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Auma-Weidatal: Pfarrhof, Brücke und Stadtgeschichte

Unterkünfte in Auma-Weidatal

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Auma-Weidatal bietet mehrere historische Blickwinkel: In Göhren-Döhlen erzählen der alte Pfarrhof und die gedeckte Holzbrücke von unterschiedlichen Baugeschichten; in Auma führen Rathaus, Bürgerhäuser und Liebfrauenkirche zum Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1790. Dazu kommt das Weidatalfest als wiederkehrender Termin in Göhren-Döhlen. So können Sie Ihre Reise nach Baugeschichte, Festzeitpunkt oder beidem ausrichten.

File:Auma-Weidatal, Germany - panoramio (22).jpg File:Auma-Weidatal, Germany - panoramio (22).jpg Foto: Foto Fitti via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Geschichten an der Weida

Der alte Pfarrhof in Göhren-Döhlen stammt aus dem Jahr 1712 und liegt am Ufer der Weida. Die gedeckte Holzbrücke über den Fluss bestand bereits 1799; Überschwemmungen machten es mehrfach nötig, sie neu zu errichten. Die Beispiele unterscheiden sich in ihrem Schwerpunkt: Beim Pfarrhof sind Entstehungsjahr und Flusslage prägend, bei der Brücke gehören ihr Bestehen seit 1799 und der wiederholte Wiederaufbau nach Hochwasser zusammen. Wer gern genauer auf einzelne Bauwerke schaut, findet hier zwei unterschiedliche Geschichten – eine über den alten Pfarrhof, eine über die Erneuerungen der Brücke.

Auch das Weidatalfest findet in Göhren-Döhlen statt: Als wiederkehrende örtliche Tradition wird es jeweils am letzten Juniwochenende in der Festhalle am Weidaufer gefeiert. Wenn Sie Ihre Reise daran ausrichten möchten, prüfen Sie vor der Planung die konkreten Termine. Das Fest gibt dem Aufenthalt einen klaren zeitlichen Schwerpunkt und setzt einen anderen Akzent als die historischen Bauwerke.

Wiederaufbau und Stadtgeschichte in Auma

In Auma lässt sich die Geschichte des großen Stadtbrands von 1790 an mehreren Bauwerken nachvollziehen. Das Alte Rathaus und die gegenüberliegenden Bürgerhäuser Markt 2 und 12 an den Längsseiten des Marktes wurden nach dem Brand wiederaufgebaut. Auch die Liebfrauenkirche in Auma wurde danach wiedererrichtet und 1794 eingeweiht. Ihre Orgel kam später hinzu: Orgelbaumeister F. W. Trampeli aus Adorf im Vogtland baute sie 1818. Die Daten markieren unterschiedliche Schritte – Wiederaufbau, Einweihung und Orgelbau. Damit zeigt sich die Stadtgeschichte nicht nur als ein einzelnes Ereignis, sondern in Bauwerken, die verschiedene Abschnitte dieser Geschichte sichtbar machen.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Greiz

Im übergeordneten Reiseziel Greiz kommen weitere, eigenständige Kulturthemen hinzu. Im Oberen Schloss in Greiz befindet sich seit 2010 die Dauerausstellung „Vom Land der Vögte zum Fürstentum Reuß älterer Linie“. Sie behandelt die Geschichte der Vögte, Herren, Reichsgrafen und Reichsfürsten Reuß sowie die damit verbundene kleinstaatliche Residenzkultur. Das Museum im Oberen Schloss bietet außerdem ein multimediales Geschichtserlebnis mit computeranimierter Baugeschichte und interaktiver Zeitreise. So steht dort die Entwicklung von Herrschaft und Residenzkultur im Mittelpunkt, während die Aumaer Baugeschichte vom Wiederaufbau und einzelnen Bauwerken erzählt.

Im Unteren Schloss in Greiz befinden sich ein Museum und eine Textilschauwerkstatt. Die seit 1998 bestehende Werkstatt zeigt die Herstellung und Geschichte des Greizer Textilwesens; Kinder und Erwachsene können sich am manuellen Produktionsprozess beteiligen. Das eröffnet eine andere Art, Geschichte kennenzulernen: Neben Ausstellungen und historischen Gebäuden steht hier die praktische Beschäftigung mit textiler Produktion. Auch das Sommerpalais in Greiz setzt einen eigenen architektonischen Akzent. Es wurde als Sommerresidenz der Fürsten Reuß Älterer Linie erbaut und zählt zu den frühesten klassizistischen Gebäuden in Mitteldeutschland.

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Das Sommerpalais liegt im Fürstlich Greizer Park am Ufer der Weißen Elster. Der Greizer Park befindet sich am Fuß des bewaldeten Schlossberges und ist ein Landschaftspark des 19. Jahrhunderts; seine Gesamtanlage hat den Rang eines nationalen Kulturdenkmals. Über die einzelnen Kulturorte hinaus bietet der Landkreis Greiz einen Landschaftsblick auf das Thüringer Vogtland: Die Landschaft ist von Mittelgebirgsräumen, engen Tälern mit Burgen und Schlössern, Hochflächen, Felsformationen mit Flussdurchbrüchen, Auen, Hügellandschaften, Wäldern und Kulturlandschaften geprägt. Damit stehen im übergeordneten Reiseziel Greiz historische Gebäude und unterschiedliche Landschaftsformen als eigene Themen nebeneinander.

Für die Suche nach einer Ferienwohnung hilft es, zuerst den gewünschten Schwerpunkt zu setzen: Sollen die Bau- und Festgeschichte in Auma und Göhren-Döhlen Ihren Aufenthalt prägen, oder möchten Sie auch die eigenständigen Kulturangebote im übergeordneten Reiseziel Greiz einbeziehen? So können Sie Ihre Auswahl an den Themen ausrichten, die für Ihre Reise wichtig sind.

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