Salzgitter zwischen Eiszeitgarten, Burgen und Seen
Unterkünfte in Bad Salzgitter
Im 2.000 Quadratmeter großen Eiszeitgarten am Städtischen Museum Schloss Salder wird die Verbindung von Natur, Klima und menschlicher Kultur im eiszeitlichen Milieu anschaulich. Salzgitter erzählt seine Geschichte jedoch nicht nur im Museum: Burgen, Wanderwege, geschützte Landschaften und Seen eröffnen unterschiedliche Ausflugsthemen.
Landschaftsschutzgebiet Waldgürtel zwischen Salzgitter-Osterlinde und Salzgitter-Bad - Blick vom Bismarckturm in Richtung Harz
Foto: Photo: Ragnar1904
Eiszeit und Regionalgeschichte im Schloss Salder
Das Städtische Museum Schloss Salder zeigt Ausstellungen auf 5.000 Quadratmetern in einem 1608 erbauten Renaissance-Schloss und seinen Nebengebäuden. Die Themen reichen von Erdgeschichte und Ur- und Frühgeschichte über das Mittelalter bis in die beginnende Neuzeit des 20. Jahrhunderts. Seit dem 2. Juli 2006 gehört der Eiszeitgarten zum Museum. Zusammen mit der archäologischen Dauerausstellung „50.000 Jahre Leben in Salzgitter“ veranschaulicht er die Lebensumstände der Neandertaler, die zu Beginn der letzten Eiszeit im nördlichen Harzvorland auf die Jagd gingen. Entsprechende Funde stammen von der Krähenriede in Lebenstedt.
Der Eiszeitgarten liegt im Außenbereich und ist während der Öffnungszeiten des Museums für Besucherinnen und Besucher zugänglich; prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch. Auf dem Außengelände befindet sich auch die Osterlinder Bockwindmühle. Zum museumspädagogischen Programm gehören Führungen, Workshops, Kindergeburtstage und Mitmachaktionen. So bietet das Museum neben seinen Ausstellungen verschiedene Formen, die Geschichte der Region zu erkunden.
Burgen, Gutshaus und Kultur
Das Kniestedter Gutshaus stammt aus dem Jahr 1533 und wurde 1976 im Kurpark in Salzgitter-Bad wieder aufgebaut. Es gilt vermutlich als ältestes in Salzgitter stehendes Fachwerkhaus. Ebenfalls in Salzgitter-Bad greift der Skulpturenweg einen Abschnitt des Kunstprojekts „Straße des Friedens“ auf.
Bei der Burgruine Lichtenberg ist zwischen Gelände und Bergfried zu unterscheiden: Das Gelände ist jederzeit offen zugänglich. Im wiederaufgebauten Bergfried befindet sich eine Dauerausstellung zur Burggeschichte und zu archäologischen Funden; für den Eintritt in den Turm benötigen Sie einen Schlüssel des Vereins. Auch die Wasserburg Gebhardshagen hat eine lange Geschichte: Sie wurde um das Jahr 1000 erbaut und zählt zu den ältesten Wasserburgen im Land Braunschweig. Ihr Gelände ist jederzeit kostenlos zugänglich, die Gebäude können von außen betrachtet werden. Innen sind sie nur bei bestimmten Veranstaltungen zugänglich.
Im Gutspark von Flachstöckheim, dem ehemaligen englischen Garten der Adelsfamilie von Schwicheldt, steht eine Freilichtbühne für Konzerte und Kindertheater. Die 1694 im Barockstil wieder- und neuerrichtete Klosterkirche in Schloss Ringelheim ist jedes Jahr im Mai Austragungsort der Ringelheimer Orgeltage. Prüfen Sie vor der Planung die aktuellen Veranstaltungstermine. Eine ganz andere Perspektive auf Salzgitter bietet die Salzgitter Flachstahl GmbH, ein Unternehmen der Salzgitter AG: Bei Besichtigungstouren durch das Hüttenwerk wird die Stahlherstellung vom Roheisenhochofen bis zu Halb- und Fertigprodukten in den Walzwerken erläutert. Teilnehmen können Einzelpersonen und Kleingruppen bis 15 Personen. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre; vorausgesetzt wird zumindest durchschnittliche Kondition. Die Tour umfasst lange Wege und Treppen und ist für Personen mit Gehbehinderung nicht geeignet.
Wanderwege mit verschiedenen Profilen
Die beiden Geopfade führen als 6,5 bis 8 Kilometer lange Rundwanderwege von der Burg Lichtenberg beziehungsweise vom Hamberg durch den Buchenwald des Landschaftsschutzgebiets. Im Reiseziel Salzgitter liegt Salzgitter-Bad eingebettet im Salzgitter-Höhenzug und ist ein guter Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen in abwechslungsreicher Natur, mit Aussichtspunkten wie dem Bismarckturm und einem Blick auf das Nördliche Harzvorland. Der etwa 6,5 Kilometer lange Geopfad Salzgitter-Bad führt durch den Höhenzug und beginnt und endet am Bismarckturm. Der ausgeschilderte Wanderweg Nr. 27 rund um den Burgberg Lichtenberg verläuft steil bergauf und bergab zum Burggelände. Länge, Rundform und Höhenprofil unterscheiden sich hier deutlich und bieten konkrete Orientierung für die Tourenplanung.
Vogelbeobachtung am Heerter See, Wassersport am Salzgittersee
Der Heerter See liegt im Stadtgebiet von Salzgitter und ist ein Europareservat, das seltenen Arten als Refugium dient. Das 272 Hektar große Gelände des ehemaligen Klärteichs 3 am See steht unter Naturschutz; dazu gehört auch ein kleiner Rest des ehemaligen Waldes. Am Heerter See lassen sich unter anderem durchziehende Kraniche und nordische Wasservögel beobachten. Welche Arten zu sehen sind, variiert saisonal. Ein ebener Wanderweg führt vom Parkplatz im Strauchholz zum See.
Im Reiseziel Salzgitter ist der Salzgittersee das Wassersportzentrum Südostniedersachsens. Er umfasst 75 Hektar und erstreckt sich über 2.120 Meter in Nord-Süd-Richtung. Zu den genannten Aktivitäten zählen Segeln, Surfen, Rudern, Kanufahren und Tauchen; auch Baden und Flanieren gehören zu den Freizeitmöglichkeiten am See. Damit stehen am Heerter See Naturbeobachtung und saisonale Vogelwelt im Mittelpunkt, am Salzgittersee dagegen Aktivitäten auf und am Wasser.
Für Ihre Suche nach einer Ferienwohnung können Sie zunächst den Schwerpunkt Ihrer geplanten Tage bestimmen. Museums- und Kulturangebote bilden einen anderen Reiseanlass als Wanderungen mit Rundform oder steilen Abschnitten; am Heerter See geht es um saisonale Vogelbeobachtung, am Salzgittersee um Wasseraktivitäten.
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