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Nausitz: Kirche, Rittergut und Wanderweg

Unterkünfte in Nausitz

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Norden Thüringens liegt Nausitz am südlichen Zipfel der Goldenen Aue, nahe der Unstrut und am Fuß der Schrecke. Der Ort verbindet diesen Landschaftsrahmen mit einer vielschichtigen Baugeschichte, in der Kirche und Rittergut zwei prägende Themen sind.

Schloss in Nausitz in Thüringen Schloss Nausitz erinnert an die historische Gutshofanlage des Ortes. Foto: Wikswat via Wikimedia Commons, CC BY 3.0

Landschaft und Wanderweg

Ein markierter Wanderweg führt von Nausitz bis zu den Vier Buchen südlich von Gehofen. Das benannte Ziel gibt der Wanderung einen konkreten Rahmen, wenn Sie Bewegung im Freien in Ihren Aufenthalt aufnehmen möchten. So stehen zwei unterschiedliche Interessen nebeneinander: die Route als aktiver Planungsbaustein und die Ortsgeschichte rund um Kirche und Rittergut.

Kirche mit langer Baugeschichte

Der ursprüngliche Wehrturm der Kirche St. Johannis in Nausitz stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Turm setzt einen frühen Zeitanker; ein Wehrturm verbindet die sakrale Funktion des Gebäudes mit einer wehrhaften Bauform. Die spätere Geschichte der Nausitzer Kirche umfasst auch einen Einschnitt: 1981 wurde sie wegen Baufälligkeit gesperrt, und am Ewigkeitssonntag desselben Jahres fand dort der letzte Gottesdienst statt. 2002 holten Kirchengemeinde und Freundeskreis die Kirche aus ihrem Dornröschenschlaf.

Ab 2003 wurden Kirchturm, Dach, Fassade, Holztonne, Innenputz, Türen und Bleiglasfenster schrittweise erneuert. Die Folge der Eingriffe umfasst unterschiedliche Bereiche des Gebäudes: Dach und Fassade gehören zur äußeren Hülle, während Innenputz und Holztonne den Innenraum betreffen; Türen und Bleiglasfenster ergänzen die Erneuerung um weitere Bauteile. Eine Holztonne bezeichnet eine gewölbte Deckenform. Von der mittelalterlichen Bauphase bis zu den ab 2003 begonnenen Arbeiten spannt sich so ein weiter zeitlicher Bogen.

Rittergut: Wohnhaus, Park und Wirtschaftsgebäude

1696 errichtete von Creutz ein neues Wohnhaus für das Rittergut Nausitz. Ab 1861 erneuerte Georg Rudolph von Römer das Herrenhaus beziehungsweise Schloss Nausitz grundlegend und legte einen Park mit seltenen Bäumen an. Die Jahreszahlen machen zwei Bauphasen unterscheidbar: ein neues Wohnhaus im späten 17. Jahrhundert und eine umfassende Umgestaltung ab 1861. Vom Rittergut sind noch stattliche Wirtschaftsgebäude und das Verwalterhaus erhalten. Diese Bauten erweitern den Blick über den Herrensitz hinaus auf die Wirtschaftsseite des Gutes; der angelegte Park bildet einen weiteren Teil seiner Geschichte. Zusammen erzählen Wohnhaus, Schloss, Park und Wirtschaftsgebäude von unterschiedlichen Funktionen des Ritterguts. Ein Herrenhaus ist dabei von Wirtschaftsgebäuden funktional zu unterscheiden: Das eine dient als Wohnsitz, die anderen gehören zum Betrieb des Gutes. So eröffnen die erhaltenen Wirtschaftsgebäude und das Verwalterhaus eine andere historische Perspektive als das Herrenhaus.

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