Die Lombardei verbindet große Naturräume mit industriellem Erbe, Renaissance-Stadtplanung, regionaler Küche und unterschiedlichen Formen des Radfahrens. Ihre Besonderheiten zeigen sich dabei nicht in einem einzigen Landschaftsbild, sondern in einer Folge klar unterscheidbarer Themen: von den Hochgebirgsräumen der Adamello-Gruppe und des Stilfserjochs bis zu historischen Anlagen, Weinlandschaften und Städten mit bedeutender Baugeschichte.
Natur
Auf der lombardischen Seite der Adamello-Gruppe umfasst der Parco dell’Adamello 51.000 Hektar. Zu diesem Park gehört ein Wegenetz von fast 1.000 Kilometern. Die Adamello-Gruppe beherbergt außerdem den größten Gletscher Italiens, dessen Fläche derzeit auf etwa 18 Quadratkilometer geschätzt wird. Durch nahezu den gesamten Parco dell’Adamello verläuft die Alta Via dell’Adamello, Weg Nummer 1, auf etwa 50 Kilometern.
Ein weiterer alpiner Raum ist der lombardische Sektor des Parco Nazionale dello Stelvio. Er bietet Besucherinnen und Besuchern Aktivitäten, Ausflüge, Workshops und Veranstaltungen. Diese Aktivitäten finden das ganze Jahr über an repräsentativen Orten auf der Valtellina- und der Brescia-Seite des Parks statt. Bei den Besuchserlebnissen stehen die alpine Biodiversität und die Beziehungen zwischen Mensch und Natur im Mittelpunkt.
Die Val Camonica, auch Valcamonica oder Valle Camonica genannt, erstreckt sich über etwa 90 Kilometer zwischen der Provinz Brescia und der Provinz Bergamo, verläuft am Lago d’Iseo entlang und endet an den Pässen Tonale, Aprica und Gavia.
Kultur und Geschichte
Crespi d’Adda ist ein herausragendes Beispiel für die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Europa und Nordamerika errichteten Werkssiedlungen. Der Ort wurde gegründet, um die Arbeiter einer Textilfabrik unterzubringen. Fabriken, Wohnhäuser und Dienstleistungen sind als Bestandteile seines industriellen Stadtbilds bewahrt.
Im Bereich der Stadtplanung der Renaissance stehen Mantua und Sabbioneta für zwei Aspekte dieser Epoche. Sabbioneta weist ein Raster aus Straßen auf; seine Befestigungsmauern, öffentlichen Räume und Denkmäler machen die Stadt zu einem der besten Beispiele für in Europa errichtete Idealstädte. Zum Welterbe „Mantua and Sabbioneta“ gehören zahlreiche historische Gebäude, darunter eine Rotunde aus dem 11. Jahrhundert und ein Barocktheater.
Das UNESCO-Welterbe Sacri Monti beziehungsweise „Sacred Mountains of Piedmont and Lombardy“ umfasst neun voneinander getrennte Anlagen in den Bergen Norditaliens. Auch das Monastero di San Pietro in Lamosa gehört zu den kulturellen Anknüpfungspunkten der Region und besitzt bedeutende Fresken.
Kulinarik
Franciacorta ist mit traditionellen Gerichten, renommierten Weinen und speziellen Routen für Kulinarik und Wein verbunden. Franciacorta-Millesimati-Weine werden erst nach einer Reifezeit von mindestens 37 Monaten auf den Markt gebracht. Eine traditionelle Fleischzubereitung der Region ist Manzo all’olio di Rovato; sie wird auf einem Bett aus Polenta serviert.
Auch die Wege durch die Weinberge gehören zum Bild der Franciacorta: Dort gibt es Radwanderwege sowie Trekking- und Nordic-Walking-Pfade. Die Verbindung aus traditionellen Gerichten, Weinen und speziellen Routen für Kulinarik und Wein tritt damit neben die historischen und alpinen Themen der Lombardei.
Radfahren
In der Lombardei gibt es flache Radwege für Familien sowie Touren mit E-Bike oder Gravel-Bike und technisch anspruchsvollere Strecken für Straßenrad- und MTB-Fans. Damit reicht das beschriebene Streckenangebot von flachen Wegen bis zu technisch anspruchsvolleren Routen und umfasst zugleich verschiedene Fahrradtypen.
Regionale Einordnung
Die direkten Teilziele innerhalb der Lombardei: Bergamo, Brescia, Como, Cremona, Lecco, Lodi, Mantua, Mailand, Monza Und Brianza, Pavia, Sondrio, Varese.