Behren-Lübchin: Feldsteinkirche und slawische Burganlage
Unterkünfte in Behren-Lübchin
Behren-Lübchin verbindet eine Feldsteinkirche mit der Geschichte einer slawischen Burganlage. Die Ortslage liegt an der Landesstraße L 23; die Kirche und die historischen Spuren geben dem Ort ein konkretes Profil für Reisende, die sich für Baugeschichte und frühe Siedlungsgeschichte interessieren. Die Feldsteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Kirchen im nördlichen Mecklenburg. Ihre markante Gestalt und einzelne Ausstattungsdetails eröffnen verschiedene Zugänge zur örtlichen Geschichte.
Feldsteinkirche und Burganlage
Der mächtige quadratische Westturm trägt einen achteckigen Aufsatz und eine barocke Haube mit Laterne. Zur Ausstattung der Kirche gehört ein reich mit Figuren verzierter Altaraufsatz aus dem Jahr 1712; die Wetterfahne zeigt einen Bären. So stehen mittelalterlicher Kirchenbau, barocke Gestaltung und ein markantes Detail am Dach nebeneinander. Wer sich für historische Architektur interessiert, findet hier mehrere klar unterscheidbare Merkmale statt nur eines einzelnen Datums.
Eine andere Zeitschicht markiert die slawische Burganlage am Rand des Großen Sees bei Behren-Lübchin. Sie wurde 1141 vom dänischen König Waldemar I. zerstört. Teile der aus Eichenholz errichteten Anlage sind im Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden in annähernder Originalgröße rekonstruiert. Diese Rekonstruktion befindet sich in Groß Raden, nicht am Standort der Burganlage bei Behren-Lübchin. Burgstandort und Rekonstruktion bieten somit zwei unterschiedliche Ortsbezüge zur Geschichte: die historische Verortung bei Behren-Lübchin und die Darstellung von Teilen der Anlage im Museum.
Trebelwiesen und Naturraum
Auch außerhalb der Ortslage prägt Landschaft die zugehörige Gemeinde. Die Trebelwiesen nehmen einen großen Teil des Gemeindegebiets ein und gehören zu einem Niederflusstalmoor mit Wiesen und Bruchwäldern. Dieser Lebensraum bietet Nieder-, Reh- und Schwarzwild, seltenen Pflanzen und gefährdeten Insekten einen Lebensraum. Im Gemeindegebiet liegt außerdem das Naturschutzgebiet Trebeltal (NSG 185); in den Trebelwiesen gibt es eine Aussichtsplattform. Wiesen und Bruchwälder setzen damit einen anderen Akzent als Kirche und Burganlage: Hier steht der Naturraum im Mittelpunkt, dort die Bau- und Siedlungsgeschichte.
Sehenswürdigkeiten in der Gemeinde
In Behren-Lübchin selbst umfasst der Friedhof eine Einfriedung mit Tor, eine Leichenhalle, ein Mausoleum, eine Statue und die Familiengrabstätte Blohm. Er ist in der Denkmalliste des Landkreises Rostock vom 14. Mai 2024 geführt.
Weitere historische Orte liegen außerhalb der Ortslage, aber innerhalb der Gemeinde. In Bobbin steht das klassizistische Gutshaus, das 1825 von der Familie von Blücher errichtet wurde. Das Herrenhaus Viecheln wurde 1868 von Wilhelm Blohm erbaut; eine umfangreiche denkmalgerechte Sanierung begann 1995. In Wasdow besitzt die kleine Kirche einen freistehenden Glockenstuhl; im Gutspark stehen die Ruinen des Fangelturms. Am Quitzenower Bauernweg gelten zwei bronzezeitliche Kegelgräber als die ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung in der Gemeinde. In Bäbelitz befindet sich am Birkenweg der Schälchenstein.
Die passende Ortslage wählen
Wenn Sie eine Ferienwohnung suchen, können Sie die konkrete Ortslage mit den Themen abgleichen, die Sie besonders interessieren: Kirche, Friedhof und Burggeschichte in Behren-Lübchin, die Trebelwiesen als Naturraum oder die historischen Orte in Bobbin, Viecheln und Wasdow. Die Sehenswürdigkeiten verteilen sich über die Gemeinde und liegen nicht alle in der Ortslage Behren-Lübchin. Die Landesstraße L 23 ordnet die Ortslage ein; für Ihre Standortentscheidung ist zusätzlich wichtig, welche der beschriebenen Themen Sie in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen möchten.
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