Zella: Streuobstwiese, Propstei und Barockkirche
Unterkünfte in Zella
Zella verbindet die Streuobstwiese hinter der Propstei mit einem historischen Gartenensemble und barocker Baukunst. Obstbau, Mariengrotte, Erlebnisspielplatz und die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt setzen verschiedene Akzente. Der Ort führt damit von Landschaftsthemen zu konkreten Bau- und Kunstgeschichtsdetails. Für die Reiseplanung können Sie Natur und Ortsgeschichte nebeneinander gewichten und danach entscheiden, welche Erlebnisse Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Streuobstwiese und Lehrpfad
Auf der Streuobstwiese hinter der Propstei wachsen Äpfel, Birnen, Kirschen und Zwetschgen. Der Lehrpfad Streuobstwiese Zella informiert über die 2.000-jährige Geschichte des Obstanbaus in der Rhön, typische Sorten, die notwendige Pflege der Bestände und den Gesundheitswert der Früchte. So verbindet der Weg ein konkretes Landschaftsbild mit Wissen über Anbau, Erhalt und Nutzung der Früchte. Der Lehrpfad ist 300 Meter lang und führt direkt über die Wiese. Daher ist er nur sehr bedingt für Kinderwagen und Rollstühle geeignet – ein wichtiger Punkt bei der Auswahl des Ausflugs.
Propsteigarten und Barocksaal
Zum Propsteigarten gehören die historische Mariengrotte, der Erlebnisspielplatz „Eintauchen in das Leben einer Streuobstwiese“ und der Klostergarten; an der Propstei befindet sich außerdem ein Biosphären-Infozentrum. Der Name des Spielplatzes greift das Streuobstwiesen-Thema auf, während Grotte und Klostergarten weitere Akzente setzen. Die Propstei wurde 1718 fertiggestellt. Im ersten Obergeschoss befindet sich ein 2016 restaurierter Barocksaal. Das Deckenfresko zeigt im Zentrum mythologische Motive von Bacchus und Ariadne. Geschaffen hat es Johann Karl Emanuel Wohlhaupter (1683–1756), Fuldaer Hofmaler. Mit Garten, Grotte und Saal verbindet die Propstei Naturbezüge mit Bau- und Kunstgeschichte.
Kirchenbau und Baudetails
Die katholische Barockkirche Mariä Himmelfahrt in Zella wurde 1732 vollendet und nach Plänen von Andrea Gallasini aus rotem Sandstein erbaut. Über dem Hauptportal befindet sich das Wappen des Erbauers von Dalberg mit sechs Lilien und dem Fuldaer Kreuz. Vollendungsjahr, Baumaterial und Wappen setzen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Beschäftigung mit der Kirche. Gemeinsam mit dem mythologischen Deckenfresko der Propstei zeigt sich so ein Barockschwerpunkt, der sowohl am Bauwerk als auch in einem Bildmotiv greifbar wird.
Dermbach als weiterer Themenrahmen
Wer auch das übergeordnete Reiseziel Dermbach berücksichtigt, findet dort weitere Kultur- und Naturthemen. Das Museum der Thüringischen Rhön in Dermbach zeigt traditionelles Handwerk wie Weben und Schnitzen sowie historische Werkzeuge, Trachten, Möbelstücke, landwirtschaftliche Geräte und Handwerkskunst. Zu seinen kultur- und sozialgeschichtlichen Themen zählen die Geschichte des Amtsbezirks Dermbach, der Bauernkrieg in der Vorderrhön, die Korkverarbeitung und die Feldabahn, eine 1880 erbaute Schmalspurbahn. Ein anderer Schwerpunkt ist der Erlebnisweg Rhönpaulus-Wald Ibengarten: Von Dermbach aus ist er sieben Kilometer und von Glattbach aus zwei Kilometer lang, jeweils für die einfache Strecke. Der Rückweg führt auf derselben Strecke den Neuberg hinunter.
Für die Wahl einer Ferienwohnung kann der gewünschte Schwerpunkt den Ausschlag geben: Zella verbindet Streuobstwiese, Propsteigarten und Barockdetails; die in Dermbach benannten Museums- und Wegthemen setzen andere Akzente. So lässt sich die Ortswahl an den Interessen und geplanten Erlebnissen ausrichten.
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