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Chieti: Antike, Museen und Gärten auf dem Hügel

Unterkünfte in Chieti

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Hügelstadt und historische Wege

Chieti liegt auf einem 330 Meter hohen Hügel und bietet Ausblicke auf das Meer und die umliegenden Berge. Das kompakte historische Zentrum lässt sich bequem zu Fuß erkunden: Alte Straßen führen an Denkmälern, Kirchen, Plätzen und historischen Geschäften vorbei. Zwischen diesen Wegen liegen antike Fundstätten, Museen und Sakralbauten, die Chieti als gewachsene Kulturstadt zeigen.

File:Council room of the Province of Chieti 1.jpg File:Council room of the Province of Chieti 1.jpg Foto: Cats' photos via Wikimedia Commons, CC0

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Gärten und Stadtbild

Die Villa Comunale besteht aus mehreren terrassierten Ebenen mit italienischen Gärten, einem kleinen Wald, beleuchteten Teichen, Wegen und Steinbrücken. Zu ihr gehört außerdem eine kleine, von Wasser umgebene Halbinsel für kleinere Aufführungen. In der Anlage beherbergt die Villa Comunale auch das von Pietro Canonica geschaffene Monumento ai Caduti della Guerra 1915-18.

Der Zugang zum Giardino dei Semplici ist während der Öffnungszeiten der Universität frei und kostenlos. Einen anderen Blick auf die Stadtgeschichte bietet das Teatro Marrucino: Es wurde von 1813 bis Dezember 1817 auf den Umfassungsmauern der ehemaligen entweihten Kirche S. Stefano e S. Ignazio errichtet.

Antike Spuren

Das Museo Archeologico Nazionale d’Abruzzo dokumentiert die Kultur des antiken Abruzzen von der Vorgeschichte bis zur späten Kaiserzeit. Ergänzt wird die Sammlung durch einen numismatischen Bestand mit Münzen aus dem 4. bis 19. Jahrhundert; außerdem verfügt das Museum über eine spezialisierte Bibliothek mit etwa 13.000 Bänden.

Das römische Amphitheater della Civitella stammt aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. und diente Gladiatorenkämpfen. Es ist elliptisch geformt, erhalten sind Teile der Arenamauer und der Ehrentribüne. Die Tempietti Romani gelten als ältester Kultort von Chieti und bestehen aus drei benachbarten Tempeln. Sie wurden wahrscheinlich in einem bereits im 5. bis 4. Jahrhundert v. für die Verehrung von Gottheiten genutzten Gebiet errichtet.

Unter dem heutigen historischen Zentrum liegt Chieti Sotterranea, eine unterirdische Stadt. Dort ist ein teilweise erhaltenes System aus Zisternen und Tunneln bewahrt; einige unterirdische Räume wurden während des Zweiten Weltkriegs als Luftschutzbunker genutzt. Die Terme Romane von Chieti stammen aus dem 2. Jahrhundert n. und liegen im östlichen Teil der Stadt.

Das Sito archeologico di Teate Marrucinorum in Chieti bewahrt ein Mosaikbild mit dem Dreizack Neptuns, einem Delfin und zwei Hippokampen. Das Museo Archeologico Nazionale La Civitella befindet sich auf dem Gipfel der Akropolis des antiken Chieti. Es zeigt Funde, die die Entstehung und Entwicklung der Stadt anhand von Funden aus dem einst von den Marrucinern bewohnten Gebiet veranschaulichen. Drei Museumsrundgänge tragen die Titel „L’inizio della storia urbana“, „Da Roma a ieri“ und „La terra dei Marrucini“.

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Kunst, Wissenschaft und Sakralgeschichte

Das Museo D’Arte Costantino Barbella befindet sich im aus dem 17. Jahrhundert stammenden Palazzo Martinetti. Fünf Bereiche zeigen Gemälde, Skulpturen von Barbella, Arbeiten auf Papier, Gemälde des Premio Michetti und Keramiken aus Castelli. Hinzu kommen Tafeln aus dem 15. Jahrhundert, neapolitanische Gemälde aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Werke der abruzzischen Künstler Cascella und Michetti.

Das Museo Universitario d’Annunzio ist ein wissenschaftliches Museum mit Schwerpunkten in den Naturwissenschaften und der Wissenschaftsgeschichte sowie in biologischen, medizinischen, archäologischen, anthropologischen und paläontologischen Themen. Es erstreckt sich über mehr als 1.500 m² auf drei Etagen und ist in zwölf Bereiche gegliedert.

In der näheren Umgebung von Chieti befinden sich außerdem das Museo d'Arte C. Barbella, der Palazzo de Mayo, Trifoglio Arte und der Palazzo De Pasquale. Das Museo Diocesano Teatino bewahrt historisch-künstlerisches Material aus dem Palazzo Comunale, der Cattedrale di San Giustino und weiteren Kirchen des Diözesangebiets. Zu sehen sind Kunstwerke und liturgische Ausstattungsstücke aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.

Die Cattedrale di San Giustino besitzt drei durch Säulen getrennte Schiffe, die in drei Apsiden enden; das Mittelschiff ist mit einem lunettierten Tonnengewölbe überdeckt. Ihre Krypta bewahrt die Reliquien des Heiligen und weist eine schlichte mittelalterliche Bauweise auf. Zu den wichtigen Fundstücken in Chieti gehört der Guerriero di Capestrano, eine lebensgroße Statue aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., die einen König der Vestiner in militärischer Tracht darstellt.

Gärten und Küste

In der Umgebung von Chieti befinden sich Spiaggia Pescara, Spiaggia Postilli, Spiaggia del Foro di Ortona und Spiaggia di Foro. So stehen den historischen und musealen Schauplätzen der Hügelstadt auch benannte Küstenziele im Umfeld gegenüber.

Anreise

Wer aus dem Norden anreist, kann die Autobahn A14 Bologna–Bari bis zur Ausfahrt Pescara Ovest–Chieti nehmen und anschließend über die SS 656 in Richtung Chieti Centro weiterfahren. Mit der Bahn ist Chieti über die Strecke Pescara–Rom erreichbar; mehrere Regionalbahnlinien verbinden die Stadt außerdem unter anderem mit Teramo und Sulmona.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Abruzzen.

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