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Großliebringen entdecken

Unterkünfte in Großliebringen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Großliebringen liegt im Deubetal, das nach dem Flüsschen Deube benannt ist. Die Landschaft gibt dem Ort einen klaren geografischen Rahmen; seine historischen Bauwerke eröffnen zugleich verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte. Dazu gehören der Edelhof mit seinem Wassergraben, eine wehrhaft geprägte Kirche und eine betriebstüchtige Dorfschmiede. Wenn Sie eine Ferienwohnung für einen Aufenthalt mit Interesse an Baugeschichte und besonderen historischen Spuren suchen, bietet Großliebringen einen konkreten Anlass, sich mit diesen unterschiedlichen Themen zu beschäftigen.

File:War memorial Großliebringen 3.jpg File:War memorial Großliebringen 3.jpg Foto: Aschroet via Wikimedia Commons, CC0

Wassergraben, Fachwerk und erhaltene Spuren

Der Edelhof ist ein ehemaliger Feudalsitz, der von einem Wassergraben umgeben war. Der imposante Fachwerkbau macht ihn zu einem markanten Bestandteil der Baugeschichte Großliebringens; ein Teil des Grabens ist erhalten. So stehen am Edelhof zwei unterschiedliche Elemente nebeneinander: der Fachwerkbau und die sichtbare Spur des Grabens. Das hilft, die Anlage nicht nur über ihre frühere Funktion, sondern auch über das heute beschriebene bauliche Erscheinungsbild einzuordnen.

Von der Wasserburg Großliebringen sind dagegen nur der Wassergraben, verbaute Grundmauern und zwei Tonnengewölbe im Keller erhalten. Im Vergleich zum Edelhof zeigt sich hier ein anderer Umfang überlieferter Bausubstanz: Beim Edelhof ist ein Fachwerkbau erhalten, während sich die Reste der Wasserburg auf die genannten Bauteile beschränken. Wer sich für historische Architektur interessiert, kann diese Unterschiede als eigenen Schwerpunkt der Reiseplanung nutzen, statt beide Orte lediglich als ähnliche Bauwerke zusammenzufassen.

Kirche und Schmiede erzählen unterschiedliche Geschichten

Die Kirche in Großliebringen wird erstmals 1119 erwähnt und hatte einen stark wehrhaften Charakter. An ihr ist noch ein Teil einer Mauer mit Schießscharten erhalten, der diese wehrhafte Prägung anschaulich macht. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche um 1900 nach späteren Reparaturen und Umgestaltungen. Die frühe Erwähnung und das heutige Erscheinungsbild gehören damit zu unterschiedlichen zeitlichen Ebenen: 1119 bezeichnet die erste Erwähnung, während die spätere Baugeschichte das Aussehen um 1900 prägte.

Einen anderen Blick eröffnet die Alte Dorfschmiede in Großliebringen. Sie ist ein technisches Denkmal aus dem Jahr 1878 und noch betriebstüchtig. Damit ergänzt sie die baulichen Zeugnisse um ein Beispiel technischer Geschichte. Zusammen mit Edelhof, Kirche und Wasserburg entsteht kein einheitliches Bild einer einzigen Epoche, sondern eine Auswahl unterschiedlicher Spuren, die sich jeweils auf ihre eigene Weise mit der Geschichte des Ortes beschäftigen lassen.

Ein Reiseziel zwischen Landschaft und Baugeschichte

Für die Wahl des Reiseziels können Sie überlegen, welcher Schwerpunkt Sie besonders interessiert: der geografische Bezug zum Deubetal, Fachwerk und Wassergraben am Edelhof, die wehrhaften Details der Kirche oder die technische Geschichte der Schmiede. Auch bei einer Reise mit Kindern lassen sich solche Merkmale gemeinsam betrachten und vergleichen, etwa die erhaltenen Schießscharten oder die unterschiedlichen Reste an Edelhof und Wasserburg. Das ist eine Anregung für die eigene Entdeckungsrichtung, keine Aussage über bestimmte Besuchsmöglichkeiten.

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Wenn historische Bauformen für Sie den Ausschlag geben, bietet Großliebringen mehrere konkrete Themen an einem Ort. Wer dagegen vor allem landschaftliche Eindrücke sucht, kann den Ortsbezug zum Deubetal in die Entscheidung einbeziehen. Richten Sie die Suche nach einer Ferienwohnung an den Interessen Ihrer Reisegruppe und am gewünschten Schwerpunkt aus; die genannten Sehenswürdigkeiten beschreiben Großliebringen selbst und nicht die Ausstattung einzelner Unterkünfte.

Ein eigener Blick auf Stadtilm

Im übergeordneten Reiseziel Stadtilm kommt ein weiterer Themenmix hinzu. Stadtilm liegt im Ilmtal an den östlichen Ausläufern des Thüringer Waldes. Im Turmgewölbe der Stadtkirche St. Marien befinden sich Reste spätromanischer Wandmalereien, die als Denkmal von nationaler Bedeutung eingestuft sind. Der Stadtilmer Marktplatz ist etwa 10.170 m² groß und gilt als größter Markt Thüringens. Auf ihm stehen das Methfesseldenkmal mit einem Obelisken, der dem in Stadtilm geborenen Komponisten Albert Methfessel gewidmet ist, sowie der Eckoldtbrunnen, der 2008 wieder aufgestellt wurde und sich in der südlichen Hälfte des Platzes befindet. Der etwa 1 km lange Naturlehrpfad am Buchberg führt an Schautafeln zu heimischen Tierarten und Bäumen sowie an Aktivelementen wie Kletternetz, Weitsprunggrube und Klangspiel vorbei. So lässt sich der Blick auf die Baugeschichte Großliebringens um weitere kulturelle und naturnahe Themen im ausdrücklich davon unterschiedenen Stadtilm ergänzen.

Weitere Reiseziele entdecken: Frankenhain, Gehlberg, Herschdorf, Elleben, Langewiesen, Gehren, Friedersdorf, Stadtilm.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ilm-Kreis.

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