Inari: Sámi-Kultur, See und Wege
Unterkünfte in Inari
Inari verbindet samisches Kulturerbe mit Erlebnissen am Inarijärvi und in der Landschaft Nordlapplands. Im Freilichtmuseum Siida geht es um traditionelle Lebensgrundlagen, Baugeschichte und samisches Kulturerbe. Sajos wiederum ist das Zentrum der Selbstverwaltung der Samen in Finnland. Wenn Sie für Ihre Reise Kultur und Natur verbinden möchten, können diese unterschiedlichen Schwerpunkte Ihre Wahl einer Ferienwohnung in Inari mitbestimmen.
Siida und Sajos: Kultur auf unterschiedliche Weise
Im Freilichtmuseum Siida können Sie rund 50 Gebäude und Bauwerke besichtigen. Sie vermitteln Baugeschichte und traditionelle Lebensgrundlagen. Bei einer Führung erfahren Besucher außerdem etwas über die 10.000-jährige Geschichte Inaris. Die Führungen müssen im Voraus gebucht werden – ein wichtiger Punkt, wenn Sie diesen Museumsbesuch in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten.
Auch der Weg des Freilichtmuseums bietet eine eigene Orientierung: Das Wegenetz ist etwa 800 Meter lang und hat die Form eines Lassos der Rentierhirten. Im Sommer und Herbst ist der Weg mit Rollstuhl und Kinderwagen zugänglich. Die Angabe zum Zugang bezieht sich auf diese Jahreszeiten. So lässt sich der Museumsbesuch mit einem Rundgang verbinden, während die Ausstellungen und Gebäude Einblicke in andere Aspekte der Region geben.
Sajos liegt in Inari am Ufer des Juutuanjoki, dort, wo der Fluss in den Inarijärvi mündet. Führungen durch das Gebäude behandeln seine Architektur, die Räume und ihre Nutzung. Weitere Themen sind die Samen und das Sámi-Parlament Finnlands, einschließlich seiner Rolle, Aufgaben und Ziele. Wer sich besonders für samische Kultur und Selbstverwaltung interessiert, findet hier einen anderen Zugang als im Freilichtmuseum Siida.
Fluss, See und Ausflüge
Der Juutuanjoki fließt durch das Dorf Inari und ist bei Fliegenfischern bekannt. Vom Dorf öffnet sich der Blick auf den Inarijärvi; dessen Ufer sind größtenteils unbebaut. Fluss und See prägen so unterschiedliche Eindrücke des Ortes: Der eine zieht sich durch das Dorf, der andere bildet den weiten Blick über die Uferlandschaft. Für die Wahl Ihres Aufenthalts können Sie überlegen, ob Sie vor allem Kultur, Wassererlebnisse oder Wanderungen in den Mittelpunkt stellen möchten.
Eine Kreuzfahrt auf dem Inarijärvi startet neben Siida in Inari und umrundet Ukonsaari. Auf der Rückfahrt folgt sie einer alten Postroute und passiert Friedhofsinseln mit alten Holzkreuzen. Ukonsaari ist eine alte samische Opferstätte und zählt zu den wertvollsten und bekanntesten archäologischen Denkmälern Finnlands. Die Insel und die Route verbinden damit eine Fahrt auf dem See mit einem Blick auf kulturelle und historische Orte; die Kreuzfahrt umrundet Ukonsaari, ohne dass damit ein Halt auf der Insel verbunden ist.
Im näheren Umfeld liegt auch die Wildniskirche Pielpajärvi. Sie war ein altes Zentrum Inaris; die 1760 erbaute Kirche gehört zu den ältesten Gebäuden Nordlapplands. Vom Hafen von Inari aus erreicht man sie beim Paddeln nach sieben Kilometern. Ein weiterer Weg führt von Inari über neun Kilometer zum Otsamotunturi. Von dort bieten sich Ausblicke auf den Inarijärvi und bis zu den Fjälls von Lemmenjoki. Diese Ziele geben Ihrer Reise verschiedene Akzente: eine Paddelstrecke zur Kirche oder eine Wanderung mit Blick auf See und Fjälls.
Etwa 50 Kilometer westlich von Inari liegt Lemmenjoki am Rand des Lemmenjoki-Nationalparks. Bootsausflüge im Flusstal führen zum Wasserfall Ravadasköngäs. Wenn Sie diesen Teil der Region einbeziehen möchten, bietet sich eine andere Ausflugsrichtung als die Wege und Erlebnisse direkt in Inari. Zwischen Rovaniemi und Inari verkehren täglich Reisebusse.
Auch zum Essen gibt es einen lokalen Anlaufpunkt: Das Café Čaiju im Zentrum von Inari bietet Mittagessen an und bemüht sich, nach Möglichkeit Zutaten aus dem finnischen Lappland zu verwenden. So können Sie Kultur, Landschaft und eine Mahlzeit im Ort als unterschiedliche Bestandteile Ihres Aufenthalts betrachten, statt die Reise auf nur eine Art von Ausflug auszurichten.
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