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Bell zwischen Waldwegen und Dorfgeschichte

Unterkünfte in Bell

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bell verbindet ein ausgedehntes Wandergebiet mit besonderen Zeugnissen der Dorfgeschichte und des Backofenbaus. Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, können Sie Bell als Urlaubsziel in Betracht ziehen, falls Sie Natur und Ortsgeschichte in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.

Waldgebiet und Wanderwege

Bell verfügt über ein etwa 150 Hektar großes Wandergebiet. Überwiegend besteht es aus lichtem Hochwald mit Buchen und Eichen; Flora und Fauna gelten als sehr artenreich. Diese Mischung gibt dem Gebiet einen klaren landschaftlichen Charakter. Das Wanderwegenetz umfasst Ruhebänke, Grillplätze und Schutzhütten für Wanderer. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, findet hier unterschiedliche Anlaufpunkte entlang des Netzes, von Sitzgelegenheiten bis zu geschützten Rastmöglichkeiten.

Zwei Touren lassen sich anhand ihrer Länge und ihres Einstiegs unterscheiden. Der 14,2 Kilometer lange Waldseepfad Rieden hat von Bell aus seinen schnellsten Einstieg am Wandererparkplatz Gänsehals. Die 12,9 Kilometer lange Vierberge-Tour hat ihren schnellsten Einstieg von Bell aus am Gemeindeplatz. Die Streckenlängen bieten eine konkrete Orientierung für die Tagesplanung, ohne dass damit eine Gehzeit oder ein bestimmter Schwierigkeitsgrad verbunden ist.

Kirchen, Kapelle und Backofenbau

Die katholische Pfarrkirche St. Florinus ist ein imposanter Tuffsteinbau. Mit dem Bau wurde 1913 begonnen; fertiggestellt und eingeweiht wurde die Kirche am 10. Juli 1916. Einen deutlich älteren historischen Bezug hat die spätromanische Nikolauskapelle, die erstmals 1249 urkundlich erwähnt wurde. Die Jahreszahl bezeichnet ihre erste urkundliche Erwähnung, nicht den Baubeginn. Beide Bauwerke geben unterschiedliche Einblicke in die Geschichte des Ortes.

Auch das Backofenhandwerk gehört zu Bells charakteristischen Themen. Der Schaubackofen im Bereich Hauptstraße, Wehrer Straße und Gänsehalsstraße kann besichtigt werden. Neben dem Backofen sind dort einige Handwerkszeuge der Backofenbauer zu sehen. Die Tradition des Backofenbaus besteht in Bell bis heute fort: Drei Firmen führen sie mit einem anderen Verfahren, dem Dampf-Stahlbackofen, weiter. Davon zu unterscheiden ist der originale Beller Steinbackofen auf dem Gemeindeplatz, der auch heute noch in Betrieb ist.

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Dorfzeichen und Besuchsorientierung

Auf dem 2010 errichteten neuen Dorfplatz in der Hummesgasse befinden sich eine historische Schmiede und eine Brunnenanlage mit dem Beller Wahrzeichen „einer Jäß“. Ein weiteres markantes Element ist der Hasenbrunnen, umgangssprachlich auch Hassebuhr genannt. Er liegt im Süden von Bell am Ende der Brunnenstraße und ist die Quelle des Bellerbachs. Diese Orte machen die Ortsgeschichte auch jenseits der Kirchen und der Backöfen an konkreten Bauwerken und Anlagen sichtbar.

Im näheren Umfeld von Bell liegt der ältere Gänsehalsturm mit der daran angebauten Schutzhütte. Beide befinden sich seit 1960 in Privatbesitz und sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Für die Ausflugsplanung ist diese Einschränkung wichtig: Der Turm und die Hütte sind keine öffentlichen Besuchsziele.

Sommertradition und weitere Orte

Die Kirmes in Bell wird traditionell am dritten Sonntag im Juli gefeiert. Seit Jahrzehnten ist sie als Dorfkirmes im Sommerkalender von Bell und der Region etabliert. Wer den Aufenthalt nach einem besonderen Dorfereignis ausrichten möchte, hat damit einen konkreten traditionellen Termin im Blick; die übrigen genannten Sehenswürdigkeiten und Wanderwege bieten unabhängig davon Einblicke in Landschaft, Geschichte und Handwerk.

Wenn Sie neben Bell auch einen weiteren Ort entdecken möchten, finden Sie hier Rieden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mendig.

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