Ferienwohnung in Pavona: Geschichte am Lacus Turni entdecken

File:Pavona-Laghetto Castel Gandolfo.jpg File:Pavona-Laghetto Castel Gandolfo.jpg Foto: Deblu68 via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Pavona verbindet antike Ortsbezüge mit mittelalterlicher Geschichte, Baugeschichte, Ernährungsbildung und Eisenbahnkunst.

Lacus Turni und die antiken Bezüge

Die antiken Ursprünge Pavonas sind mit dem Lacus Turni, dem heutigen „laghetto“, verbunden. Der Lacus Turni heißt auch Lacus Iuturnae. 1611 wurde der Lacus Turni im Gebiet von Pavona von Papst Paul V. teilweise trockengelegt. Der Gewässername gehört zur antiken Ortsgeschichte, während die Trockenlegung einen klar datierten Eingriff der frühen Neuzeit bezeichnet. Für Kulturinteressierte verbindet dieser Ort eine antike Bezeichnung mit einem konkreten historischen Datum.

Apiolae und mittelalterliche Spuren

Auf dem nahe gelegenen Monte Savello lag in archaischer Zeit die latinische Stadt Apiolae. Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. wurde Apiolae vom König von Rom, Tarquinius Priscus, zerstört. An der Stelle, an der Apiolae gelegen hatte, entstand die frühmittelalterliche Domusculta Sulpiciana. Um das 13. Jahrhundert wurde sie zu einem Lehen der Savelli. Als Lehnsherren errichteten sie dort ihre Festung, die später als „Corte Savella“ in Rom bekannt war. Eine weitere bedeutende Domusculta im Gebiet von Pavona war S. Eufemia; später hieß sie S. Fumia. Die Abfolge verbindet am Monte Savello eine archaische Stadtgeschichte mit der Entwicklung der Domusculta Sulpiciana und der späteren Herrschaft der Savelli.

Villen und Paläste

Villa Contarini war ursprünglich ein Kloster und wurde später Eigentum der Gemeinde Albano Laziale. In der Umgebung von Pavona liegt außerdem der Palazzo Colonna. Bei Villa Contarini tritt ein Wechsel vom Kloster zum kommunalen Eigentum hervor. Der Palazzo Colonna ergänzt die Baugeschichte um einen Palast in der Umgebung von Pavona. So stehen innerhalb der Baugeschichte Pavonas ein ehemaliges Kloster mit späterem kommunalem Eigentum und ein Palast im regionalen Umfeld nebeneinander.

ColtiVendo und Ernährungsbildung

Der Bauernmarkt Mercato Contadino dei Castelli Romani „ColtiVendo“ in Pavona veranstaltet häufig Workshops zur Ernährungsbildung. Neben den historischen Ortsbezügen und den Bauwerken setzt ColtiVendo einen eigenen Schwerpunkt auf Ernährungsbildung. Der Markt erweitert die Themen von Lacus Turni, Apiolae, Villa Contarini und Palazzo Colonna um einen konkreten Bezug zur Ernährung.

Bahnhof und Kunstbezug zur Eisenbahn

Der Bahnhof Pavona verfügt insgesamt über zwei Gleise für den Personenverkehr. An einem ehemaligen Umkleidegebäude des Arbeitsbereichs der Eisenbahn stellte der Künstler Krayon Tiere dar. Der Bahnhof und das ehemalige Gebäude bringen zwei unterschiedliche Eisenbahnbezüge zusammen: die Gleise für den Personenverkehr und die Tierdarstellungen an einem früheren Arbeitsbereich. Der Kunstbezug bleibt dabei ausdrücklich an das ehemalige Umkleidegebäude des Eisenbahnbereichs gebunden. Für Kulturinteressierte kommt damit neben Orts- und Baugeschichte ein konkreter Kunstbezug zur Eisenbahn hinzu.

Weitere Orte zur regionalen Orientierung: Lariano, Monterotondo, Fregene, Ottavia, Fiano Romano, Montelibretti, Torrimpietra und Prima Porta.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rom.

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