Paestum: Tempel, Museum und römische Geschichte
Unterkünfte in Paestum
Paestum verbindet griechische Tempel, römische Bauwerke und außergewöhnliche Zeugnisse der antiken Stadtgeschichte. Die archäologische Stätte erstreckt sich über ungefähr 27 Hektar und bewahrt drei große dorische Tempel. Wer eine Reise nach Paestum plant, kann hier monumentale Architektur mit Museumsbesuchen und besonderen archäologischen Details verbinden.
Drei dorische Tempel und die Stadt Poseidonia
Besonders eindrucksvoll ist der Tempel von Neptun. Sein Bau wurde etwa 460 v. Chr. vollendet; der Peristyl besitzt 6 mal 14 dorische Säulen. Die Basilica ist der älteste steinerne Tempel in Poseidonia und eröffnet damit einen Blick auf die frühe Entwicklung der Stadt. Der Tempel der Athena wurde etwa 500 v. Chr. auf einem kleinen künstlichen Hügel errichtet, der einer Akropolis nachempfunden war.
Auch das Ekklesiasterion macht deutlich, dass Paestum nicht nur aus einzelnen Heiligtümern bestand. Das Gebäude wurde etwa 470 v. Chr. für Bürgerversammlungen errichtet. So lässt sich bei der Beschäftigung mit dem Gelände nachvollziehen, wie religiöse, politische und öffentliche Bereiche in der antiken Stadt zusammenwirkten, ohne die einzelnen Bauwerke zu einer heute nicht belegten Weg- oder Besuchsfolge zu verbinden.
Archäologische Entdeckungen vom Heroon bis zu den Thermen
Zu den markanten Zeugnissen gehört außerdem das Heroon, ein Kenotaph, der zu Ehren des Gründers der Stadt errichtet wurde. Das Amphitheater von Paestum wurde für Gladiatorenspiele und Venationes konzipiert. Bei diesen Veranstaltungen wurde die Jagd auf wilde Tiere dargestellt. Die römische Thermenanlage ergänzt das Bild um einen weiteren Aspekt des öffentlichen Lebens: Sie umfasste ein Frigidarium für kalte Bäder, ein Tepidarium für warme Bäder und ein Caldarium für das Eintauchen in heißes Wasser.
Ein ungewöhnlicher Kontrast zur antiken Architektur ist Il Cavallo di Sabbia von Mimmo Paladino. Die Skulptur ist etwa vier Meter hoch und mit Sand aus Paestum bedeckt. Zusammen mit den historischen Bauwerken zeigt sie, dass Paestum auch durch die Verbindung von Archäologie und späterer künstlerischer Auseinandersetzung interessant bleibt.
Museum und besondere Zeugnisse
Die Tomba del Tuffatore ist das einzige bekannte Grabmal aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. in der griechischen Welt, das mit figürlichen Szenen ausgemalt ist. Im Bereich „Oltre il museo“ des Archäologischen Nationalmuseums von Paestum können Besucher die archäologischen Depots täglich in Begleitung des Museumspersonals besichtigen. Dieser Museumsbereich bietet damit eine eigene Perspektive auf die Fundstücke und ergänzt die Betrachtung der Bauwerke auf dem Gelände.
Anreise und Wahl der Unterkunft
Für die Anreise mit dem Auto gibt es eine konkrete Orientierung: Von der Autobahnausfahrt Battipaglia der A3 führt die SS 18 in südlicher Richtung über ungefähr 20 Kilometer zur ersten Station der kommunalen Route in Paestum. Bei der Suche nach einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus können Sie deshalb zunächst überlegen, ob Ihre Reise vor allem den Tempeln, dem Museum, den römischen Anlagen oder einer Mischung dieser Themen gewidmet sein soll. So wird die Unterkunftsentscheidung an den eigenen Reiseplan und nicht an allgemeine Erwartungen geknüpft.
Die archäologische Stätte von Paestum ist Bestandteil des UNESCO-Welterbes „Cilento and Vallo di Diano National Park with the Archeological Sites of Paestum and Velia, and the Certosa di Padula“. Für eine Reise mit mehreren Interessen bietet Paestum damit einen klaren kulturellen Schwerpunkt: Auf engem thematischem Zusammenhang stehen dorische Tempel, Stadtgeschichte, römische Bäder, Museumssammlungen und zeitgenössische Kunst.
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