Colton – Geschichte zwischen Römerstraße und Dorfkirche
Unterkünfte in Colton
Colton verbindet römische Bezüge, mittelalterliche Spuren und markante historische Gebäude zu einem Reiseziel mit ungewöhnlich viel Geschichte auf engem thematischem Raum. Wer eine Reise nicht nur nach Landschaft, sondern auch nach den Geschichten eines Ortes auswählt, findet hier mehrere Anknüpfungspunkte für die eigene Planung. Besonders interessant ist die Verbindung von Römerstraße, Dorfkirche, historischem Herrenhaus und einer von einem Wassergraben umgebenen Anlage.
Römerstraßen und frühe Siedlungsspuren
Die Streete, die als Römerstraße von York nach Tadcaster bezeichnet wird, bildet die nördliche Grenze des Gemeindegebiets von Colton. Zugleich verlief die Römerstraße von Tadcaster nach York südlich durch Colton. Diese beiden historischen Bezüge geben dem Ort einen klaren räumlichen Rahmen und machen ihn für Reisende interessant, die alte Verkehrswege und die Entwicklung von Siedlungen näher betrachten möchten.
An der Pfarrgrenze zwischen Colton und Copmanthorpe, dort, wo diese auf Appleton Roebuck trifft, erstreckt sich ein möglicher romano-britischer Siedlungskomplex. Die vorsichtige Einordnung als möglich bewahrt dabei den historischen Charakter der Spur, ohne mehr daraus abzuleiten. Auch die Geschichte Coltons reicht weit zurück: Der Ort wird im Domesday Book erwähnt, und für das Jahr 1254 ist eine Kapelle in Colton belegt.
Colton Lodge, Kirche und Grabenanlage
Colton Lodge ist in der National Heritage List for England eingetragen. Das Haus stammt aus dem frühen bis mittleren 18. Jahrhundert und soll für die Familie Morritt aus Rokeby Park als Jagdschloss errichtet worden sein. Damit steht neben den älteren Bezügen zur Römerzeit und zur mittelalterlichen Ortsgeschichte ein späteres Beispiel repräsentativer Baugeschichte im Mittelpunkt. Colton Lodge ist vor allem als historischer Bezugspunkt des Ortes bemerkenswert.
St Paul's, Colton ist ein einschiffiger Bau aus rotem Backstein, der am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Kirche steht im Herzen des Dorfes in einem eigenen kleinen Kirchhof. Für Reisende, die sich für Kirchenbau und Ortsgeschichte interessieren, ergänzt sie die übrigen historischen Spuren um ein deutlich jüngeres Gebäude. Zusammen mit dem Kirchhof bildet sie einen weiteren festen Bezugspunkt innerhalb der Dorfgeschichte.
Eine von einem Wassergraben umgebene Anlage in Colton könnte ihren Ursprung im 11. oder 12. Jahrhundert haben. Auf der Bolton-Percy-Gemeindekarte von 1596 war sie mit Bäumen bedeckt dargestellt. Heute weisen umfangreiche Überreste auf die Anlage hin, die als dauerhaftes Weideland genutzt werden. Gerade der Wechsel zwischen früherer Darstellung, möglicher mittelalterlicher Entstehung und heutiger Nutzung macht diesen Ort zu einem anschaulichen Beispiel dafür, wie sich historische Spuren in der Landschaft erhalten können.
Colton als Ausgangspunkt für Ihre Reiseplanung
Wenn Sie eine Ferienwohnung in Colton suchen, können Sie die historischen Schwerpunkte zum Ausgangspunkt Ihrer Reiseplanung machen. Der Ort passt besonders zu einer Reise, bei der unterschiedliche Epochen miteinander verbunden werden sollen: römische Verkehrswege, ein möglicher romano-britischer Siedlungsbereich, die Erwähnung im Domesday Book, die für 1254 belegte Kapelle sowie Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Familien können dabei selbst entscheiden, ob sie den Schwerpunkt auf Baugeschichte, frühe Siedlungsspuren oder die Einordnung des Ortes in seine Umgebung legen möchten.
Für weitere Reiseideen können Sie auch die Ortsseiten zu Lealholm, Kettlewell, Battersby, Stainsacre, Long Preston, Spofforth, Reeth und Wykeham ansehen.
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