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Grabfeld: Dorfgeschichte, jüdisches Erbe und Natur

Unterkünfte in Grabfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Geschichte des Grabfelds reicht von vorgeschichtlichen Siedlungsspuren bis zu Zeugnissen jüdischen Lebens und der deutsch-deutschen Teilung. Historische Gebäude, Museen, ein Schiller-Wanderweg und Naturgebiete setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Für die Wahl einer Ferienwohnung lohnt deshalb der Blick darauf, welche Orte und Themen Sie während Ihrer Reise in den Vordergrund stellen möchten.

Weitläufige Wiesenlandschaft im FFH-Gebiet Wiesen im Grabfeld Wiesenlandschaft im FFH-Gebiet Wiesen im Grabfeld. Foto: Stephan van Helden via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Jüdisches Erbe in Berkach

In Berkach umfasst das jüdische Ensemble eine Synagoge, ein Badehaus, eine Schule und einen Friedhof. Die Synagoge und die Judenschule an der Mühlfelder Straße wurden zwischen 1852 und 1854 erbaut. 1990/91 wurde die Synagoge wieder als Synagoge hergerichtet und am 3. November 1991 im Beisein der damaligen Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth feierlich wiedergeweiht. Auf dem gut erhaltenen jüdischen Friedhof sind viele Grabsteininschriften noch gut lesbar.

Das jüdische Ritualbad, die Mikwe, wurde 1838 errichtet und 1990 restauriert. Ein 2014 angelegter Rundweg mit Texttafeln verbindet die jüdischen Kulturstätten. So begegnen Ihnen in Berkach Bauwerke, Erinnerungsorte und Erläuterungen zu verschiedenen Aspekten der jüdischen Geschichte. Wer sich für die bauliche Entwicklung interessiert, kann die Daten der Synagoge und Judenschule mit den älteren Daten des Ritualbads vergleichen.

Museen und Schillers Spuren

Das Museum Willfried Büttner befindet sich in der Alten Schule in Jüchsen, einem Gebäude von 1616, und zeigt zahlreiche Exponate zur Geschichte des Ortes. Besuche sind nach Vereinbarung vorgesehen. Zum deutsch-deutschen Freilandmuseum Behrungen gehören ein Grenzzaun und viele weitere Objekte. Dort sind Besuche an jedem dritten Sonntag im Monat und nach Vereinbarung vorgesehen; erkundigen Sie sich vorab, ob diese Besuchsregelung aktuell gilt. In Wolfmannshausen gibt es außerdem ein Heimatmuseum mit einer Hausfigur.

Ein anderer Schwerpunkt führt nach Bauerbach: Im Gutshaus der Familie von Wolzogen befindet sich heute ein Museum, das die Zeit veranschaulicht, in der Friedrich Schiller dort sieben Monate lebte und arbeitete. In Bauerbach finden alljährlich Freilichtaufführungen statt. Der historische Schiller-Wanderweg führt von Meiningen nach Bauerbach. Für Ihre Planung stehen damit Literaturgeschichte, ein Museumsbesuch und Freilichtaufführungen als unterschiedliche kulturelle Anknüpfungspunkte nebeneinander.

Dorfarchitektur und historische Ortsbilder

Exdorf wurde 951 erstmals unter dem Namen Heigesdorf urkundlich erwähnt. Erhaltene Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild mit; auch historische Hofeingangsportale aus dem Spätmittelalter gehören zu den baulichen Spuren. Die Dorfkirche fällt durch ihren wuchtigen Turm und ihre charakteristische Schweifkuppel auf. In Nordheim steht das im 18. Jahrhundert erbaute Rat- und Backhaus mit seinem doppelseitigen Treppenaufgang. In der Ortsmitte von Queienfeld wurde 1720 neben einem alten Wehrturm eine Kirche errichtet; ein Teil des Wehrgrabens ist erhalten.

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Natur und Wege im Grabfeld

Das Naturschutzgebiet Seeben in Behrungen weist verschiedene Vegetationsstrukturen und eine vielfältige Artenausstattung auf. Südwestlich von Jüchsen, nahe der Straße nach Queienfeld, liegen die Wirtswiese und die Graulache. Beide wurden 1996 zu geschützten Landschaftsbestandteilen erklärt. Die Widderstatt nahe Jüchsen ist ein vorgeschichtlicher Siedlungsplatz, den Menschen seit 8000 v. Chr. aufsuchten. Natur- und Geschichtsthemen begegnen sich hier, ohne dass dafür ein einzelnes Bauwerk den Ausgangspunkt bildet.

Von der Widderstatt führt der ausgeschilderte Kelten-Erlebnisweg in Richtung Steinsburg bei Römhild oder zum Dolmar; prüfen Sie vor dem Aufbruch den aktuellen Wegverlauf. Der Rundweg Zur Platte beginnt in Exdorf und ist ein Abschnitt des Burgenwanderwegs. Zusammen mit dem Schiller-Wanderweg eröffnen diese Routen unterschiedliche Themen für unterwegs: vorgeschichtliche Spuren, Burgen und Literaturgeschichte.

Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Schmalkalden-Meiningen

Auch das übergeordnete Reiseziel Schmalkalden-Meiningen bietet einen breiteren landschaftlichen Rahmen: Die Prachtregion des Landkreises umfasst Thüringer Wald, Rhön, Werratal und Grabfeld. Der Werratal-Radweg eignet sich für mehrtägige Radtouren; Kanufahrten auf der Werra eröffnen eine andere Perspektive auf den Fluss. Diese regionalen Reiseideen unterscheiden sich von den historischen Orts- und Museumsschwerpunkten im Grabfeld. Bei der Wahl Ihrer Ferienwohnung können Sie sich daran orientieren, ob Sie vor allem Dorfgeschichte und Kulturorte oder eher Natur und Wege in den Mittelpunkt stellen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Unterschönau, Kühndorf, Wallbach, Schwarza, Kleinschmalkalden, Roßdorf, Sülzfeld, Rosa

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Schmalkalden-Meiningen.

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