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Peenemünde zwischen Natur und Technikgeschichte

Unterkünfte in Peenemünde

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Peenemünde verbindet eine besondere Insellage mit eindrucksvollen Natur- und Technikthemen: Der Ort liegt an der Nordspitze Usedoms, wo der Peenestrom in die Ostsee fließt. Wer für den Aufenthalt vor allem Landschaft entdecken möchte, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei einer Reise, die sich auf die wechselvolle Geschichte des Ortes konzentriert. Beides lässt sich bei der Wahl einer Ferienwohnung in Peenemünde als Orientierung für die eigene Urlaubsplanung berücksichtigen.

Foto: Karin Höll

Wälder, Dünen und Rastplätze für Wasservögel

Die DBU-Naturerbefläche Peenemünde umfasst rund 2.100 Hektar und besteht aus drei Teilflächen: dem Peenemünder Haken, der Halbinsel Struck und der Insel Ruden. Zu den erhaltenen Lebensräumen gehören alte Eichen- und Buchenwälder, Kiefernwälder auf Dünen sowie nasse Erlen- und Moorbirkenbrüche. Hinzu kommen Brackwasser-Röhrichte, kleine Sandinseln sowie See- und Salzgraswiesen. Diese unterschiedlichen Landschaftsformen bieten vielen Wasservögeln wichtige Rast-, Mauser- und Nahrungsplätze.

Auch Seeadler gehören zur Naturerbefläche: Zwei Paare leben und brüten dort ganzjährig in ihrem Revier. Die Vielfalt aus Wald, Dünen und Feuchtgebieten macht Natur zu einem eigenständigen Thema für den Aufenthalt. Wer gern draußen unterwegs ist, kann zwischen dem Naturerlebnis und den Ausstellungen sowie historischen Orten Peenemündes abwägen, ohne die Reise auf nur einen Schwerpunkt festzulegen.

Technikgeschichte und die vielen Kapitel des Ortes

Das Historisch-Technische Museum Peenemünde widmet sich in 28 Themenbereichen den historischen Phasen des Ortes. Die Ausstellung reicht von der ersten Erwähnung über den Dreißigjährigen Krieg und die Versuchsanstalten im Nationalsozialismus bis zum NVA-Standort in der DDR und dem tiefgreifenden Strukturwandel nach der Deutschen Einheit. So begegnen Besucher nicht nur einem einzelnen Ereignis, sondern verschiedenen Abschnitten der Ortsgeschichte. Die in Peenemünde entwickelte Rakete A4 gilt heute als Vorläufer sowohl militärischer als auch ziviler Trägerraketen.

Für die Beschäftigung mit der Denkmallandschaft können Besucher über das Museum geführte Touren buchen; mehrsprachige Audioguides ergänzen das Angebot. In Peenemünde lässt sich außerdem ein echtes U-Boot besichtigen. Diese unterschiedlichen Zugänge machen Technikgeschichte sowohl über Ausstellungen als auch über erhaltene Zeugnisse und geführte Erkundungen erlebbar.

Ein weiterer kultureller Halt ist das Spielzeugmuseum Peenemünde mit mehr als 25.000 Ausstellungsstücken aus drei Jahrhunderten. Einen anderen Akzent setzt die Gedächtniskapelle Peenemünde: Nach ihrem Verfall wurde sie in historisierender Form umfassend neu aufgebaut, am 18. August 1993 wieder eingeweiht und dient auch als Gedenkstätte für die Opfer von Peenemünde. Museum, Spielzeugausstellung und Kapelle stehen für unterschiedliche Interessen und erlauben, den kulturellen Teil der Reise passend zu gestalten.

Rundwege und Ausflüge ab Peenemünde

Zwei Rundwege bieten unterschiedliche Einblicke in die Umgebung und die Geschichte des Ortes. Ein etwa 22 Kilometer langer Rundweg führt von Peenemünde über Karlshagen und ermöglicht, einen Teil der Landschaft des Naturschutzgebiets Peenemünder Haken, Struck und Ruden zu erleben. Der 25 Kilometer lange Rundweg durch die Denkmallandschaft Peenemünde führt dagegen zu 23 Stationen, an denen Besucher Überreste der militärischen Vergangenheit entdecken können. Die Strecken unterscheiden sich damit vor allem durch ihren Schwerpunkt: Landschaft auf dem einen, historische Stationen auf dem anderen Rundweg.

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Peenemünde ist außerdem an mehrere Radwege angebunden. Wer einen Aufenthalt mit Touren verbinden möchte, kann diese Information neben den Rundwegen in die Wahl des Urlaubsortes einbeziehen. Vom Peenemünder Flugplatz aus sind Busrundfahrten möglich. Für Ausflüge auf dem Wasser bieten Fahrgastschiffe vom Hafen Peenemünde Fahrten zur Greifswalder Oie, nach Ruden und auf das Festland an. Die Insel Ruden ist von Peenemünde aus auch mit dem Motorschiff „Seeadler“ erreichbar.

Auch für Neugier und Musik gibt es besondere Anlässe

In der Phänomenta Peenemünde ist das Anfassen der Exponate ausdrücklich erwünscht. Sie lässt sich mit der Regionalbahn der Usedomer Bäderbahn erreichen: Die Bahn fährt direkt zum Bahnhof Peenemünde; von dort sind es etwa fünf Gehminuten bis zur Phänomenta.

Im Herbst wird jedes Jahr die Turbinenhalle der ehemaligen Heeresversuchsanstalt für die Peenemünder Konzerte zum Konzertsaal. Im Rahmen des Usedomer Musikfestivals treten dort auch das NDR-Elbphilharmonie Orchester und namhafte Solisten auf. Wer sich für Musik interessiert, kann diesen saisonalen Kulturakzent neben Natur, Rundwegen und Ortsgeschichte als weiteren möglichen Schwerpunkt beachten.

Wenn Sie weitere Orte dieser Ortsgruppe entdecken möchten, finden Sie hier auch Karlshagen, Mölschow, Trassenheide und Zinnowitz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Usedom-Nord.

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