Ferienwohnung in Laterza – Gravina, Felsenkirchen und Kunst

File:Laterza - Comune di Laterza - 2023-09-10 19-48-43 001.jpg File:Laterza - Comune di Laterza - 2023-09-10 19-48-43 001.jpg Foto: Metropolitanscape via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Laterza bietet zwei besondere Zugänge: die weite Gravina mit geschützter Natur und eine vielseitige Kulturlandschaft mit dem Palazzo Marchesale, dem MuMa, dem Heiligtum Maria SS.ma Mater Domini und Felsenkirchen. Naturlehrpfade und Wanderetappen stehen neben Kunstwerken, religiösen Motiven und einer traditionsreichen Festkultur.

Gravina und geschützte Natur

Die Gravina di Laterza erstreckt sich über 12 km und erreicht an ihrer breitesten Stelle 500 Meter. Die Oasi Gravina di Laterza gehört seit 2005 zum Regionalpark Terra delle Gravine. Die Oasi Gravina di Laterza und dieser Teil des Regionalparks sind sowohl als ZPS, also als Besonderes Vogelschutzgebiet, als auch als ZSC, also als Besonderes Schutzgebiet, ausgewiesen. Damit ist die Gravina ein klarer Schwerpunkt für alle, die Landschaft und Naturbeobachtung mit ihrer Reise verbinden möchten.

Die Oasi Gravina di Laterza kann derzeit nach vorheriger Anfrage und Reservierung beim Verantwortlichen der Oasi besucht werden. Sie verfügt über einen Pkw-Parkplatz, ein Besucherzentrum mit Unterrichtsraum und Diorama zur Gravina sowie über ein Netz von Naturlehrpfaden mit didaktischen und informativen Tafeln. Für Ihre Planung sind diese konkreten Anlaufpunkte ebenso wichtig wie die geschützte Einordnung des Gebiets.

Natur, Wege und die Wahl einer Ferienwohnung in Laterza

Unter geeigneten Bedingungen ist die Oasi Lipu Ausgangspunkt für eine anspruchsvolle, aber machbare 7-km-Wanderung. Sie beginnt am Aussichtspunkt und am kleinen Besucherinformationszentrum, führt in die Tiefe und anschließend aus der Gravina di Laterza hinaus. Wer verschiedene Wandertage vergleichen möchte, findet außerdem zwei deutlich längere Strecken: Der Abschnitt von Laterza nach Ginosa ist Etappe 6 der Via Ellenica, die Teil des Projekts Cammino Materano ist, und 14 km lang. Der Abschnitt von Laterza nach Matera ist Etappe 8 der Via Appia und 28 km lang.

Palazzo Marchesale, Kunst und religiöse Tradition

Giovanni Battista I D’Azzia ließ im 16. Jahrhundert die alte Burg von Laterza in einen spät­renaissancezeitlichen Wohnpalast umgestalten, den heutigen Palazzo Marchesale. Im Palazzo Marchesale befinden sich das IAT-Büro für touristische Betreuung und Information, das MuMa sowie der Konferenzsaal La Cavallerizza. Das MuMa wurde 2015 gegründet, um die Erinnerung an die Majolika-Kunst von Laterza zu bewahren.

Im MuMa finden sich mehrere konkrete Kunstzeugnisse: Die Tondolo-Sammlung umfasst einen gegen Ende des 17. Jahrhunderts entstandenen Prunkteller mit Reitern, der Angelo Antonio D’Alessandro zugeschrieben wird. Die Mater-Domini-Sammlung umfasst eine blau-monochrome Tafel mit einer Darstellung der Kreuzigung aus dem Jahr 1703. Im Innenhof des Palazzo Marchesale befindet sich außerdem ein Fresko aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Es zeigt die heilige Anna mit der als Kind dargestellten Jungfrau Maria.

Auch das Heiligtum Maria SS.ma Mater Domini gehört zu den religiösen Themen Laterzas. Auf seinem Hauptaltar befindet sich ein 1861 in Rom von Nicola Nisio gemaltes Bild der Erscheinung vor dem Hirten Paolo Tria. Das Patronatsfest Maria SS. Mater Domini entstand 1728 und wird in Laterza vom 18. Mai bis zum 21. Mai gefeiert. So ergänzen sich dauerhaft sichtbare Kunst und ein fest im Jahreslauf verankertes Ereignis.

Felsenkirchen an der Gravina

Die Felsenkirche in der Contrada San Vito liegt am Rand der Gravina, links der Brücke. Am Altar befindet sich eine Nische mit einem Fresko des heiligen Vitus; daneben sind Fresken der heiligen Kosmas und Damian zu sehen. Der Freskenzyklus dieser Felsenkirche ist insgesamt auf das 13. bis 14. Jahrhundert datiert und belegt die Entwicklung von einer griechisch-byzantinisch geprägten Malweise zur apulischen Gotik.

Eine Felsenkirche liegt im nördlichen Bereich der Felsensiedlung in der Gravina Valle del Cervo, die teilweise in den südlichen Stadtrand von Laterza einbezogen ist. Sie befindet sich westlich der heutigen Via Raffaello Sanzio an der Westkante der Gravina. Zusammen mit der Contrada San Vito zeigt dieser Teil Laterzas, wie eng Landschaft, sakrale Kunst und historische Siedlungsspuren miteinander verbunden sind.

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