Bad Pyrmont: Kurpark, Heilquellen und Therme
Unterkünfte in Bad Pyrmont
Heilquellen, historische Alleen und ein Kurpark mit Palmen prägen Bad Pyrmont. Dazu kommen die HUFELAND Therme und Orte, an denen sich die Geschichte des Kurbades entdecken lässt. Wer für den Aufenthalt Natur, Kurgeschichte und Erholung verbinden möchte, findet hier ganz unterschiedliche Eindrücke: vom barfuß genutzten Parcours über den Brunnentempel bis zu den Gärten des Kurparks.
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Foto: Gliwi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Heilquellen und Kurgeschichte
Der Hyllige Born ist die älteste Heilquelle Pyrmonts. Er sprudelt in einem zwölfsäuligen Brunnentempel vor der Wandelhalle, die im Herzen von Bad Pyrmont direkt an der Quelle liegt. In der Wandelhalle werden die Heilquellen ausgeschenkt; außerdem gehören mehrere Geschäfte, ein Café und ein Veranstaltungsraum zu dem Gebäude. So treffen an diesem Ort die Quellen und verschiedene Angebote unter einem Dach zusammen.
Auch das Museum im Schloss Bad Pyrmont widmet sich der Ortsgeschichte: Seit 1987 beherbergt es in den barocken Räumen der Schlossinsel stadt- und badgeschichtliche Sammlungen. Sie erinnern unter anderem an die knapp 2.000 Jahre alte Geschichte der Pyrmonter Quellen. Wer sich für die Entwicklung des Kurbades interessiert, kann den Museumsbesuch als kulturellen Teil des Aufenthalts einplanen.
Alleen und Gärten im Kurpark
Die Hauptallee bildet die Zentralachse der Kurstadt und gilt als eine der ältesten Kurparkanlagen Deutschlands. Mächtige Linden säumen den Weg; zugleich bietet die Allee ein umfangreiches gastronomisches Angebot. Sie können hier flanieren und den Spaziergang mit einer Einkehr verbinden. Die Klosterallee wiederum gehört zu einem historischen Alleensystem, das rund 3.000 Meter lang ist.
Besondere Pflanzen prägen mehrere Bereiche des Kurparks. Der Palmengarten ist die nördlichste Palmenfreianlage Europas. Dort wachsen mehr als 500 Kübelpflanzen verschiedener Arten, darunter Palmen von bis zu 11 Metern Höhe. Ein anderer saisonaler Akzent ist der 300 Meter lange Azaleenweg: Er wurde 1926 gestaltet, und die sommergrünen Azaleen blühen im Mai in leuchtenden Farben von Gelb bis Rosa und verströmen einen intensiven Duft.
Im westlichen Teil des Kurparks umfasst das Asiatische Refugium einen Japanischen Garten mit Liegen sowie einen Hortensien-, Ahorngarten und Schneeballgarten. Im Telemanngarten können Sie rund um das um 1810 gebaute Teehaus bei einer Tasse Tee die Ruhe des Parks genießen. Auf der benachbarten Wiese laden Entspannungsliegen zum Ausruhen ein.
Bewegung, Sole und besondere Entdeckungen
Der Barfuß-Parcours im Kurpark lässt sich zu jeder Jahreszeit, auch im Winter, begehen; seine Nutzung ist ausschließlich barfuß vorgesehen. Er ist mehr als 180 Meter lang und rund 1,50 Meter breit. Diese Angaben helfen Ihnen, den Parcours als eigenes Erlebnis in den Kurparkbesuch einzubeziehen. Wer lieber auf Wegen unterwegs ist, findet im übergeordneten Reisegebiet die hügeligen Wälder des Naturparks Weserbergland mit Wandermöglichkeiten; Bad Pyrmont liegt an dessen südwestlichem Rand.
Für einen Aufenthalt mit Schwerpunkt auf Sole und Wellness bietet die HUFELAND Therme 2-prozentiges Solewasser sowie Innen- und Außenbecken. Zur Ausstattung zählen außerdem mehrere Saunen, ein Beauty- und Spabereich, ein Whirlpool und ein Eventbecken. Damit unterscheidet sich dieser Teil des Bad-Pyrmont-Erlebnisses deutlich von den historischen Gartenanlagen und den Quellen im Stadtkern.
Eine weitere Besonderheit ist der Ewilpa® Bad Pyrmont im Bergkurpark. Das Gelände ist für alle frei zugänglich; das kostenlose Sammeln essbarer Wildpflanzen ist mit Ausnahme der Station 14 ausdrücklich erwünscht. Wer die Geschichte des Kurbades unterwegs erkunden möchte, kann in Bad Pyrmont mithilfe der Weserbergland-App einem historischen Rundgang folgen und dabei die bedeutendsten Orte kennenlernen. Bei der Fütterung im Tierpark erfahren Besucher Wissenswertes über die Ernährungsgewohnheiten der Tiere, ihre Besonderheiten und ihr natürliches Verhalten.
Spuren aus der Vergangenheit
Auch die Dunsthöhle erzählt von der früheren Nutzung des Ortes. Sie liegt auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs, in dem im 17. Jahrhundert Buntsandstein abgebaut wurde. Steinbrucharbeiter bemerkten dort ab einer bestimmten Tiefe einen „Dunst“. Auf dem Gelände eines ehemaligen Steinbruchs ließ Fürst Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck und Pyrmont 1720 mit Genehmigung ein steinernes Gewölbe über der dünstenden Grube und darüber ein kleines Gebäude errichten, damit Kurgäste ein trockenes Schweißbad nehmen konnten.
Für Veranstaltungen des jährlich stattfindenden „Pyrmonter Sommers“ bilden der große und der kleine Schlosshof auf der Schlossinsel die Kulisse. So stehen neben Garten- und Kurangeboten auch kulturelle Erlebnisse im Ort. Als untergeordneten Ort können Sie außerdem Löwensen entdecken. Weitere Ortsseiten finden Sie zu Lauenstein, Hessisch Oldendorf, Hameln, Bad Münder Am Deister, Emmerthal, Aerzen und Coppenbrügge.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hameln-Pyrmont.