Glewitz: Kirchenkunst und historische Bauwerke
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Glewitz verbindet besondere Details der Kirchenbaukunst mit einer historischen Burganlage. In der St.-Margarethenkirche treffen hochgotische Proportionen auf wiederentdeckte Wandmalereien; hinzu kommt eine Orgel mit einer klar beschriebenen technischen Ausstattung und eigener Restaurierungsgeschichte. Wer für die Reise einen kulturellen Schwerpunkt sucht, findet hier unterschiedliche Ansatzpunkte: Architektur, Malerei und Orgelbau lassen sich jeweils für sich betrachten.
File:Kirche in Glewitz, Vorpommern (2009-05-13).JPG
Foto: Klugschnacker via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
St.-Margarethenkirche: Baukunst und Wandmalereien
Der Chor der St.-Margarethenkirche entstand am Ende des 13. Jahrhunderts. Seine hochgotischen Proportionen gelten für eine Dorfkirche als ungewöhnlich. Schon dieser Gegensatz macht das Bauwerk zu einem interessanten Thema für alle, die sich für historische Architektur interessieren: Die Einordnung als Dorfkirche und die besondere Gestaltung des Chors stehen nebeneinander, ohne dass sich das eine auf das andere reduzieren lässt.
Ein weiterer Akzent sind die 1995 wiederentdeckten Wandmalereien. Wegen ihrer Art, ihres Umfangs und ihres Erhaltungszustands gelten die Wandmalereien als bedeutendes Baudenkmal des gesamten norddeutschen Raums.
Die Schulze-Orgel und ihre Geschichte
Die Schulze-Orgel in Glewitz wurde 1844 von Johann Friedrich Schulze (1793–1858) aus Paulinzella in Thüringen erbaut. Ihre Ausstattung umfasst 435 Pfeifen, verteilt auf zehn Register, ein Manual und ein Pedal. Diese Angaben vermitteln ein konkretes Bild vom Aufbau des Instruments, ohne dass man dafür technische Fachkenntnisse voraussetzen muss: Die Pfeifen gehören zu einer Anlage mit zehn Registern und den genannten Spielbereichen.
Auch die Restaurierung gehört zur Geschichte der Orgel. Im Jahr 2004 restaurierte die Orgelbaufirma Alexander Schuke aus Potsdam das Instrument. Damit lassen sich an der Orgel verschiedene Stationen festmachen: der Bau im Jahr 1844 durch Johann Friedrich Schulze und die Restaurierung 2004 durch die Firma Schuke. Zusammen mit Chor und Wandmalereien erweitert sie das kulturelle Profil der St.-Margarethenkirche um einen eigenen Schwerpunkt des Orgelbaus.
Wasserburg Turow und Blaue Kapelle
Ein anderer historischer Ort in Glewitz ist die Wasserburg Turow, eine Burg in Mecklenburg-Vorpommern, die etwa 1237 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Formulierung „etwa“ gehört zur überlieferten Jahresangabe: Die erste urkundliche Erwähnung wird um 1237 angesetzt. Innerhalb der Burganlage bietet die Blaue Kapelle einen eigenen architektonischen Blickfang. Sie stammt aus dem 18. Jahrhundert; ihr Kreuzgewölbe wird von einer mittig stehenden Säule getragen.
Auch der Glewitzer Kirchhof bewahrt historische Zeugnisse: Dort befinden sich Grabsteine aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Burg, Kapelle und Grabsteine stehen damit für unterschiedliche Formen des historischen Bau- und Kulturerbes. Wenn Sie bei Ihrer Reise besonders auf Architektur und Geschichte achten möchten, können Sie diese Themen neben den Eigenheiten der St.-Margarethenkirche in Ihre Auswahl einbeziehen.
Verkehrslage und Wahl des Ausgangsorts
Glewitz liegt direkt an einem Verkehrsknotenpunkt der Landstraße Grimmen–Demmin, die als Nord-Süd-Verbindung dient. Am selben Knotenpunkt kreuzt außerdem die Straßenverbindung Greifswald–Tribsees–Rostock in Ost-West-Richtung. Diese beiden beschriebenen Richtungen helfen, Glewitz auf der Straßenkarte einzuordnen. Für die Wahl einer Ferienwohnung oder eines Ferienhauses können Sie daher berücksichtigen, ob die Lage an den Straßenverbindungen für Ihre Reiseplanung eine Rolle spielt.
Die nächste Eisenbahnanbindung von Glewitz befindet sich in Grimmen an der Strecke Stralsund–Berlin. Damit unterscheiden sich die genannten Verkehrspunkte klar: Der Verkehrsknotenpunkt der beiden Straßenverbindungen liegt in Glewitz, während die nächste Eisenbahnanbindung in Grimmen liegt.
Weitere Ziele dieser Seitenebene: Franzburg, Wendisch Baggendorf, Velgast, Weitenhagen, Gremersdorf-Buchholz, Millienhagen-Oebelitz, Splietsdorf und Papenhagen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Franzburg-Richtenberg.