Neudietendorf entdecken
Unterkünfte in Neudietendorf
Neudietendorf liegt im Tal der Apfelstädt am Südrand des Thüringer Beckens. Im Ort mündet der aus Sülzenbrücken kommende Weidbach in die Apfelstädt; der Weidbach entspringt in Mühlberg. Neudietendorf ist zudem der kulturelle und geografische Mittelpunkt der Gemeinde Nesse-Apfelstädt. In südwestlicher Richtung blickt man auf die Drei Gleichen, eine Burgengruppe, die dem Gebiet ihren Namen gibt. Flussläufe, Beckenrand und dieser Ausblick geben der Ortsbeschreibung eine klare geografische Orientierung.
Friedenstein Castle in Gotha, a nearby destination accessible from Neudietendorf by direct train.
Foto: Krzysztof Golik via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Streuobstwiese und Naturerlebnis
Die Streuobstwiese „Kirchberg“ ist ein prägnanter Naturraum in Neudietendorf. Sie wurde 1724 angelegt und wird seither bewirtschaftet. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden dort Lebensraum, darunter teilweise stark bedrohte Arten. Für Familien und Kinder werden auf der Wiese beispielsweise Führungen durch die örtliche Naturschutzgruppe angeboten. Wenn Sie eine Führung einplanen möchten, stimmen Sie den Termin mit dem Veranstalter ab. So verbindet dieser Ort eine langjährige Bewirtschaftung mit der Vielfalt der Arten, die hier Lebensraum finden.
Ein Termin im Oktober 2026
Der 5. Neudietendorfer Streuobstwiesentag ist für Samstag, den 10. Oktober 2026, von 12 bis 17 Uhr im Krügerpark, Bergstraße 9, in Neudietendorf angesetzt. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch, ob der Streuobstwiesentag wie angesetzt stattfindet.
Geschichte der Böhmischen Brüder
Ein wichtiger Teil der Ortsgeschichte beginnt 1742: Mitglieder der „Böhmischen Brüder“ erwarben von Graf Gotter ein altes Rittergut mit einer dazugehörigen Siedlung am Ufer der Apfelstädt. Zehn Familien ließen sich dort nieder und wollten nach dem Herrnhuter Vorbild leben. Die frühe Gemeinschaft wurde wegen Unstimmigkeiten mit den lutherischen Landesherren mehrfach aufgegeben. In Neudietendorf entstanden zunächst Chorhäuser für die ledigen Brüder und Schwestern; später folgten der Kirchsaal und weitere Gebäude. Die Abfolge erzählt von einer Gemeinschaft, ihrem Alltag und den Bauten, die zu verschiedenen Zeiten hinzukamen.
Auch die Daten des Kirchsaals geben der Ortsgeschichte einen konkreten zeitlichen Rahmen: Seine Grundlegung erfolgte am 6. April 1779, eingeweiht wurde er am 2. Dezember 1780. Damit lässt sich die Entwicklung der Gebäude von den zuerst errichteten Chorhäusern bis zu diesem später eingeweihten Saal einordnen.
Gottesacker und gelebte Tradition
Der Friedhof, auch Gottesacker genannt, ist schlicht gestaltet. Die gleichförmigen liegenden Grabsteine tragen nur den Namen der verstorbenen Person, deren Geburts- und Sterbedatum sowie einen Vers. Das älteste Grab auf dem Gottesacker stammt aus dem Jahr 1743. Am Ostersonntag wird dort bei Sonnenaufgang die Osterliturgie gefeiert. Grabgestaltung, Inschriften und die überlieferte Osterfeier zeigen unterschiedliche Seiten der örtlichen Tradition, ohne dass dafür dieselbe Art von Geschichte erzählt werden muss: Die Steine halten individuelle Lebensdaten und Verse fest, während die Feier einem wiederkehrenden kirchlichen Anlass zugeordnet ist.
Für die Suche nach einer Ferienwohnung in Neudietendorf können Sie zunächst überlegen, welcher Schwerpunkt Ihren Aufenthalt prägen soll: die Streuobstwiese mit ihrer Artenvielfalt und den angebotenen Führungen oder die Geschichte der Böhmischen Brüder, ihrer Siedlung und der späteren Gebäude. So lässt sich die Ortswahl an den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren.
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