Coccorino zwischen Küste und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Coccorino
Coccorino verbindet Ortslage, Küstenformen und Baugeschichte. Buchten, Felsen und Wasser treffen hier auf den Sakralbau des Ortes. Die Verbindung aus Naturraum und Ortsgeschichte gibt Coccorino einen Wechsel zwischen Außenraum und Bauwerk.
Ortslage und Übergang zur Küste
Coccorino gilt als panoramisch gelegenes Dorf auf 285 Metern über dem Meeresspiegel. Von der Ortslage führt über den Hinweis zur Quelle von Juncari eine kurvenreiche Bergstraße; mit dem Auto gelangt man bis etwa 500 Meter vor das Meer. Der Weg vom Dorf zum Wasser ist damit ein eigener Abschnitt der Orientierung. Bei der Tagesplanung lassen sich zunächst die Ortslage und anschließend der Küstenraum als getrennte Abschnitte vorsehen. Die erhöhte Lage gibt dem Ort vor dem Küstenbesuch einen eigenen räumlichen Auftakt. Wer beide Bereiche an einem Tag verbinden möchte, kann die Ortslage zuerst und den Küstenraum anschließend einplanen.
Buchten, Kiesel und helles Gestein
Im Bereich der Baia del Corsaro in Coccorino liegt die Spiaggia Le Saline. Die Spiaggia Tirujiu ist ein Strand von Coccorino und zugleich eine kleine natürliche Bucht mit klarem Wasser und hellen Felsen. Ihr Ufer besteht hauptsächlich aus Kieseln und glatt geschliffenen Felsen; kleinere Sandabschnitte ergänzen den Strand. Der felsige Meeresboden an der Spiaggia Tirujiu soll sich auch zum Schnorcheln eignen. Bei der Betrachtung am Wasser treten die Oberfläche des Ufers und der felsige Untergrund als getrennte Merkmale hervor.
Felsformation und Grotta dell’Aspide
Vor der Spiaggia Tirujiu bildet ein pyramidenförmiger Felsen neben dem Strand eine schmale, tiefe Bucht. Zur Grotta dell’Aspide gelangt man nur schwimmend oder zu Fuß. Wer diesen Abschnitt in die Tagesplanung aufnimmt, kann die Felsbucht am Strand und den Weg zur Grotte als zwei getrennte Vorhaben vorsehen.
Die Chiesa di San Mercurio Martire
Auch die Chiesa di San Mercurio Martire prägt Coccorino. Sie ist das wichtigste religiöse Gebäude des Ortes. Erbaut wurde sie in den ersten Jahren des 13. Jahrhunderts. Ihr halbelliptischer Grundriss umfasst ein einziges Kirchenschiff. Der ursprüngliche Teil ist von den späteren Wiederaufbauten nach dem Erdbeben von 1783 nicht zu unterscheiden. Die Kirche wurde restauriert und statisch-strukturell verbessert.
Salzsteinbruch an der Küste
An der Küste von Coccorino gab es früher einen Salzsteinbruch. Der frühere Salzsteinbruch steht als historischer Küstenbezug neben den natürlichen Küstenformen. Für Kulturinteressierte verbindet sich hier die Ortsgeschichte des Sakralbaus mit der früheren Nutzung am Meer.
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