Lütow: Natur und jahrtausendealte Spuren
Unterkünfte in Lütow
Lütow verbindet besondere Natur mit Spuren aus weit zurückliegenden Zeiten. Im Naturschutzgebiet Südspitze Gnitz stehen botanische Besonderheiten neben Lebensräumen für heimische Tiere. Dazu kommen eine fünf Kilometer lange Rundtour am Achterwasser, eine Badestelle im Naturschutzgebiet und das Großsteingrab Lütow. Wer sich für Naturbeobachtungen und Archäologie interessiert, findet hier verschiedene Anlässe, den Aufenthalt zu gestalten.
Naturpark Usedom - Blick von Lütow auf das Achterwasser
Foto: André Fleckenstein via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Natur und Ausblicke auf der Halbinsel Gnitz
Das Naturschutzgebiet Südspitze Gnitz ist für Knabenkraut, Silbergras und Sandstrohblumen bekannt. Es bietet außerdem Lebensraum für Fischotter, Moor- und Grasfrösche, Ringelnattern und Seeadler. Die Vielfalt umfasst damit Pflanzen und Tiere, die unterschiedliche Lebensräume im Schutzgebiet prägen. Die genannten Arten sind ein guter Grund, bei einem Aufenthalt auch die Naturseite Lütows in den Blick zu nehmen.
Ein markanter Aussichtspunkt ist der 32 Meter hohe Weiße Berg auf der Halbinsel Gnitz. Von dort reicht der Blick über das Achterwasser sowie auf die Krumminer Wiek und den Peenestrom. Urwüchsige Kiefern prägen den Berg; hier befindet sich auch Usedoms größte Uferschwalbenkolonie. Aussicht und Vogelwelt geben dem Ort einen eigenen Charakter und ergänzen die botanischen Besonderheiten der Südspitze.
Die Rundtour Südspitze Gnitz
Die Rundtour Südspitze Gnitz ist fünf Kilometer lang. Sie beginnt in Lütow, führt am Achterwasser entlang und reicht bis zum Mövenort. Die Streckenlänge bietet einen konkreten Anhaltspunkt, wenn Sie die Tour in die Tagesplanung aufnehmen möchten. Wer genau diese Route einplant, kann Lütow als Ortsbezug bei der Suche nach einer Ferienwohnung wählen: Hier beginnt die Tour.
Entlang des Achterwasser-Abschnitts säumen Schilfgürtel die Route. Sie dienen Fischottern, Reiherenten und Blässrallen als wichtige Rückzugsgebiete; außerdem können dort Seeadler beobachtet werden.
Badestelle und Rast unterwegs
An der Südspitze der Halbinsel Gnitz gibt es in Lütow eine Badestelle mitten im Naturschutzgebiet. Da sich Badebedingungen und lokaler Zugang ändern können, prüfen Sie beides am besten vor dem Besuch. So können Sie den Badestopp in Ihre Planung einbeziehen und zugleich die Bedingungen vor Ort berücksichtigen.
Für eine Pause an der Rundtour kommt die Gaststätte „Pott & Pann“ am Natur-Campingplatz in Betracht. Angeboten werden dort regionale Gerichte, Kaffee und hausgemachter Kuchen. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob die Gaststätte geöffnet ist. Die Rastmöglichkeit und die Badestelle sind unterschiedliche Anlaufpunkte: Die eine gehört zur Route, die andere liegt an der Südspitze im Naturschutzgebiet.
Großsteingrab und historische Spuren
Das Großsteingrab Lütow ist das älteste Großsteingrab auf Usedom und stammt aus der Jungsteinzeit um 3000 v. Chr. Es ist ein Ganggrab, das von einer rechteckigen Hügelaufschüttung eingefasst ist.
Bei einer Ausgrabung des Großsteingrabs wurden 1936 zahlreiche Waffen und Gegenstände aus Feuerstein sowie Bernsteinschmuck aus der Zeit der Trichterbecherkultur und der Bronzezeit gefunden.
Ein anderer historischer Bezugspunkt ist die Dorfkirche Netzelkow: Die Glocken in ihrem freistehenden Glockenstuhl stammen aus dem 15. Jahrhundert. Die Pfarrscheune ist ebenfalls ein touristisch interessanter Ort in Lütow. Am Achterwasser zählt ein Yachtlieger zu den weiteren touristisch interessanten Punkten im Lütower Kontext.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Am Peenestrom.