Worms entdecken
Unterkünfte in Worms
Worms bietet markante Anknüpfungspunkte für eine Reise, in der jüdisches Erbe, romanische Kirchenbaukunst, Reformationsgeschichte und Kunstsammlungen eine Rolle spielen. Dazu kommen mittelalterliche Mauerreste und ein Landschaftsgarten im Stadtteil Herrnsheim. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Worms suchen, können Sie diese Themen als Orientierung für die Gestaltung Ihres Aufenthalts nutzen: Möchten Sie sich vor allem mit Geschichte und Baukunst beschäftigen oder auch Kunst und Landschaft einbeziehen?
Der Wormser Dom gehört zu den Kaiserdomen und ist ein bedeutendes Beispiel romanischer Architektur.
Foto: José Luiz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Jüdisches Erbe und SchUM-Stätten
Im Jüdischen Museum im Raschi-Haus steht das Leben der jüdischen Gemeinde im Mittelpunkt. Die breit gefächerte Sammlung behandelt Religion und Alltag vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. An der Anlage von Synagoge und Mikwe gehören die Synagoge, die Frauenschul, weitere Anbauten sowie Teile des heutigen Raschi-Hauses zum UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms, Mainz – Jüdisches Erbe für die Welt. Auch der Jüdische Friedhof Heiliger Sand ist Bestandteil dieses Welterbes.
Damit können Sie verschiedene Aspekte jüdischer Geschichte in Worms in den Blick nehmen: die Themen Religion und Alltag im Museum, die historischen Bestandteile der Anlage von Synagoge und Mikwe sowie den Friedhof als eigenen Teil des UNESCO-Welterbes. Für Gruppen wird eine einstündige Kombiführung durch das Jüdische Museum, die Synagoge und die Mikwe für höchstens zehn Personen angeboten. Wer die Reise gemeinsam plant, kann diese begrenzte Gruppengröße bei der Entscheidung berücksichtigen, ob dieses Führungsformat zum eigenen Vorhaben passt.
Dom, Reformation und romanische Baukunst
Der Wormser Dom St. Peter gehört gemeinsam mit den Domen in Mainz und Speyer zu den großartigsten Schöpfungen der romanischen Kirchenbaukunst. Zugleich steht er im Zusammenhang mit dem Reichstag zu Worms von 1521, bei dem Martin Luther Kaiser Karl V. gegenübertrat. Baukunst und ein prägnantes Kapitel der Reformationsgeschichte treffen hier also in einem Bauwerk zusammen. Wenn Sie sich für Kirchen und Geschichte interessieren, bietet der Dom einen konkreten Ausgangspunkt, um beide Themen in Ihre Reise einzubeziehen.
Ein weiteres Bauwerk mit mittelalterlichem Bezug ist die Stiftskirche St. Paulus. Sie ist eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. Bischof Burchard ließ ihren Bau ab 1002 anstelle der Stammburg der Salier errichten. Die Bauform und dieser Standortbezug unterscheiden die Stiftskirche in der beschriebenen Geschichte von der Verbindung des Doms mit dem Reichstag von 1521.
Auch das Lutherdenkmal gehört zur Reformationsgeschichte der Stadt. Ernst Rietschel schuf das Denkmal; enthüllt wurde es am 25. Juni 1868. Neben dem internationalen Reformationsdenkmal in Genf ist es das weltweit größte Reformationsdenkmal. Das konkrete Datum und die Größe geben dem Denkmal einen eigenen Akzent, wenn Sie sich mit der Erinnerung an die Reformation befassen.
Kunstsammlungen und Spuren der Stadtmauer
Das Museum Heylshof besitzt eine bedeutende Sammlung aus Malerei, Bildhauerei und Zeichnungen sowie Kunstgewerbe, insbesondere Glas und Keramik. Cornelius Wilhelm und Sophie von Heyl trugen die Sammlungen vor allem seit ihrer Hochzeit im Jahr 1867 zusammen. Das Spektrum reicht damit von bildender Kunst bis zu kunsthandwerklichen Objekten. Zusammen mit dem Jüdischen Museum ergeben sich unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt, ohne dass beide Museen dieselben Themen behandeln.
Rund um das Zentrum von Worms lassen sich immer wieder Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer entdecken. Solche Spuren ergänzen den Blick auf die großen Bauwerke um Zeugnisse der früheren Stadtbefestigung. Wenn Sie Ihre Reise gern um Stadtgeschichte erweitern, lässt sich dieses Thema neben den Museen, Kirchen und Denkmälern berücksichtigen.
Landschaft und ein Kunstwerk am Rheinufer
Im Wormser Stadtteil Herrnsheim liegt der 10,5 Hektar große Schlosspark von Schloss Herrnsheim. Er gilt als der bedeutendste Englische Landschaftsgarten in Rheinland-Pfalz. Seine Größe und diese Einordnung machen ihn zu einer eigenen landschaftlichen Facette der Stadt. Wer bei eine Unterkunft in Worms-Aufenthalt neben Kultur auch einen Garten einbeziehen möchte, kann den Park als separates Ziel in die Auswahl aufnehmen.
Am Wormser Rheinufer befindet sich Kriemhilds Rosengarten, ein begehbares Land-Art-Kunstwerk, das sich im Jahreslauf verändert. Der Künstler Eichfelder konzipierte es in Anlehnung an das um 1230 entstandene Epos „Rosengarten zu Worms“. Hier steht nicht eine Sammlung oder ein historisches Bauwerk im Vordergrund, sondern ein Kunstwerk, dessen Erscheinung sich im Jahreslauf wandelt. Die Themen Kunst und Landschaft lassen sich so auf unterschiedliche Weise in die Reise einbeziehen.
Wenn Sie Ihre Ortsrecherche über Worms hinaus fortsetzen möchten, finden Sie hier auch die Seiten zu Heppenheim An Der Wiese und Abenheim.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rheinland Pfalz.
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