Braunschweig entdecken: Geschichte, Kultur und Oker
Unterkünfte in Braunschweig
Braunschweig verbindet bedeutende mittelalterliche Bau- und Kunstwerke mit Museen, einer naturnahen Teichlandschaft und Erlebnissen auf der Oker. Sie können Ihren Aufenthalt daher ganz unterschiedlich ausrichten: auf die Geschichte der Stadt, auf Kunst und Ausstellungen, auf das Leben in den Vierteln oder auf eine Fahrt vom Wasser aus. Für die Suche nach einer Ferienwohnung hilft es, zunächst zu überlegen, welche dieser Seiten Braunschweigs Sie besonders kennenlernen möchten.
Historische Darstellung des Burgplatzes mit dem Dom in Braunschweig.
Foto: Johannes Krabbe zugeschrieben via Source, CC0
Stadtgeschichte rund um Dom und Burgplatz
Heinrich der Löwe ließ den Dom St. Blasii zwischen 1173 und 1195 als dreischiffige Gewölbebasilika errichten. Im Inneren begegnen Ihnen Werke und Zeugnisse aus verschiedenen Abschnitten des Mittelalters: dazu gehören der Marienaltar von 1188, ein siebenarmiger Leuchter aus der Zeit um 1170/80 und das Imervardkreuz aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Wandmalereien sowie das Grabmal Heinrichs des Löwen und Mathildes ergänzen die Ausstattung. Wer sich für mittelalterliche Kunst und Herrschaftsgeschichte interessiert, findet hier mehrere konkrete Anknüpfungspunkte, die sich in Ruhe betrachten lassen.
Auch die Burg Dankwarderode erzählt von Heinrich dem Löwen, jedoch mit einer späteren Baugeschichte. Sie entstand um 1160 bis 1175 als sein Palast anstelle einer brunonischen Anlage. Von 1885 bis 1906 ließ Stadtbaurat Ludwig Winter sie als neoromanischen Bau im Geist des Historismus wiedererrichten. Der Burgplatz gilt als Herz Braunschweigs. Dom und Burg stehen damit für unterschiedliche historische Schichten: Die mittelalterliche Ausstattung des Doms und die spätere Gestalt der Burg eröffnen verschiedene Zugänge zur Stadtgeschichte.
Kunst, Sammlungen und Braunschweiger Geschichten
Das Herzog Anton Ulrich-Museum blickt auf mehr als 300 Jahre Sammlungsgeschichte zurück. Es zeigt Gemälde, Angewandte Kunst und Skulpturen; insgesamt sind es rund 4.000 Kunstwerke aus 3.000 Jahren Kunstgeschichte auf 4.000 m² Ausstellungsfläche. Die lange Zeitspanne und die verschiedenen Kunstgattungen geben Ihrem Museumsbesuch mehrere mögliche Schwerpunkte. Wenn Sie Kunst lieber mit Stadt- und Alltagsgeschichte verbinden möchten, widmet sich das Städtische Museum Braunschweig der Geschichte der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger. Es wurde 1861 gegründet und zeigt in zwei Häusern mehr als 270.000 Ausstellungsstücke.
Eine weitere Perspektive bietet das Museum Hinter Aegidien. Dort ist die Dauerausstellung „Ein Teil von uns. Deutsch-jüdische Geschichten aus Niedersachsen“ zu sehen; sie ist seit dem 9. Dezember 2021 für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Für Ihre Reiseplanung lässt sich so ein kultureller Schwerpunkt setzen, der neben Baukunst und Sammlungen auch deutsch-jüdische Geschichten aus Niedersachsen einbezieht.
Viertel, Wasser und Natur
Das Magniviertel gehört zu den ältesten erhaltenen Stadtvierteln Braunschweigs. In seinen Fachwerkhäusern befinden sich kleine Geschäfte und Cafés. Das Viertel bringt damit eine andere Art von Stadterlebnis ins Spiel als die großen Sammlungen oder die Baugeschichte: Sie können beim Entdecken den Blick auf Fachwerk und auf die kleinen Läden und Cafés richten. Der Burgplatz wiederum gilt als Herz der Stadt. Beide Orte bieten unterschiedliche Motive, wenn Sie Braunschweig nicht nur über Museen kennenlernen möchten.
Die Oker eröffnet eine Perspektive vom Wasser aus. Besucherinnen und Besucher können Braunschweig mit dem Floß, Kanu oder Stand-up-Paddle-Board erkunden. Von Mai bis Oktober laden Floßfahrten ein, darunter Grillfahrten und Stadtführungen auf dem Wasser. Damit stehen verschiedene Formen der Erkundung zur Wahl: Sie können selbst im Kanu oder auf dem Board unterwegs sein oder eine Floßfahrt auswählen. Das Burgplatz Open Air des Staatstheaters Braunschweig setzt einen anderen Erlebnisakzent: Unter freiem Himmel wird Musiktheater mit jährlich wechselndem Programm zwischen klassischer Oper und modernen Musicals geboten.
Wer neben der Stadt auch eine naturnahe Landschaft in den Blick nehmen möchte, kann sich mit dem Naturschutzgebiet Riddagshausen beschäftigen. Es ist das größte Naturschutzgebiet der Stadt Braunschweig. Die naturnahe Teichlandschaft liegt im Osten der Stadt zwischen Riddagshausen, Gliesmarode, Schapen und Weddel. So stehen städtische Kulturangebote und eine Teichlandschaft als unterschiedliche Interessen für die Reise nebeneinander, ohne dass Sie sich auf nur einen Schwerpunkt festlegen müssen.
Markt und Mumme
Am Altstadtmarkt findet mittwochs und samstags ein traditioneller Wochenmarkt statt. Wenn Sie sich für lokale Esskultur interessieren, gehört auch die Mumme zur Braunschweiger Stadtgeschichte. In Braunschweig können Sie Gerichte mit Braunschweiger Mumme sowie Mumme-Bier probieren. Ein jährlicher Anlass dafür ist die mummegenussmeile: Sie findet jedes Jahr im November als Veranstaltungswochenende statt und macht die historische, kulturelle und kulinarische Bedeutung der Mumme erlebbar. So können Sie für Ihre Aufenthaltssuche abwägen, ob Sie den Besuch eher nach kulturellen Interessen, Erlebnissen auf dem Wasser, Natur oder kulinarischen Entdeckungen ausrichten möchten.
Wenn Sie weitere Orte entdecken möchten, finden Sie hier auch Wilhelmshaven, Salzgitter und Wolfsburg.
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