Ratnagiri: Palastgeschichte, Museen und Küste
Unterkünfte in Ratnagiri
Ratnagiri bietet sehr unterschiedliche Anknüpfungspunkte: die markante Bauweise und Exilgeschichte von Thiba Palace, Erinnerungsorte der indischen Geschichte, ein Museum mit Meeres- und Süßwasserlebewesen sowie Mandavi Beach mit schwarzem Sand. Architektur, politische Erinnerung, Tierdarstellungen und Küstenlandschaft setzen jeweils eigene Akzente.
Thiba Palace: Baukunst und Exilgeschichte
Thiba Palace ist ein dreistöckiger Palast mit schrägen Dächern und geschnitzten halbrunden Holzfenstern. Im ersten Stock befindet sich ein Tanzsaal mit Marmorboden. Zu den beschriebenen Merkmalen gehören damit sowohl die auffällige Gestaltung des Gebäudes als auch ein klar benannter Innenraum.
Der Palast wurde 1910 für König Thibaw von Myanmar während seines Exils errichtet. Der König und die Königin von Myanmar lebten dort bis 1916. Im Palast befindet sich ein Museum, in dem einige von König Thibaw verwendete Gegenstände erhalten sind. So verbinden sich die Baugeschichte und die Biografie des Königs mit konkreten Objekten.
Hinter Thiba Palace steht ein Buddha-Idol. Von einem Punkt bei dem Palast reicht der Blick auf Someshwar Creek, die Bhatye Bridge und das Arabische Meer. Diese benannten Blickziele ergänzen die architektonischen Details um eine eigene Perspektive auf das Umfeld. Thiba Palace und Thiba King Tomb ziehen Besucher aus Myanmar an, darunter hochrangige Amtsträger.
Festung und Erinnerungsorte
Ratnadurg Fort ist eine alte Festung mit einer Geschichte, die bis in die Zeit des Maratha-Reichs zurückreicht. Auf dem Gelände der Festung liegt der Bhagwati-Tempel. Die beiden Namen stehen somit für unterschiedliche Aspekte desselben Ortes: die historische Festung und den dort gelegenen Tempel.
Auch Lokmanya Balgangadhar Tilak ist mit Ratnagiri verbunden. Das Tilak Ali Museum ist sein Stammhaus und wurde in ein Museum umgewandelt, das sein Leben und seine Opfer für die Freiheit Indiens darstellt. Tilak war eine bedeutende Persönlichkeit der indischen Unabhängigkeitsbewegung. Seine Geburtsstätte in Ratnagiri wurde von der Regierung als Nationaldenkmal erhalten.
Meeresleben und Süßwasseraquarien
Das Ratnagiri Marine Fish Museum wurde 1985 von der Marine Biological Research Station gegründet. Zu den dort gezeigten Tieren zählen Seepferdchen, Rotfeuerfische, Drückerfische, Meeresschildkröten, Seesterne, Hummer und Seeschlangen. Ein separater Süßwasseraquarienbereich widmet sich heimischen Garnelen, Krabben, Schildkröten und Wasserpflanzen.
Die beiden Bereiche setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Neben Meereslebewesen gehören auch Süßwasserarten und Pflanzen zur beschriebenen Sammlung. So umfasst das Museum mehr als eine einzelne Gruppe von Meerestieren und bietet einen naturkundlichen Kontrast zu Ratnagiris historischen Bauwerken und Erinnerungsorten.
Mandavi Beach und seine Küstenlinie
Mandavi Beach ist für seinen schwarzen Sand bekannt und wird deshalb oft „Black Sea“ genannt. Die Küstenlinie des Strands reicht bis zum Rajiwanda Port. Der dunkle Sand ist ein prägnantes Landschaftsmerkmal, während der genannte Hafen die Ausdehnung der Küste einordnet. Damit bildet Mandavi Beach einen eigenständigen Küstenschwerpunkt neben den Palästen, Festungen und Museen Ratnagiris.
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