Fljótsdalur: Wasserfälle, Schluchten und Kulturerbe
Unterkünfte in Fljótsdalur
Wasserfälle und Wege im Fljótsdalur
Fljótsdalur ist das Tal, durch das der Lagarfljót-See fließt. Zu seinen markanten Naturmotiven gehört der Hengifoss: Der Wasserfall ist etwa 128 Meter hoch und zählt zu den höchsten Islands. Im Hengifossgljúfur treten Basalt und rote Zwischenschichten hervor. Sie stammen aus vulkanischer Aktivität im Tertiär und geben der Schlucht ein auffälliges geologisches Profil.
Wer den Hengifoss zu Fuß erleben möchte, findet einen markierten Wanderweg von etwa 5 Kilometern; der Aufstieg dauert ungefähr 40 bis 60 Minuten. Eine andere Größenordnung bietet der Waterfall Trail: Er folgt dem Gletscherfluss des Fljótsdalur-Tals über etwa 20 Kilometer und ist zu Fuß in ungefähr sechs Stunden zu bewältigen. Vielerorts verläuft die Route durch eine tiefe Schlucht. Der markierte Tröllkonustígur ist 5 Kilometer lang und führt zwischen Skriðuklaustur und Végarður in Fljótsdalur. Die unterschiedlichen Weglängen geben Ihnen Anhaltspunkte, wenn Sie Wandertage planen und die Strecken miteinander vergleichen möchten.
Kulturgeschichte zwischen Gutshöfen und Kirche
Skriðuklaustur verbindet die Geschichte eines Gutshofs mit der eines Klosters: Von 1493 bis 1552 wurde dort ein Kloster betrieben. Heute dient Skriðuklaustur als Zentrum für Kultur und Geschichte. Im Sommer werden verschiedene Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen angeboten; außerdem gibt es Führungen durch das Schriftstellerhaus und die archäologische Stätte. Damit lässt sich ein Interesse an Kulturgeschichte mit einem Blick auf unterschiedliche Aspekte des Ortes verbinden.
Auch Valþjófsstaður ist ein historischer Gutshof tief in Fljótsdalur. Dort reicht die Kirchengeschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die heutige Kirche wurde 1966 geweiht. In ihrem inneren Türdurchgang befindet sich eine Replik der berühmten Valþjófsstaður-Tür. Das Original schnitzte Halldór Sigurðsson im 13. Jahrhundert in Miðhús. Hrafnkelsstaðir wiederum ist ein Bauernhof im Fljótsdalur-Tal, der mit dem Sagahelden Hrafnkell Freysgoði Hallfreðarson verbunden ist. Diese Orte eröffnen verschiedene historische Anknüpfungspunkte, von der Klostergeschichte bis zur Saga.
Natur entdecken und aktiv unterwegs sein
Ranaskógur ist ein Birkenwald mit ungewöhnlich ebenem Waldboden, hohen, geraden Birken und einer auffälligen Konzentration großer Ebereschen. Durch den alten Birkenwald führt auch eine Mountainbike-Strecke. Eine weitere Mountainbikemöglichkeit liegt in Norðurdalur: Dort verläuft der Weg entlang des Gletscherflusses bis nach Glúmstaðarsel und ist als mittelschwer eingestuft. Gjárhjalli bietet einen ganz anderen Natureindruck: Die besondere Naturerscheinung weist Spalten und Schluchten von bis zu 20 Metern Tiefe auf.
Für ein familiengeeignetes gemeinsames Erlebnis gibt es in Fljótsdalur das Handy-Orientierungsspiel „The Search for the Lost Fire“. Es umfasst zehn Stationen, die geschätzte Spieldauer beträgt 3 bis 5 Stunden. Das Spiel ist nur auf Isländisch verfügbar. Wer lieber angelt, kann an der Kelduá heimische Forellen und Saiblinge fangen; Angelscheine werden am Hengifoss Guesthouse verkauft. Die Auswahl reicht so von Wanderungen und Radstrecken bis zu einem Orientierungsspiel und einem Angelerlebnis.
Weitere Orte entdecken
Weitere Ziele: Kleppur, Fáskrúðsfjörður, Eiðar, Hoffell, Seyðisfjörður, Borgarfjörður, Hof und Egilsstadhir.
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