Natur
Die Landschaft Liglets umfasst hügelige oder bewaldete Ebenen, Bocage-Heckenlandschaften sowie die Täler der Benaize und des Corcheron. Die Benaize durchquert Liglet von Norden nach Süden und wird von teils steilen, meist bewaldeten Hängen gesäumt. Das Corcheron-Tal und seine Feuchtgebiete beherbergen Europäische Sumpfschildkröten, Gelbbauchunken, Kammmolche und zehn Fledermausarten.
Der Corcheron beherbergt eine ZNIEFF des Typs II und gehört zum europäischen Natura-2000-Netz. Zu den Naturorten in Liglet zählen außerdem die Sources du Glandon, eine natürliche Quelle beziehungsweise Wasseraustrittsstelle im Wald mit früheren wasserbaulichen Anlagen und einem Interpretationsweg.
Wege und Wanderungen
Der Interpretationsweg „Voyage entre Poitou et Berry“ bietet ab Jemelle drei Varianten: eine 3,5-km-Runde, eine 5-km-Runde oder die vollständige 8,5-km-Strecke; entlang der Wege stehen sieben Informationstafeln. Die Wege sind zugänglich und verlaufen teilweise auf Wanderwegen, die von der Communauté de communes Vienne et Gartempe angelegt wurden.
„Par les Pâtureaux boucle n°1“ führt von La Trimouille nach Liglet entlang des Benaize-Tals und ist eine anspruchsvolle 22,2 km lange Rundwanderung. Die Wanderung „Par les Pâtureaux“ kann begonnen werden, indem man im Ortszentrum von Liglet parkt und den ausgeschilderten Weg in östlicher Richtung nimmt. Auch ein Wanderführer des Départements Vienne enthält in seiner aktualisierten Ausgabe einen Wanderweg in Liglet; insgesamt wurden fünf neue Strecken aufgenommen.
Kultur und Geschichte
Liglet besitzt fünf Taubenschläge. Der bedeutendste befindet sich in Courtevraud; der vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammende Rundbau ist ein freistehender Taubenschlag mit 946 Nistöffnungen.
Das Priorat von Marcilly, das 1093 erwähnt wurde, unterstand der Abtei Saint-Savin. Die Kirche Saint-Hilaire wurde erstmals 1093 erwähnt und 1102 vom Bischof von Poitiers der Abtei Saint-Savin übertragen.
Die Kapelle erhielt im 11. und 12. Jahrhundert sowie im 14. Jahrhundert eine bemalte Ausstattung im Langhaus und im Chor. Sie ist dem heiligen Antonius dem Eremiten geweiht; jährlich pilgerten Schafhalter und Schäfer dorthin, um den Schutz ihrer Herden zu erbitten. Die Gemeinde kaufte die Kapelle 2001 und begann mit Restaurierungsarbeiten.
Die Brücke wurde bereits 1897 unter Schutz gestellt und besteht aus zwei gemauerten Pfeilern und einem metallenen Brückenträger.
Lokale Erzeugung
Die landwirtschaftlichen Erzeuger in Liglet setzen auf kurze Lieferketten und produzieren Fleisch, Milch, Käse, Gemüse und Kaninchen.