Vallecorsa – Olivenlandschaft, Kirchen und lebendige Traditionen
Unterkünfte in Vallecorsa
Vallecorsa verbindet eine geschichtsträchtige Kulturlandschaft mit Kirchen, Ruinen und Festen, die den Ort auf unterschiedliche Weise erlebbar machen. In den Hügeln des Parco Naturale Regionale dei Monti Ausoni e Lago di Fondi liegen Olivenhaine auf Terrassen aus Trockenmauern, die örtlich „macére“ genannt werden. Für eine Reise mit Interesse an Landschaft und regionaler Geschichte ist diese besondere Form der Kulturlandschaft ein prägendes Thema.
Olivenhaine und Geschichte der macére
Die macére sind durch Statuten belegt, die die Familie Caetani im Jahr 1327 verliehen hat. Die Olivenlandschaft von Vallecorsa war außerdem die erste Olivenlandschaft, die in das Nationale Register der ländlichen Landschaften des Mipaaf aufgenommen wurde.
Kirchen, Museum und historische Spuren
Mehrere Kirchen geben Vallecorsa ein vielschichtiges kulturelles Profil. Die Chiesa di San Michele Arcangelo hat trotz verschiedener Umbauten und Neuerungen ihren ursprünglichen gotischen Stil bewahrt. Die Chiesa di San Martino stammt aus der Zeit um 1000 bis 1100 und ist eine dreischiffige romanische Kirche mit Steinsäulen und Steinarkaden. In Vallecorsa befinden sich außerdem die antike Chiesa di Sant’Antonio Abate gotischen Ursprungs sowie erhaltene mittelalterliche Mauer- und Turmreste.
Die Casa Museo di Maria De Mattias widmet sich dem Leben und Werk der ersten Heiligen der Ciociaria, die 2003 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen wurde. In der Chiesa Matrice di San Martino erschien zu Beginn des 15. Jahrhunderts während des Abendländischen Schismas ein als wundertätig bezeichneter Fresko der Jungfrau Maria. Die Kirche wird mit dem Santuario Madonna della Sanità in Verbindung gebracht. Auch die Chiesa di Santa Maria delle Grazie trägt eine besondere Geschichte: Sie war ein Drehort des Films „La Ciociara“, an ihr befinden sich zudem die Nischen des Kreuzwegs, der von San Leonardo da Porto Maurizio geschaffen wurde.
Ruinen, Wege und Pozzi della Prata
Die Ruinen von Acquaviva bewahren die Überreste einer antiken befestigten Siedlung aus dem 11. Jahrhundert n. Chr. Ein leichter Rundweg führt zu den Ruinen. Nach etwa 1 km entlang der Zufahrt beginnt ein Fußweg dorthin. Berücksichtigen Sie diese Angaben bei Ihrer Tagesplanung, wenn Sie historische Spuren gern mit einer Wegstrecke verbinden. Beim Verlassen des Ortes können Sie außerdem die Pozzi della Prata besichtigen. Sie bilden ein historisch-ökologisches Erbe von großem Wert für die Gemeinschaft von Vallecorsa.
Feste mit eigener Tradition
Die Festa della Pupètta zu Ehren des Evangelisten Markus findet am 25. April statt. Kinder tragen dabei in einer Prozession ihre Brotpuppen, die „pupètta“, mit. In der letzten Augustwoche findet das Palio delle Quattro Porte zu Ehren der Gräfin Jacobella Cajetani statt. Die vier nach den Toren Nova, De Suso, De Missore und Sant’Angelo benannten Contraden treten in Spielen wie Tauziehen, Sacklauf, „Corsa cu ju cuncouno“, „Corsa cu ju circhio“, „Votte“, „Méila“, Gänsespiel und Musical gegeneinander an. Dabei geht es um das Banner zu Ehren der Gräfin von Fondi, die in Vallecorsa lebte.
Die passende Unterkunft für Ihre Reiseplanung
Eine Ferienwohnung in Vallecorsa passt besonders dann als Überlegung, wenn Sie den Ort selbst, seine Kirchen, die Casa Museo und die historische Landschaft in den Mittelpunkt stellen möchten. Für die Anreise ist der Bahnhof Castro-Pofi-Vallecorsa ein wichtiger Orientierungspunkt: Er liegt in Madonna Del Piano (Castro Dei Volsci), 10 km von Vallecorsa entfernt, und ist mit dem Bus gut erreichbar. Für weitere Ziele in derselben Region können Sie auch Roselli, Veroli, Pico, Picinisco, Vallommari, Posta Fibreno, Collepardo und Cassino in Ihre Recherche einbeziehen.
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