Ramla entdecken: Altstadt, Geschichte und Wasserbauten
Unterkünfte in Ramla
Ramla verbindet Stadtgeschichte mit eindrucksvollen Wasseranlagen und einem lebendigen Markt. Das Ramla Museum führt durch die Entwicklung der Stadt von ihrer Gründung im 8. Jahrhundert n. Chr. bis zur Gegenwart. Der White Tower, der Pool of Arches und die Bauwerke der Altstadt setzen jeweils eigene Akzente. Auch für Familien gibt es ein besonderes gemeinsames Erlebnis: Auf dem Pool of Arches werden Ruderboote angeboten, die Erwachsene und Kinder nutzen können.
Stadtgeschichte im Museum und am White Tower
Die Dauerausstellung des Ramla Museum verteilt sich auf sechs Räume. Sie zeigt Funde aus dem Alltagsleben, dem Handel und der Kunst und macht zugleich die multikulturelle ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung zum Thema. Ein bemerkenswertes Ausstellungsstück ist ein Schatzfund mit 376 Goldmünzen und sechs Goldbarren. Er wurde 1964 in der Nähe des White-Tower-Komplexes entdeckt.
Der White Tower steht im Zentrum des alten Ramla und ist 30 Meter hoch. Von seiner Spitze reicht der Panoramablick nach Westen bis zur Mittelmeerküste einschließlich Tel Aviv und nach Osten bis zu den Ausläufern des Judäischen Berglands und Samariens. Der Komplex stammt aus der Zeit, in der Ramla seine Blüte erlebte. Zwischen dem quadratischen Turm und den Überresten der Weißen Moschee liegen drei unterirdische, trockene Wasserreservoirs. Ihr Fassungsvermögen beträgt insgesamt etwa 6.400 Kubikmeter.
Wasserbau, Boote und Besuchszeiten
Ein anderes Wasserbauwerk ist der Pool of Arches, der im Jahr 789 n. Chr. erbaut wurde. Hier gehören die Ruderboote zum Besuchserlebnis; sie können von Erwachsenen und Kindern genutzt werden. Für den Besuch gelten folgende Zeiten: sonntags bis donnerstags von 08:00 bis 16:00 Uhr, im Juli und August mittwochs und donnerstags von 08:00 bis 18:00 Uhr, freitags und an Vorabenden von Feiertagen von 08:00 bis 14:00 Uhr sowie an Schabbat und Feiertagen von 08:00 bis 16:00 Uhr.
Auch das Gezer-Wasser-Aquädukt nach Ramla erzählt von der Versorgung der Stadt: Der arabische Wasserkanal wird in die Zeit vom 8. bis zum 10. Jahrhundert n. Chr. eingeordnet und führte Wasser von Quellen zu den Wasserreservoirs der Stadt. Damit ergänzen sich in Ramla Bauwerke, die unterschiedliche Seiten der Stadtgeschichte zeigen, von der Wasserzufuhr bis zu den großen Speichern.
Altstadt, religiöse Bauwerke und historische Spuren
Im Herzen der Altstadt liegt die griechisch-orthodoxe Kirche St. Georgios. Sie soll im 9. Jahrhundert n. Chr. auf Anordnung der byzantinischen Kaiserin Irene erbaut worden sein. Die Große Moschee von Ramla ist eines der wenigen Kreuzfahrergebäude in Israel, die nahezu vollständig erhalten geblieben sind. Das Radwan-Hammam, ein Badehaus aus der osmanischen Zeit, befindet sich ebenfalls im Zentrum der Altstadt. Es ist umzäunt; durch Öffnungen lässt sich das zentrale Becken betrachten.
Weitere historische Bezüge erzählen von Ramlas Rolle auf Pilgerwegen und in unterschiedlichen Epochen. Die Franziskanerorganisation Terra Santa errichtete 1396 an diesem Ort ein Kloster, das Pilgern auf ihrem Weg von Jaffa nach Jerusalem diente. Die Kleine Moschee liegt in der Straße des Franziskanerklosters. Der Britische Militärfriedhof in Ramla ist einer von sechs britischen Begräbnisplätzen, die nach dem Ersten Weltkrieg in Israel angelegt wurden. Im President's Garden treffen Gestaltung und Erinnerung zusammen: Der Garten ist klassisch britisch angelegt, hat die Form eines Kreuzes und wurde nach Chaim Weizmann, dem ersten Präsidenten Israels, benannt.
Auf dem Gelände des britischen Polizeikomplexes befindet sich ein Museum zur Geschichte des Ortes. Zu den dort beschriebenen Objekten gehören ein britischer Briefkasten und ein Polizeiauto aus den 1970er Jahren. Auch ein Keller gehört dazu, den die Briten und bis vor nicht allzu langer Zeit der Staat Israel zum Verbrennen von Dokumenten nutzten.
Marktleben und weitere Entdeckungen
Der Basar von Ramla besteht seit weit über hundert Jahren. Auf dem Markt werden Gewürze angeboten, die in gewöhnlichen Supermärkten nicht erhältlich sind; am Stand von Limonero gibt es frische Limonade. In der Altstadt findet außerdem am ersten Schabbat jedes gregorianischen Monats von 10:00 bis 15:00 Uhr ein Kunsthandwerksmarkt statt. Dort präsentieren Kunsthandwerker ihre Arbeiten und verkaufen sie. So lässt sich Ramla neben seinen Bauwerken auch über Handel und handwerkliche Arbeiten kennenlernen.
Wer sich für die karaïtische Tradition interessiert, findet die Synagoge in der Joseph-Klausner-Straße. Die Tradition beruht auf drei Grundlagen: der geschriebenen Tora, der Analogie und der Fortführung der Tradition. Das Besucherzentrum von Ramla nimmt Reservierungen für Führungen und Besuche von Sehenswürdigkeiten entgegen. Als weiterer Ort innerhalb der Übersicht ist Lod aufgeführt.
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