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Ferentino – antike Mauern, Kirchen und Erinnerungsorte

Unterkünfte in Ferentino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ferentino verbindet eindrucksvolle Zeugnisse der Antike mit mittelalterlichen Kirchen, religiösen Erinnerungsorten und einer traditionsreichen Festkultur. Besonders prägend sind die polygonalen Mauern: Der Mauerring ist etwa 2,4 Kilometer lang und bewahrt Bauphasen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem Mittelalter. Wer für den Urlaub eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus in Ferentino sucht, findet damit einen Ort, an dem sich Geschichte nicht auf ein einzelnes Gebäude beschränkt, sondern in unterschiedlichen Epochen sichtbar wird.

Akropolis und römische Spuren

Auf der Akropolis liegt der Avancorpo, eine etwa 170 mal 80 Meter große Terrasse, die von polygonalem Mauerwerk eingefasst ist. Er gehört zu einem römischen Bauprojekt aus der Zeit Sullas, das ungefähr auf die Jahre 100 bis 80 v. Chr. datiert wird. Eine weitere Besonderheit ist der Kryptopórtikus der Akropolis. Der vierarmige Korridor besitzt Tonnengewölbe aus Beton und umschließt einen zentralen Raum mit drei Zimmern. Dort beherbergt die Dauerausstellung „Il Valore della Memoria“ einen Ort, an dem sich antike Architektur und Erinnerungskultur verbinden.

Auch der überdachte Römische Markt erzählt von der römischen Vergangenheit. Er wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet und besteht aus einem großen länglichen Raum mit fünf quadratischen, zu ihm geöffneten Läden. Das Römische Theater stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Ergänzt wird das historische Bild durch das Testamento di Aulo Quintilio Prisco, ein im 2. Jahrhundert n. Chr. in den gewachsenen Fels eingemeißeltes Dokument. Für Familien mit unterschiedlich großen Kindern bieten solche Stationen Anknüpfungspunkte für ganz verschiedene Formen des Entdeckens: von markanten Mauern und Räumen bis zu kleinen Details in Stein und Bauwerk.

Kirchen, Klöster und Kunst

Die Kathedrale Santi Giovanni e Paolo steht auf der Akropolis und wurde 1108 geweiht. Die Abbazia di Santa Maria Maggiore war die erste Kathedrale von Ferentino. Als gotisch-zisterziensische Kirche besitzt sie einen rechteckigen Grundriss mit drei Schiffen und Mauern aus behauenem Travertin aus Ferentino. Im Bischofspalast zeigt das Diözesanmuseum Werke aus mehreren Sakralbauten der Umgebung. Zu den Sammlungen gehören Bischofsporträts, Archivdokumente, Karten, abgenommene Fresken sowie Gemälde, die Cavalier D'Arpino zugeschrieben werden.

Weitere religiöse Zeugnisse eröffnen unterschiedliche historische Zugänge. Das Kloster Sant’Antonio bewahrt mittelalterliche Wandmalereien mit Heiligenfiguren aus der Schule Pietro Cavallinis. Das heutige Kloster Santa Chiara wurde am 12. Oktober 1760 geweiht; die zugehörige Kirche besitzt einen elliptischen Innenraum und bewahrt die Reliquie des Herzens von San Pietro Celestino. Der Palazzo Innocenzo III. wurde ungefähr im 11. Jahrhundert errichtet. In seinem Hof steht ein Pfeiler, auf dem einst eine Laterne zur nächtlichen Beleuchtung des Außenbereichs stand.

Auch kleinere Sakralbauten tragen zur Vielfalt bei: San Pancrazio entstand vor 1066 und besitzt im Außenbereich einen Brunnen sowie eine alte Zugangstreppe. In San Valentino werden eine 1298 von Andreotto Pisano geschaffene Glocke und Fresken aus dem 16. Jahrhundert aufbewahrt, die aus der ehemaligen Kirche Sant’Andrea abgenommen wurden. Sant’Ippolito wurde 1780 mit einem einzigen Kirchenschiff errichtet. In Santa Lucia, einer frühchristlichen Kirche, die ungefähr im 9. Jahrhundert auf den Resten römischer Wohnhäuser oder Thermen entstand, befindet sich ein Fresko von 1585 mit der Heiligen Lucia und einer Lilie.

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Erinnerung, Natur und regionale Tradition

Die Casa della Memoria ist ein Gedenkweg zwischen den Überresten eines im Zweiten Weltkrieg bombardierten Gebäudes. Der Weg wurde am 25. April 2003 eingeweiht. Ein anderes Bild vermittelt die Porta San Francesco mit ihrem Turm; sie trägt ihren Namen nach der angrenzenden Kirche San Francesco aus dem 13. Jahrhundert. Die romanische Krypta beziehungsweise das Oratorium der Heiligen Filippo und Giacomo ist gut erhalten.

Ferentino gehört außerdem zu den Gemeinden des Regionalen Naturschutzgebiets Lago di Canterno. Wer neben Kultur auch Natur einplanen möchte, kann diesen Landschaftsbezug bei der Wahl seiner Unterkunft berücksichtigen. Die historischen Gewässer von Terme Pompeo waren bereits in römischer Zeit für ihre therapeutischen Eigenschaften bekannt. Die Anlage wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erweitert und bot warme und kalte Bäder, medizinische Betreuung, Duschen und ein Thermalbecken.

Ein besonderer Termin im Jahreslauf ist das Patronatsfest des heiligen Ambrosius am 30. April und 1. Mai. Gefeiert wird mit kulturellen, musikalischen, künstlerischen und folkloristischen Veranstaltungen. So lässt sich Ferentino je nach Reisezeit als Ziel für antike Geschichte, sakrale Kunst, Erinnerungskultur, Natur oder regionale Tradition entdecken.

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Weitere Ziele für Ihre Reiseplanung

Wenn Sie neben Ferentino weitere Orte vergleichen möchten, können Sie auch Fumone, Palombo, Pontecorvo, Pastena, Filettino, Roccasecca, Pico und Montattico in Ihre Suche einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Frosinone.