Bucciano: Wandern und Kultur am Taburno
Unterkünfte in Bucciano
Bucciano verbindet die Landschaft des Monte Taburno mit einer ungewöhnlich dichten Kulturgeschichte. Der nördliche Teil der Gemeinde ist von dichten Wäldern geprägt, zugleich führen historische Spuren von den Quellen des Fizzo über den Carolino-Aquädukt bis zu Kirchen, Grotten und Wallfahrtszielen. Wer eine Ferienwohnung in Bucciano sucht, kann den Aufenthalt deshalb je nach Interesse mit Wanderungen, Baugeschichte oder ruhigen Entdeckungen im Gemeindegebiet gestalten.
Wald und Wanderwege am Monte Taburno
Bucciano gehört zu den Gemeinden des Parco Regionale del Taburno-Camposauro. Für Spaziergänge und Wanderungen in der Taburno-Staatsforstlandschaft liegt im Gemeindegebiet der Ausgangspunkt Porca Prena. Außerdem beginnt in Bucciano die Etappe SI S16 des Sentiero Italia CAI mit einem Anstieg in Richtung Monte Taburno. Diese beiden Hinweise machen unterschiedliche Tagesplanungen möglich: Sie können einen Waldaufenthalt rund um einen Ausgangspunkt angehen oder eine Etappe des bekannten Fernwanderwegs in den Mittelpunkt stellen.
Eine weitere Verbindung von Natur und Geschichte bietet die Grotta di San Simeone. Wanderwege im Taburno-Wald führen mit einem kleinen Abstecher zu dieser Höhle. Dort befindet sich ein gut erhaltenes Fresko des heiligen Simeon aus dem Jahr 1601. Zudem wird angenommen, dass die Grotta di San Simeone seit dem frühen Mittelalter von den ersten Bewohnern des antiken Bucciano als Kultstätte genutzt wurde. Für Familien, die gern Bewegung und kleine historische Entdeckungen verbinden, entsteht so ein Ausflug mit zwei verschiedenen Schwerpunkten, ohne dass beide Interessen getrennt geplant werden müssen.
Wasserbau und historische Bauwerke
Etwa 1 km von Bucciano entfernt liegt an der Straße nach Montesarchio die Quelle des Fizzo. Sie gehört zu den Quellen, die zur Speisung des Carolino-Aquädukts gefasst wurden. Der Aquädukt entnimmt Wasser aus den Fizzo-Quellen im Gebiet von Bucciano und führt es über eine größtenteils unterirdische, 38 Kilometer lange Trasse weiter. Luigi Vanvitelli entwarf die Anlage; 1762 wurde sie fertiggestellt, die Einweihung fand am 7. Mai 1762 statt. Seit 1997 gehört der Carolino-Aquädukt zum UNESCO-Welterbe.
Zur Baugeschichte zählt auch die Ponte Nuovo. Sie ist die erste von drei Brücken des Carolino-Aquädukts und wurde an der Grenze zwischen Moiano und Bucciano errichtet. Wer sich für Ingenieurgeschichte interessiert, findet in Bucciano damit ein Thema, das Landschaft, Wasserwirtschaft und Architektur miteinander verbindet.
Kirchen, Grotten und religiöse Geschichte
Das Santuario di Maria SS. del Taburno entstand zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert an den Hängen des Monte Taburno auf 544 m Höhe. Es wurde 1498 mit Unterstützung des Herzogs von Airola, Carlo Carafa, errichtet. Ein weiteres Wallfahrtsziel ist das Santuario di Santa Maria a Monte Taburno, das die Einwohner von Bucciano traditionell am Sonntag nach Ostern besuchen.
In Pastorano stammt die Chiesa dell’Immacolata, ursprünglich als Chiesa di San Giovanni Battista bekannt, aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie gilt als wichtigstes religiöses Denkmal des Ortsteils. In ihren Katakomben wurden vor dem Erlass von Saint-Cloud vom 12. Juni 1804 Verstorbene beigesetzt. Der Ursprung und die Gründung des nahe gelegenen Santuario della Madonna del Taburno werden der Grotta della Madonna di Pastorano zugeschrieben.
Zum kulturellen Bild gehört außerdem das Museo Giovanni Paolo II des Santuario della Madonna del Taburno. Dort wird ein Ölgemälde mit einer alten Darstellung der Madonna del Taburno von Bucciano ausgestellt, das wahrscheinlich auf das Ende des 18. oder den Beginn des 19. Jahrhunderts datiert wird. Auch die Chiesa di San Giovanni Battista, die zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert erbaut wurde, ergänzt die religiöse Architektur des Ortes.
Bucciano als passende Basis auswählen
Bei der Wahl einer Unterkunft können Sie sich an der gewünschten Mischung orientieren: Der Wald, Porca Prena und der Anstieg des Sentiero Italia CAI sprechen für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Bewegung. Die Aquäduktgeschichte, Kirchen, Grotten und das Museum setzen andere Akzente und eignen sich als Themen für kulturelle Ausflüge. Eine lokale Tradition ist die Sagra dei „cazzarielli“, die in Bucciano zehn Jahre lang als Teil von Initiativen zur Hervorhebung der örtlichen bäuerlichen Traditionen organisiert wurde. So lässt sich die Reiseplanung nicht nur nach Aktivitäten, sondern auch nach regionaler Geschichte und Alltagskultur ausrichten.
Weitere Orte für die Reiseplanung
Wenn Sie neben Bucciano weitere Orte vergleichen möchten, finden Sie hier eine kompakte Auswahl: Apollosa, San Bartolomeo In Galdo, Campolattaro, San Marco Dei Cavoti, Limatola, Baselice, Sant'agata Dé Goti, Torrecuso.
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