Lohr liegt im Ischtal zwischen dem Sandsteinmassiv der Vogesen und dem kalkhaltigen lothringischen Plateau. Mehr als 580 Hektar des Gemeindegebiets sind von Staatswald bedeckt. Außerdem liegt Lohr in der Kernzone des Biosphärenreservats Vosges du Nord.
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Natur
Im Ortszentrum kreuzen sich die Departementsstraßen 122 und 107. Die Rehbach-Forststraße verbindet Petersbach und Graufthal. Von Graufthal führt eine befahrbare Forststraße durch einen Buchenhochwald hinunter ins malerische Rehbachtal, in dem sich Fischteiche befinden.
Routen
Die familiengeeignete VTT-Rundstrecke „Sur le plateau“ führt durch Lohr. Eine weitere Route, „La Petite-Pierre à Dossenheim“, führt ebenfalls durch Lohr.
Kultur
Ein besonderes Baudetail der Ortsgeschichte ist der älteste wiederverwendete Türrahmen aus Sandstein: Er stammt aus dem Jahr 1619. Neoklassizistische Türrahmen kamen in Lohr erstmals 1824 auf. Beispiele befinden sich in der Rue Principale 3, 14 und 34, in der Rue d'Ottwiller 13 sowie in der Rue de Petersbach 9.
Die frühere Kirche in Lohr hatte einen runden Glockenturm mit sehr dicken Mauern und ein schmales gotisches Kirchenschiff. Bei der Zerstörung der ehemaligen Kirche wurde 1876 ein Fragment einer vermutlich aus dem 3. Jahrhundert n. Chr. stammenden Stele entdeckt. In Lohr gibt es außerdem neolithische und römische Funde sowie merowingische Gräber.
Lokale Traditionen
Früher stellten die Frauen von Lohr das traditionelle Schleckel her, indem sie Birnen- oder Quetschensaft in Kupferkesseln einkochten. Am Gründonnerstag (Griendonnersdaj) bereiten die Mütter in Lohr ein Gemüsepüree aus sieben verschiedenen grünen Pflanzen zu.