Þykkvibær – Siedlungsgeschichte und Kartoffelanbau
Unterkünfte in Þykkvibær
Þykkvibær ist ein Siedlungsgebiet an der Hólsá, südlich von Safamýri. Seine Geschichte erzählt von einem Ort, der einst von Wasser umgeben war und dessen Landwirtschaft sich später stark veränderte. Heute ist Þykkvibær in Island für den Kartoffelanbau bekannt. Wer sich für die Entwicklung eines ländlich geprägten Ortes interessiert, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte – von der frühen Besiedlung bis zu einer Kirche mit auffälliger Form.
Landschaft und Wandel
Früher war Þykkvibær von allen Seiten von Wasser umgeben. Die Bauern mussten ihre Kühe schwimmend zu den Weiden treiben – ein ungewöhnlicher Einblick in den damaligen Alltag. 1923 wurde über den Djúpós ein kräftiger Damm errichtet; auf ihm verläuft heute eine Straße. Nach dem Bau nahm der Wiesenanbau in Þykkvibær stark zu, und die Siedlung entwickelte sich zu einem in jeder Hinsicht stattlichen Ort. Die Geschichte des Damms verbindet so einen markanten Wandel der Umgebung mit der landwirtschaftlichen Entwicklung.
Die Besiedlung von Þykkvibær ist alt und wurde erstmals um 1220 erwähnt. Ein weiterer Meilenstein der Ortsgeschichte folgte 1892: Damals wurde hier eine Grundschule gegründet, die die erste Landschule in Rangárvallasýsla war. Zusammen geben diese Daten einen Eindruck davon, wie weit die Geschichte der Siedlung zurückreicht und welche Rolle Bildung in ihrer Entwicklung spielte.
Kirche und historische Spuren
Die Þykkvabæjarkirkja wurde zwischen 1967 und 1972 erbaut. Ihre moderne Gestaltung ist stilrein; in ihrer Form ähnelt sie einer Pyramide. Damit unterscheidet sie sich deutlich von einer schlichten, traditionellen Kirchenform. Auch der heutige Friedhof der Þykkvabæjarkirkja gehört zur Ortsgeschichte: Dort wurden alte Gräber und Waffenreste entdeckt. So begegnen sich hier ein modernes Kirchenbauwerk und Funde aus der Ortsgeschichte.
Kartoffelanbau und regionale Küche
Der Kartoffelanbau gehört zu den bekannten Merkmalen Þykkvibærs in Island. Ein weiterer kulinarischer Bezug ist Hlöðueldhúsið in Oddspartur in Þykkvibær. Es gilt als kulinarisches Erlebnis für Betriebsgruppen, Freundesgruppen und Familien und befindet sich in einer alten Scheune mit angebautem Schafstall. Der Ort liegt 16 km von der Route 1 entfernt, nahe Hella. Die Verbindung von Landwirtschaft und Küche kann für Ihre Reiseplanung interessant sein, wenn Sie sich besonders für die örtliche Esskultur interessieren.
Anreise und Übernachtung
Von Reykjavík kommend biegen Sie auf der Route 1 kurz vor Hella auf die Straße 25 ab. Nach dem Schild Þykkvibær führt die Fahrt etwa 16 km weiter. Der Damm über den Djúpós ist heute Teil der Straßenverbindung und zugleich ein prägendes Kapitel der Ortsgeschichte. Wenn Sie eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus suchen, kann die Wahl des Standorts daran anknüpfen, ob Sie Ihren Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Siedlungsgeschichte und Landwirtschaft planen.
Eine konkret benannte Übernachtungsmöglichkeit in Þykkvibær ist das Hotel VOS, ein kleines Landhotel auf dem Bauernhof Norður-Nýibær, etwa zehn Minuten von Hella entfernt. Das einstöckige Hotel verfügt über 18 Zimmer. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad, einen eigenen Eingang und Zugang zu einem Whirlpool. Frühstück ist inbegriffen; Abendessen ist auf Anfrage erhältlich. Das Hotel bietet außerdem einen guten Zugang für Rollstuhlfahrer.
Weitere Orte zum Entdecken: Kirkjubæjarklaustur, Ásólfsskáli, Hella, Stóri Núpur, Grimsnes, Grafarkirkja, Ólafsvellir und Skálholt.
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