Ammerland entdecken: Natur, Wasser und Radwege
Unterkünfte in Ammerland
Süßwasserwatt, Fehnlandschaften, Gärten und das Zwischenahner Meer geben dem Ammerland ganz unterschiedliche Seiten. Wer eine Ferienwohnung für den Urlaub sucht, kann die Reise nach den Erlebnissen ausrichten, die im Mittelpunkt stehen sollen: Natur und Deichlandschaft, längere Radtouren, Wasseraktivitäten oder Einblicke in regionale Geschichte und Gartenkultur.
Natur am Aper Tief und Wege durch die Fehnlandschaft
In Apen befindet sich das einzige Süßwasserwatt im Nordwesten. Es entstand 2005 durch die Rückverlegung eines Deiches und dient als Retentionsfläche für mögliche Überschwemmungen aus dem Aper Tief. Im als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bereich werden einige Geländeteile regelmäßig von Ebbe und Flut überschwemmt. Dadurch hat sich dort eine eigene Flora und Fauna entwickelt. Das Zusammenspiel von Wasser, Deich und Natur prägt diesen Teil des Ammerlandes.
Bei geführten Deichwanderungen am Aper Tief erfahren Sie mehr über die Entstehung und Zweckbestimmung der Flächen sowie über Besonderheiten des Natur- und Hochwasserschutzes. Die Länge richtet sich nach der Festlegung durch die Teilnehmenden und beträgt etwa 3 bis 6 Kilometer. Wer sich für Landschaft und ihre Nutzung interessiert, erhält so ein konkretes Thema für einen Ausflug, statt die Gegend nur als Kulisse wahrzunehmen.
Die Ammerlandroute führt durch die Fehnlandschaften und ist ein 165 Kilometer langer Rundkurs durch die Parklandschaft des Ammerlandes. Entlang der Route gibt es 11 Schutzhütten zum Rasten. Die Länge des Rundkurses kann Ihnen bei der Planung Ihrer Radtage als Orientierung dienen. Wie viel Strecke Sie sich vornehmen, bleibt Ihrer eigenen Planung überlassen.
Zwischenahner Meer und Gartenvielfalt
Am Zwischenahner Meer verbinden sich verschiedene Möglichkeiten am Wasser: Segeln, Surfen und Baden gehören ebenso dazu wie Radtouren und Wanderungen am elf Kilometer langen Ufer. Eine Rundfahrt mit der Weissen Flotte dauert etwa 70 Minuten. Von April bis Oktober finden täglich Rundfahrten statt; begonnen und unterbrochen werden kann eine Fahrt an jedem Anleger. Damit lässt sich der Ausflug auf dem Wasser auch als eigener Programmpunkt betrachten, unabhängig davon, ob Sie an diesem Tag lieber aktiv am Ufer oder an Bord unterwegs sind.
Eine andere Art, Zeit im Freien zu verbringen, bietet der Park der Gärten. Die 14 Hektar große Anlage liegt auf dem Gelände der ersten niedersächsischen Landesgartenschau von 2002. Sie umfasst mehr als 90 eigenständige Bereiche, darunter Themengärten, Pflanzensortimente und Lehrpfade, sowie mehr als 40 verschiedene Mustergärten. Die Vielzahl unterschiedlicher Gartenbereiche macht den Park besonders interessant für alle, die Pflanzen und Gartengestaltung näher betrachten möchten.
Geschichte und regionale Besonderheiten
Auch die historischen Orte erzählen von unterschiedlichen Seiten des Ammerlandes. Das Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn besteht aus historischen reetgedeckten Häusern, die das Leben vor 300 Jahren authentisch darstellen. Führungen durch das Ammerländer Bauernhaus sind ganzjährig auf Anfrage möglich. In Apen gehört die älteste Schinkenräucherei des Ammerlandes zur regionalen Esskultur. Im Schinkenmuseum werden bei Führungen Räume und Techniken rund um Reifung, Räucherkammer und Tradition präsentiert.
In der Bauerschaft Hengstforde steht der Galerieholländer der Hengstforder Mühle direkt am Aper Tief. Seit 1742 befand sich an diesem Standort eine hölzerne Mühle; im späten 19. Jahrhundert wurde sie durch einen Steinbau ersetzt. Die Mühle kann kostenlos besichtigt werden, Führungen sind nach vorheriger Anmeldung möglich. Das Tollhus up'n Wurnbarg war früher eine Zollstation zwischen Ammerland und dem Oldenburger Münsterland. Heute zeigt das Freilichtmuseum zahlreiche Exponate zur Geschichte der Ammerländer Landwirtschaft. Besuche und Führungen sind dort ganzjährig nach vorheriger Anmeldung möglich.
Zu den markanten Bauwerken zählen außerdem zwei Kirchen mit sehr unterschiedlichen historischen Details. Die St.-Petri-Kirche ist das älteste Bauwerk und ein Wahrzeichen der Stadt Westerstede; ihr Turm ist 48 Meter hoch. Eine Besichtigung ist kostenlos möglich. Die St.-Ulrichs-Kirche in Rastede ist fast 1.000 Jahre alt und wurde 1059 vom Grafenpaar Huno und Willa gestiftet. Ihre freistehende Torturmanlage aus dem 15. Jahrhundert besitzt drei Glocken aus den Jahren 1498, 1522 und 1992.
Für die Wahl einer Ferienwohnung können Sie zunächst überlegen, ob Radtouren, Tage am Wasser, Gärten oder historische Entdeckungen Ihre Reise prägen sollen. Die unterschiedlichen Themen bieten dafür konkrete Anhaltspunkte, ohne dass Sie sich auf nur eine Art Urlaub festlegen müssen.
Die Orte im Ammerland können Sie für Ihre weitere Orientierung einzeln aufrufen: Bad Zwischenahn, Westerstede, Apen, Rastede, Edewecht, Wiefelstede.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niedersachsen.
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