziales Zentrum der Stadt Carbonia.
Kirche und Museen mit unterschiedlichen Perspektiven
Die Chiesa di San Ponziano wurde 1938 eingeweiht und von Valle und Guidi entworfen. Ihre rechteckige Fassade besteht aus Granit; der obere Abschnitt ist aus rotem Vulkanit gestaltet.
Das Museo Archeologico Villa Sulcis verwendet eine besonders didaktisch ausgerichtete Ausstellung. Funde werden durch die Rekonstruktion ihres Fundzusammenhangs oder der Umgebung erklärt, in der sie verwendet wurden. Das Museo PaleoAmbienti Sulcitani E. A. Martel bietet Schulen verschiedene pädagogische Workshops an, in denen Schülerinnen und Schüler eine kurze praktische Erfahrung in der Höhlenforschung sammeln können.
Sa Grutta und die Nekropole von Cannas di Sotto
Der Parco Urbano „Sa Grutta“ mit der Ipogäischen Nekropole von Cannas di Sotto ist über einen überdachten, erhöhten Steg erschlossen. Die Erschließung verbindet hier Parkanlage und Nekropole.
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