Bellona: Kirchen, antike Spuren und Erinnerungsorte im Volturno-Gebiet
Unterkünfte in Bellona
Bellona liegt am nordöstlichen Rand der Ebene des Volturno, dort, wo die ersten Hangausläufer des Massivs Monte Maggiore beginnen. Wer eine Reise mit Kultur, Landschaft und geschichtlichen Entdeckungen verbinden möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte: sichtbare Befestigungsreste auf einer Anhöhe, historische Kirchen und Kapellen, Erinnerungsorte sowie Spuren antiker Verkehrswege. Für die Wahl einer Ferienwohnung in Bellona kann deshalb der gewünschte Schwerpunkt der Reise eine gute Orientierung geben.
Antike Spuren zwischen Ebene und Hängen
Auf dem Monte Grande nördlich der Ortschaft sind polygonale Befestigungsreste aus dem 4.–3. Jahrhundert v. Chr. sichtbar. Ihr Umfang beträgt etwa 400 Meter. Der Ort macht die ältere Geschichte Bellonas an einem konkreten Landschaftspunkt erfahrbar, ohne dass die Reise auf ein einzelnes Museum oder eine geschlossene Ausstellung angewiesen ist.
Auch bei den Camarelle delle Fate am Fuß des Hügels S. Croce nordöstlich von Bellona liegen historische Zeugnisse: Dort befinden sich die Reste einer großen ländlichen Villa aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., die auf drei Ebenen angelegt war. Im Flussbett des Volturno nahe der heutigen Brücke liegen außerdem Fragmente der antiken Ponte Annibale in einem kleinen archäologisch geschützten Bereich. Die Ponte Rotto wiederum verband das alte Capua mit der Via Latina und wurde um 560 n. Chr. von Kaiser Justinian wiederaufgebaut.
Kirchen, Kapellen und religiöse Traditionen
Der wichtigste katholische Sakralbau Bellonas ist die Chiesa Arcipretale di San Secondino Vescovo e Confessore. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahr 1473 und wurde aus einer früheren romanischen Kirche mit lateinischem Kreuzgrundriss erweitert. Nach mehreren Umbauten erhielt es 1821 seine heutige Gestalt. Besonders markant ist die achteckige Kuppel aus dem 15. Jahrhundert mit einem Durchmesser von etwa 15 Metern; 1830 wurde sie von der Gemeinde restauriert. In der Kirche werden etwa zwanzig Statuen aufbewahrt, die überwiegend aus dem 18. bis 20. Jahrhundert stammen.
Zur religiösen Geschichte des Ortes gehört auch die Statue Maria SS. di Gerusalemme. Sie wurde erstmals 1806 geschaffen und 1810 endgültig nach Bellona gebracht. Der zugehörige Kult war ursprünglich auf eine Kapelle am Monte Rageto ausgerichtet. Dort befand sich ein 1419 von Priamo Marra aus Bellona in Auftrag gegebenes Fresko mit Madonna und Kind. Die Kapelle Sancta Jerusalem am Monte Rageto wurde von Riccardo II., Fürst von Capua, am Ende des Kreuzzugs zur Rückeroberung Jerusalems errichtet.
In der Cappellina Santella wird ein altes Gemälde der Madonna delle Grazie aufbewahrt, der die Kapelle gewidmet ist. Für den Gottesdienst wurde die Cappellina Santella 1870 geöffnet. Die Feierlichkeiten zu Maria SS. di Gerusalemme finden in der Osterzeit statt; ihr zentraler Tag ist der Martedì in Albis. Das jährliche Fest Maria SS. delle Grazie in Bellona wird vom 29. Juni bis zum 2. Juli gefeiert.
Erinnerungsorte mit besonderem Gewicht
Das Mausoleo Ossario dei 54 martiri erinnert an die Opfer des Massakers von Bellona am 7. Oktober 1943. Es wurde am 7. Oktober 1968 auf dem Gelände des ehemaligen Tuffsteinbruchs eingeweiht, in dem die Opfer getötet wurden. Das Ossuarium ist über eine Treppe bis in eine bestimmte Tiefe des ehemaligen Steinbruchs erreichbar; Marmortafeln nennen die Namen der Gefallenen. Im Zusammenhang mit diesem Ereignis steht auch die Cappella di San Michele Arcangelo. Sie weist keine architektonischen Barrieren auf und ist damit auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Bellona als Ausgangspunkt für die Reiseplanung
Eine nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Brücke am Standort der Ponte Annibale verbindet Bellona heute mit Sant’Angelo in Formis, Capua und Santa Maria Capua Vetere. Bei der Suche nach einer Unterkunft können Sie daher überlegen, ob Sie den Schwerpunkt auf Bellonas Sakralbauten und Erinnerungsorte, auf antike Spuren in der Landschaft oder auf die verbundenen Ziele legen möchten. Auch Triflisco, ein Ortsteil von Bellona, erweitert das geschichtliche Bild: Seine Quellen wurden unter Fulvius Flaccus zu römischen Thermen ausgebaut; wegen der als wohltuend geltenden Wasser errichteten die Römer dort mehrere Villen am Hügel.
Wenn Sie neben Bellona weitere Orte prüfen möchten, finden Sie hier eine kompakte Orientierung: Casagiove, Piedimonte Matese, Pietramelara, Maddaloni, Piccilli, Vitulazio, Caiazzo, San Castrese.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Caserta.