Bleialf: Bergbaugeschichte, Radweg und Brauchtum
Unterkünfte in Bleialf
Bleialf bietet Reisenden mehrere konkrete Anknüpfungspunkte: Bergbaugeschichte, Radfahren und örtliche Bräuche. Besucherbergwerk und Lehr- und Wanderpfad richten den Blick auf den Bleierzbergbau; der Eifel-Ardennen-Radweg führt direkt am Ort vorbei. Das Burgbrennen ergänzt diese Themen um eine eigene Tradition. Je nachdem, was Sie in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten, können Sie Bleialf über Montangeschichte, eine längere Radverbindung oder das örtliche Brauchtum kennenlernen.
Bergbaugeschichte unter und über Tage
Das Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen ist sonntags von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet; die letzte Führung beginnt um 16:15 Uhr. Wer den Besuch für einen Sonntag plant, kann diese Zeiten in die Tagesplanung einbeziehen und sollte besonders den Beginn der letzten Führung beachten. Der alte Mühlenberger Stollen des Bleibergwerks Neue Hoffnung an der Heinzkyller Mühle wurde 1986/87 der Öffentlichkeit als befahrbarer Besucherbergwerksabschnitt zugänglich gemacht. Damit hat der Besuch des Stollens einen konkreten Bezug zur Geschichte des Bleibergbaus in Bleialf.
Der Stollen ist ein Teil der Bleialfer Bergbaugeschichte. Der Blei- und Kupferbergbau endete 1954, doch in Bleialf sind noch deutlich sichtbare Spuren des Bergbaus erhalten. Die wenigen verbliebenen Stellen des traditionsreichen Bleierzbergbaus sind zu einem Geologisch-Montanhistorischen Lehr- und Wanderpfad verbunden. Während der Stollen als Besucherbergwerksabschnitt befahrbar gemacht wurde, führt der Pfad die verbliebenen Stellen des Bergbaus zusammen. So stehen unterirdischer Bergwerksabschnitt und ein Lehr- und Wanderpfad als unterschiedliche Zugänge zur Montangeschichte im Mittelpunkt.
Radweg und Bleialfer Bräuche
Der Eifel-Ardennen-Radweg verläuft auf fast 40 Kilometern von Prüm bis ins belgische St. Vith und führt direkt an Bleialf vorbei. Für eine Reise, bei der Radfahren den Ausschlag gibt, ist Bleialf damit ein konkreter Ort entlang dieser Verbindung. Wenn Sie eine Ferienwohnung in Bleialf suchen und Radfahren in den Mittelpunkt stellen, können Sie den Verlauf des Radwegs am Ort als Reisebezug einbeziehen. Die Strecke verbindet Prüm mit St. Vith; ihre angegebene Länge beträgt fast 40 Kilometer.
Auch das Burgbrennen gehört zu den beschriebenen Bleialfer Traditionen. In der Gemeinde Bleialf werden aktuell an drei Standorten „Burgen“ für das Burgbrennen errichtet. Der Burgsonntag, an dem in Bleialf das Burgbrennen stattfindet, wird am ersten Sonntag nach Fastnacht gefeiert und heißt auch „Schafssonntag“. Diese Bezeichnung und der Zeitpunkt geben dem Brauch einen festen Platz im Jahreslauf. Für Reisende, die sich für örtliche Traditionen interessieren, ist der Burgsonntag ein eigener Anlass, Bleialf in den Blick zu nehmen.
Ein weiterer Brauch dreht sich ums gemeinsame Essen: Seit einigen Jahren gehört es in Bleialf dazu, dass das zuletzt verheiratete Brautpaar Eierkuchen zubereitet und in seiner Wohnung serviert. Dieser Brauch ist mit dem Zuhause des Brautpaars verbunden und unterscheidet sich damit vom Burgbrennen als benanntem Festbrauch. Beide Traditionen geben Einblick in unterschiedliche Seiten des örtlichen Brauchtums.
Ein historischer Bezugspunkt
Bleialf wurde im Prümer Urbar im Jahr 893 erstmals urkundlich erwähnt. Diese frühe Erwähnung ergänzt die Geschichte des Ortes um einen klaren historischen Bezug. Zusammen mit den erhaltenen Spuren des Bergbaus und dem Besucherbergwerksabschnitt macht sie die Ortsgeschichte zu einem eigenen Thema für den Aufenthalt.
Wenn Sie Bleialf als Ziel für eine Ferienwohnung erwägen, können Sie Ihre Ortswahl an Ihren Interessen ausrichten: Bergbaugeschichte, Radfahren und die örtlichen Bräuche bieten unterschiedliche Schwerpunkte. Die konkreten Anhaltspunkte reichen vom sonntäglichen Zeitfenster im Besucherbergwerk über den Radweg, der direkt am Ort vorbeiführt, bis zum Burgsonntag nach Fastnacht.
Weitere Orte derselben Ebene: Heisdorf, Hersdorf, Gondenbrett, Obermehlen, Fleringen, Habscheid, Büdesheim, Nimsreuland.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prüm.